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Leichtathletik

Weltrekord-Beben hallt nach

Nahezu unbegreifliche Bestmarken im Marathon und im Zehnkampf.

18.09.2018

Von SID

Berlin. „Wahnsinn“, „phänomenal“, „unvorstellbar“: Am Tag nach dem doppelten Weltrekord-Beben in der Leichtathletik überschlugen sich die Huldigungen für Zehnkämpfer Kevin Mayer und Marathonläufer Eliud Kipchoge. Mit den beiden Fabel-Bestmarken gelang der Vorstoß in eine neue Dimension – doch wo liegen die Grenzen?

„Wir nähern uns langsam dem, was menschenmöglich ist“, sagte der deutsche Marathon-Rekordhalter Arne Gabius. Der Allgemeinmediziner ist sich nach Kipchoges Sensationslauf (2:01:39 Stunden) in Berlin aber sicher: Die Zwei-Stunden-Schallmauer wird fallen. Er gehe davon aus, dass ein Marathon „unter zwei Stunden sicherlich in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten möglich sein wird“, sagte Gabius, „und dann wird man sich irgendwo bei einer Stunde und 58 einpendeln.“

Kipchoges Fabelzeit, 78 Sekunden schneller als die vorherige Bestmarke, ist schon jetzt kaum mehr rational zu erklären. Sie sei für den Marathonlauf, so beschrieb es die renommierte Neue Zürcher Zeitung, „wie eine Landung auf dem Mars für die Raumfahrt“. Kipchoge lief jeden der 42,195 Kilometer auf den Straßen der Hauptstadt in 2:53 Minuten. Unterteilt man die Marathon-Distanz in 422 100-m-Läufe, benötigte der 33-Jährige für jeden dieser Sprints 17,3 Sekunden.

Ähnlich verblüffend ist die Leistung Mayers. Nur sieben Stunden nach Kipchoges Husarenritt verschob der Franzose die Grenzen im Zehnkampf. Mayer schraubte den Rekord beim Saisonfinale in Talence auf unglaubliche 9126 Punkte und überbot damit die Bestmarke des Amerikaners Ashton Eaton aus dem Jahr 2015 um satte 81 Zähler.

Zur Verdeutlichung: Größere Sprünge in der Entwicklung der Bestmarken hatte es zuletzt vor 49 (Zehnkampf/98 Punkte) bzw. 51 Jahren (Marathon/3:24 Minuten) gegeben.

„Er ist ein unglaublicher Athlet“, sagte Eaton über Mayer. Der 26-Jährige, der bei der EM in Berlin noch ein Desaster im Weitsprung und damit das vorzeitige Aus erlebte, habe keine Schwäche. Mayer ist erst der Dritte, der die magische 9000-Punkte-Marke knackte. sid

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Erstellt:
18. September 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
18. September 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. September 2018, 06:00 Uhr

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