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Jugend sprüht vor Energie und Ehrgeiz

85 Sportler wurden bei Sportlerehrung ausgezeichnet / Sportkreispräsodent Robert Nübel scheidet aus Amt aus

Sulz ist eine sportliche Stadt. Das zeigte die Sportlerehrung am Samstag in der Stadthalle im Backsteinbau, wo insgesamt 85 erfolgreiche Sportler des vergangenen Jahres geehrt wurden. Neben der Ehrung stand ein Interview von Bürgermeister Gerd Hieber mit dem langjährigen, am kommenden Freitag aus seinem Amt ausscheidenden Sportkreispräsidenten Robert Nübel im Mittelpunkt der knapp dreistündigen Veranstaltung.

11.04.2016
  • Jürgen A. Klemenz

Sulz. Gut 50 Jahre stand der Renfrizhauser Robert Nübel in den Landkreisen Horb und Rottweil beim Sport an vorderster Front. Zuerst im Altkreis Horb als Sportkreis-Jugendleiter, dann im Sportkreis Rottweil ebenfalls als Jugendleiter und die letzten knapp 20 Jahre als Sportkreis-Präsident. Bürgermeister Gerd Hieber sagte, Nübel sei „zu einer Institution“ geworden und man könne sich den Sportkreis Rottweil eigentlich ohne Robert Nübel gar nicht vorstellen. Nübel selbst gab die Antwort darauf: „Jeder ist ersetzbar“, und fügte an. „Aufhören ist nicht einfach, aber aufgrund meines Alters einfach geboten. Es wird auch ohne mich weitergehen.“ Und mit Blick auf die in der Halle sitzenden Romina Burkhardt, derzeit Sportkreis-Jugendleiterin, meinte Nübel, „vielleicht übernimmt ja Romina in einigen Jahren das Amt“, womit sich der Kreis schließen würde, denn auch Nübel hat als Jugendleiter angefangen.

Was den prägend in den 50 Jahren Funktionärstätigkeit gewesen sei, wollte Hieber wissen und da ging Nübel natürlich auf die zahlreichen Auslandsreisen ein, die er in den Delegationen der Deutschen Sportkreisjugend angetreten hat. Zweimal in Japan, Finnland, Spanien, und als der absoluter Höhepunkt eine Reise nach Nordkorea, „wo kein normaler Mensch hinkommt“, wie sich Nübel erinnerte. Dort war Nübel zu den Weltfestspielen der kommunistischen Jugend eingeladen. „Ein unvergessliches Erlebnis“, sagte Nübel.

Hieber fasste zusammen. „Ein kleiner Kerle aus Renfrizhausen in der Welt unterwegs.“ Nübel bezeichnete die Erfahrungen seiner Reisen, aber auch das Wirken auf der deutschen Sportbühne aber auch als ernüchternd, nämlich dann, wenn er versucht habe, das in seinem Sportkreis umzusetzen. Da sei er doch oft an Grenzen gestoßen.

Dennoch zog der dienstälteste Sportkreispräsident im Württembergischen Landessportbund ein überaus positives Fazit: „Ich habe viele Freunde und ich habe ein erfülltes Leben führen dürfen.“ Als ganz wichtig für sein Amt bezeichnete es Nübel, dass er auf politischer Ebene – im Gemeinderat und Kreistag – gewirkt habe. Das sei nicht nur für ihn persönlich eine Bereicherung gewesen, sondern „es war auch für den Sport wichtig, als aktiver Sportler oder Sportfunktionär in politischen Gremien zu sein. Ich war stets bemüht, dass der Sport durch die Politik unterstützt wird.“ Das sei zwar mit viel Arbeit verbunden gewesen. „Aber wenn man will, schafft man das.“

Abschließend meinte Nübel. „Ich bin nicht traurig, dass es ab Freitag vorbei ist, ich bin dankbar.“ Und Bürgermeister Gerd Hieber fasste zusammen. „Die Stadt Sulz ist nicht schlecht gefahren mit einem Sportkreispräsidenten Robert Nübel.“

Durchs Programm führte Robert Nübels Sohn Tobias, der sowohl als Funktionär beim VfR Sulz als auch als Stadtrat in die Fußstapfen seines Vaters getreten ist. Hieber erinnerte daran, dass Sulz alle Jahre seine erfolgreichen Sportler ehrt und zwar jeweils in einem anderen Stadtteil in der Reihenfolge des Alphabets. Eigentlich sei dieses Jahr Sigmarswangen dran gewesen, doch durch die Umbau der Halle habe man Sulz, das dann im nächsten Jahr an der Reihe gewesen wäre, vorgezogen.

Organisiert hat die Sportlerehrung bei der Stadt Katrin Link und Annika Tittjung, für die musikalische Umrahmung war Martin Sackmann zuständig und in der Jury wirkten Sandra Neumann, Roland Scheu und Eckart Oberer. Zur gelungenen Veranstaltung trug unter anderem die Kindertanzgruppe des TV Sulz bei. Die elf Mädchen im Alter von sieben und acht Jahren hatten ihren ersten öffentlichen Auftritt, wurde die Gruppe unter Leitung von Alexandra Faißt doch erst im Sommer 2015 gegründet. Ein Hingucker waren die sieben „Wild-Girls“ des TV Hochmössingen und einen perfekten Auftritt legte die Showtanzgruppe „Wild-Cats“ hin, die sowohl tänzerisch als auch akrobatisch Spektakuläres zeigte.

Die Ehrung selbst gab es in drei Blöcken. Bei der Jugendehrung interviewte Tobias Nübel Celine Geißler. Die talentierte Hochspringerin, derzeit mit persönlicher Bestmarke von 1,74 Meter, erzählte, dass sie sich für dieses Jahr die Höhe von 1,81 als Ziel gesetzt habe. Derzeit im Ehrungsdauerstress sind die Dürrenmettstetter Überflieger David und Jonathan Siegel, die deshalb am Samstag auch verhindert waren. Da sagte der jüngste Siegel-Sproß Aaron, der als Knirps ebenfalls schon Erfolg auf der Schanze feierte, dass er seinen beiden Brüdern, die für ihn das große Vorbild seien, nacheifere und an deren Erfolge anknüpfen will.

Neben der Jugend- und Erwachsenenehrung gab es noch ein Sonderehrung für Sara Mäntele, die als Spielerin sämtliche Handball-Jugendmannschaften des TV Sulz durchlief, seit 13 Jahren nun Spielerin in der Frauenmannschaft des TV Sulz beziehungsweise der HSG Neckartal ist, dort seit 2008 im Turnierausschuss ist und zudem seit fünf Jahren die Heimspiele der HSG in der Sulzer Stadionhalle plant. Sara Mäntele sei ein gutes Beispiel dafür, dass man aktiven Sport durchaus auch mit einer Funktionärstätigkeit kombinieren könne. „Du bist ein Vorbild für alle“, sagte Tobias Nübel.

Den ersten Preis bei der Tombola, ein zweiwöchiger Aufenthalt im Maison Sulz in der Partnerstadt Montendre in Frankreich, gewann Benjamin Hedwig vom Ju Jutsu-Club, über den zweiten Preis, ein Einkaufsgutschein von Sport-Stiehle, freute sich Torben Steinwand von den Handballern.

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11.04.2016, 01:00 Uhr

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