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Borussia Dortmund

Auf Rückkehrer Reus ruhen viele Hoffnungen

Nach der 2:3-Niederlage im Hinspiel wird es heute im Fürstentum Monaco ganz schwer.

19.04.2017
  • DPA

Monaco. Torwart Roman Bürki schreckt „nachts noch immer auf“, auch bei Kapitän Marcel Schmelzer „ist das Gefühl leider nicht viel besser geworden“. Eine Woche nach dem Sprengstoffanschlag auf den Teambus bereitet es den BVB-Profis weiter Probleme, das Trauma zu verarbeiten.

Schon heute (20.45 Uhr/ZDF und Sky) steht im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League beim AS Monaco die dritte Partie seit dem Attentat an, bei dem Innenverteidiger Marc Bartra schwer verletzt wurde. Für Bürki hat das auch Vorteile: „Es ist gut, dass wir einen so engen Spielplan haben und ich nicht auf der Couch sitzen und immer daran denken muss, was passiert ist.“ Aus Rücksicht auf die Psyche werden die Dortmunder Profis jenseits des Rasens entlastet. Anders als sonst stand beim Abflug der Mannschaft am Dienstagvormittag von Dortmund nach Nizza kein Spieler für Interviews zur Verfügung. Die Statements gaben Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc. „Die Mannschaft hat in der vergangenen Woche Außergewöhnliches geleistet. Das gibt ihr Kraft“, sagte Watzke. Zorc verwies darauf, dass es wieder „in den Alltag, die Normalität“ ginge. „Aber wir haben keine Erwartungshaltung an die Mannschaft“, betonte er. Die Verantwortlichen gaben sich hinsichtlich der Aussichten, trotz des 2:3 im Hinspiel zum insgesamt vierten Mal das Halbfinale der europäischen Königsklasse zu erreichen, als Realisten, vertrauten aber auch dem Potenzial der Borussia. „Wir sind keine Träumer. Wir wissen, dass die Chance klein ist – aber es gibt eine“, sagte Watzke. Der freie Ostersonntag gab den Profis etwas Gelegenheit, zur Besinnung zu kommen und Gespräche im Kreise der Familie zu führen. Das lässt Trainer Thomas Tuchel hoffen, „dass man sich irgendwann wieder traut, über Fußball zu reden“.

Statistik spricht gegen BVB

Zunächst steht der Borussia eine Herkulesaufgabe bevor. Nur zweimal in der Champions-League-Geschichte gelang es einem Team, nach einer Heimniederlage in der K.o.-Runde noch weiterzukommen. Zudem gewann der Tabellenführer der Ligue 1 im laufenden Wettbewerb fünf seiner sechs Heimspiele. Nur Bayer Leverkusen gelang ein 1:1.

Große Hoffnungen setzt der BVB in Marco Reus, der im Hinspiel fehlte. Wie wichtig der Nationalstürmer ist, stellte er beim 45-minütigen Comeback gegen Eintracht Frankfurt (3:1) unter Beweis. Reus belebte das Angriffsspiel nicht nur wegen seines sehenswerten frühen Treffers. Im gut 18 500 Zuschauer fassenden Stade Louis II soll der nach sechswöchiger Pause von einem Muskelfaserriss genesene Führungsspieler die komplette Spielzeit zum Einsatz kommen. dpa

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19.04.2017, 06:00 Uhr

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