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Little Moth

Chinesischer Spielfilm: eine rigorose Anklage der Ausbeutung verkrüppelter Kinder als Bettelsklaven.

Chinesischer Spielfilm: eine rigorose Anklage der Ausbeutung verkrüppelter Kinder als Bettelsklaven.

HUE CHAN
China

Regie: Peng Tao
Mit: Zhao Huihui, Han Dequn, Zhang Lei

- ab 0 Jahren

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23.11.2015

Für den Psychologen Jan (Heino Ferch) gehen im neuen Film von Vanessa Jopp („Engel & Joe“, „Vergiss Amerika“) Weihnachtsträume ganz und gar nicht in Erfüllung. Seine Flamme Sara eröffnet ihm prompt, dass sie alle Väter (drei an der Zahl) ihrer Kinder (ganz schön viele) mitsamt deren neuen Partnerinnen (Raubkatzen-Käfig) zu Heiligabend eingeladen hat. Man sei ja schließlich eine große Familie. Genauer gesagt, ein soziales Gebilde mit „polynuklearen Familienstrukturen“, wie einer der Kindsväter (ein Intellektueller!) zu erklären weiß. Soviel zu Jans Aussicht auf Familienwonne.

Und wie das eben (jedenfalls in der Filmwelt) so ist, kochen die Frauen, und die Männer gehen biertrinkend saunieren. Hier beginnen die ersten kleineren (zum Fremd-Schämen komischen) Hahnenkämpfchen in einer sehr männlichen Szenerie: die leicht ergrauten Herren debattieren voller spitzbübischer Melancholie über Saras erogene Zonen, was Jans Weihnachtsstimmung zunehmend gefährdet. In gar monströse Abgründe wird diese gestürzt, als Sara ihrem Jan als Weihnachtspräsent eröffnet, dass sie schwanger sei. Denn Jan kommt für das Vaterglück gar nicht in Frage. Was folgt ist eher Beverly Hills mit Zufallsüberdosis unter dem Christbaum: Jan wittert einen Kuckuckseier-Anschlag auf sein zukünftiges Nest und fängt an, unter den Vor-Buhlern zu recherchieren.

Umgesetzt wird dies mit einer gesunden Mischung aus Slapstick nach deutscher Art, alkoholisierten Wonneprügeleien und einer gehörigen Portion Weihnachtsnihilismus. Für Freunde des gehobenen „Haut-dem-Weihnachtsmann-auf-die-Fresse“-Genres wärmstens zu empfehlen

Spielplan

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23.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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