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Tyron Zeuge

Auf den Spuren von Rocchigiani

Der Nobody aus Berlin-Neukölln hat vielleicht das Zeug zum Hoffnungsträger fürs deutsche Boxen.

07.11.2016
  • MATTHIAS JEDELE

Potsdam. Der neue Box-Weltmeister Tyron Zeuge animierte den Senior-Manager Wilfried Sauerland zu Höchstleistungen. Der 76-Jährige sprang fast in Tim-Wiese-Manier in den Ring der Potsdamer MBS-Arena. Der wilde Jubel mit seinen Söhnen blieb nach dem K.o.-Sieg über den Italiener Giovanni De Carolis indes nicht folgenlos. Filius Kalle Sauerland, der Chef des Ganzen, holte sich eine blutige Lippe, Zeuges Freundin Mandy weinte Freudentränen.

Der 24-Jährige ist nach Raubein Graciano „Rocky“ Rocchigiani vor 28 Jahren der zweitjüngste Weltmeister der deutschen Box-Geschichte. Und er taugt in der angeschlagenen Branche vielleicht sogar zum Hoffnungsträger. Wie der Boxer aus Berlin-Neukölln den WBA-Weltmeister im Supermittelgewicht in der letzten der zwölf begeisternden Runden auseinandernahm, verspricht viel für die Zukunft. Ringrichter Roberto Ramirez aus Puerto Rico hatte den Kampf 19 Sekunden vor dem letzten Gong abgebrochen. Nach dem zweiten Niederschlag kauerte der zerstörte Italiener, im Gesicht schwer gezeichnet, am Boden. Der schnellere Zeuge hatte vor allem mit seiner Führhand gepunktet und schlug variabler. dpa

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07.11.2016, 06:00 Uhr

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