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UNA DE DOS
Argentinien

Regie: Alejo Taube
Mit: Jorge Sesán,Jimena Anganuzzi

- ab 0 Jahren

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24.11.2015

Von che

Der „unaufhaltsame Abstieg eines reichen Landes? (so der Titel der Vorlesungsreihe zum Cine Latino) erreichte im Dezember 2001 mit Hungerrevolten und Plünderungen in Buenos Aires seinen Tiefpunkt. Zur gleichen Zeit herrscht im Städtchen Estación Cortez, 80 Kilometer vor den Toren der Hauptstadt, Friedhofsruhe. Arbeit und Geld hat auch hier kaum jemand mehr, aber noch fügt man sich in die allenfalls mal von einem Schäferstündchen aufgelockerte Dreifaltigkeit aus Lungern, Trinken und (Fernseh-)Glotzen.

Mit einer Hand voll Alltagsgeschichten rekapituliert Regie-Debütant Alejo Hernán Taube eine Stimmung vollkommener Hoffnungslosigkeit und Apathie (ob sich seitdem etwas geändert hat, kann man ihn beim Cine Latino persönlich fragen). Als die allgegenwärtigen TV-Bilder aus Buenos Aires immer bedrohlicher werden, erwägt man zwar auch in Estación Cortez den Aufstand, aber außer fruchtlosen Diskussionen und laschen Schimpftiraden gegen korrupte Politiker kommt nicht viel dabei heraus.

„Wer hungert, kann nicht denken?, philosophiert korrekt der junge Gustavo, der dank krimineller Gelegenheitsjobs zu den Privilegierteren im Flecken gehört. Am Ende läuft aber auch er um sein Leben. Immer weiter. Einfach weg.

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Erstellt:
24. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
7. August 2009, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. August 2009, 12:00 Uhr

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