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23.11.2015

„Witwer mit fünf Töchtern“ hieß 1957 ein deutscher Filmklamauk mit Heinz Erhardt. Dan Burns (Steve Carell) hat nur deren drei – ansonsten ist die heutige Hollywood-Komödie dem Lustspiel aus der Adenauer-Zeit verblüffend ähnlich.

Als begehrter Zeitungskolumnist und allein erziehender Vater scheint der „mitten im Leben“ stehende Dan glücklich und zufrieden – auch wenn mit seiner Libido seit dem Tod der Gattin nicht mehr viel los ist. Das ändert sich schlagartig, als er in einer Bücherei die etwas gefühlsschusselige Marie (Juliette Binoche) kennenlernt und sich Hals über Kopf verliebt. Dumm nur, dass sich die attraktive Dame wenig später als Braut seines eigenen Bruders entpuppt.

Das Drehbuch des nun folgenden Tandaradeis im Großfamilienkreis scheint während des Autorenstreiks entstanden zu sein. Jedenfalls wirken die meisten Gags und Handlungsschlenker wie vom Praktikanten erdacht, aus staubigen Ablagen gezogen oder aus älteren Filmen geklaut. Im Grunde geht es nur darum, dass sich die Sippschaft ständig neckt, in Wahrheit aber ganz dolle lieb hat. Lediglich Juliette Binoche (in ihrem ersten Hollywood-Film seit dem „Englischen Patienten“) bringt ein bisschen Würze und Schärfe ins gefühlsduselige Einerlei.

Das ginge alles in allem als Durchschnitt durch, wäre der Film nicht auch furchtbar spießig. So ist dieser Dan ein moraliner Prinzipienreiter, der seiner 14-jährigen Tochter das harmlose Turteln mit einem Klassenkameraden verbietet – wer tut denn so was? Zwar will uns der Film seinen Wandel vom Tugendbold zum Lustfreund weismachen. Mehr als eine handelsüblichen Traumhochzeit kommt dabei aber nicht heraus .

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23.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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