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Präsidentschaftswahl in Tübingen

Absolute Mehrheit für Macron

831 Franzosen gaben am Sonntag in Tübingen ihre Stimmen ab.

24.04.2017
  • hz

Ginge es nach den Franzosen, die am Sonntag im Deutsch-Französischen Institut in der Doblerstraße wählten, hätte Emmanuel Macron schon nach dem ersten Wahlgang die Präsidentschaft sicher: Der Kandidat der sozialliberalen und proeuropäischen Bewegung „En Marche!“ holte in Tübingen 482 der 828 gültigen Stimmen. Das wäre mit gut 58 Prozent die absolute Mehrheit für Macron, der in ganz Frankreich 23,8 Prozent holte. Seine schärfste Konkurrentin Marine Le Pen, die landesweit mit 21,5 Prozent dicht hinter Macron in die Stichwahl einzog, brachte es in Tübingen nicht mal auf ein Zehntel der Macron-Stimmen: 46 Franzosen (5,6 Prozent) wählten in Tübingen die Kandidatin des rechtsextremen Front National. 75 Wähler (9 Prozent) stimmten für den Kommunisten Jean-Luc Mélenchon, auf Platz 2 in der Gunst der Tübinger Wähler landete jedoch der Republikaner François Fillon mit 121 Stimmen (14,6 Prozent), der es landesweit mit 19,9 Prozent nicht in die Stichwahl schaffte.

In der Tübinger Partnerstadt Aix-en-Provence holte Fillon mit 27,45 Prozent die meisten Stimmen, gefolgt von Macron (26,37), Mélenchon (19,6) und Le Pen (14,95).

Bei der französischen Präsidentschaftswahl gibt es keine Möglichkeit zur Brief- oder Online-Wahl. Wer abstimmen will, muss persönlich im Wahllokal erscheinen oder einen Bevollmächtigten schicken (Procuration). Das gilt ebenso für Franzosen, die im Ausland leben. Sie müssen sich viele Wochen vor dem Wahltag beim Konsulat in die Wahlliste einschreiben. In Baden-Württemberg geben sie ihre Stimmen dann in einer von vier französischen Einrichtungen ab: im Generalkonsulat in Stuttgart, im Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe, im Deutsch-Französichen Gymnasium Freiburg oder eben im Institut Culturel Franco-Allemand Tübingen. Alle Franzosen, die in den Landkreisen Tübingen, Reutlingen, Biberach, Sigmaringen, Rottweil, Konstanz, Ravensburg, im Zollernalbkreis oder im Bodenseekreis wohnen, müssen also auch zur Stichwahl zwischen Macron und Le Pen am 7. Mai erneut auf den Tübinger Österberg reisen, um mitentscheiden zu können. Von den für Tübingen eingeschriebenen 2337 Wählern gaben am Sonntag 831 ihre Stimmzettel ab.

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24.04.2017, 17:34 Uhr

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