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Aggressive Kuh verletzt drei Menschen
Symbolbild: Kuball
Rinderherde ausgebrochen

Aggressive Kuh verletzt drei Menschen

Eine ausgebrochene Rinderherde hat am Montagabend stundenlang die Polizei auf Trab gehalten.

04.10.2016
  • ST

Gegen 19 Uhr gingen die ersten Notrufe beim Polizeipräsidium Reutlingen ein: eine aus 14 Kühen bestehende Herde würde sich im Bereich des Kurparks in Bad Urach aufhalten. Die Rindviecher waren offensichtlich von der Weide eines nahegelegenen Hofes ausgebrochen und hatten sich auf Wanderschaft begeben.

Beim Versuch der Mitarbeiter des Hofes, die Herde wieder zurück auf die Weide zu treiben, flüchteten die Tiere in Richtung des Kur- und Wohngebietes an der Immanuel-Kant-Straße. Hierbei beschädigten die Tiere beim Vorbeilaufen fünf am Straßenrand geparkte Fahrzeuge. Zehn der Rinder konnten von den Mitarbeitern und den alarmierten Polizeibeamten auf einem nahegelegenen Schulhof festgesetzt werden. Drei der Tiere kehrten freiwillig auf ihre Weide zurück.

Einer Kuh gelang es jedoch „sich durch Flucht ihren Häschern zu entziehen“, heißt es im Polizeibericht. Sie flüchtete weiter über die Burgstraße und Stuttgarter Straße in Richtung Innenstadt. Versuche, das zusehends aggressiver werdende Rindvieh mit den Streifenwagen zu stoppen oder vom Innenstadtbereich abzudrängen, schlugen fehl. Auf ihrer Flucht, die in Richtung der Ermstalklinik führte, rannte die Kuh eine 49-jährige Frau um und verletzte auch einen 52-jährigen Mitarbeiter des Bauernhofes, der versucht hatte, sie einzufangen, leicht. In der Ermstalklinik drang die Kuh ins Foyer ein, verließ es aber unmittelbar darauf wieder, wobei die automatische Eingangstüre erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Im umzäunten Gelände der Klinik konnte das Tier dann kurzzeitig festgesetzt werden, rettete sich dann aber, laut Polizei, mit einem beachtlichen Sprung über den Zaun und flüchtete weiter in Richtung Innenstadt.

Am Munz-Magenwirth-Platz konnte das nun äußerst aggressive Rindvieh dann endlich festgesetzt werden. Zuvor rannte die Kuh aber noch einen 64-Jährigen Mann über den Haufen. Dieser hatte sich trotz Lautsprecherdurchsagen und persönliche Ansprachen durch die Polizeibeamten mit weiteren Schaulustigen in den Gefahrenbereich des wütenden Tieres begeben. Erst nachdem die Kuh von einem zwischenzeitlich verständigten Veterinär mit mehreren Betäubungspfeilen schlafen gelegt wurde, konnte der verletzte Mann von den Rettungskräften versorgt werden.

Alle Verletzten wurden vom Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht. Während die 49-Jährige Frau und der Mitarbeiter des Hofes ambulant behandelt werden konnten, musste der 64-Jährige stationär aufgenommen werden. Am Dienstagmorgen, gegen 0.30 Uhr, waren dann alle Rindviecher wieder dort wo sie hingehörten. Insgesamt waren neben einem Veterinär, mehreren Mitarbeitern des Bauernhofes, auch zwei Rettungswagen und acht Streifenwagen im Einsatz. Wie die Rinderherde ausbrechen konnte, obwohl die Weide und auch die Umzäunung in ordnungsgemäßem Zustand waren, wird derzeit ermittelt.

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04.10.2016, 13:30 Uhr

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