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Stuttgart

Aufstieg gefährdet: VfB plant Einkäufe in der Winterpause

Die Rolle als Spaßbremse ist Stuttgarts Sportvorstand Jan Schindelmeiser eigentlich gar nicht recht.

19.12.2016
  • dpa/lsw

Stuttgart. «Aber wenn es sein muss, übernehme ich sie gern», sagte der 53-Jährige. Die zuletzt gezeigte Form des VfB und die zweite Zweitliga-Schlappe nacheinander hat ihm die Laune vor der Winterpause verdorben. Schließlich dürfte die Form für die Ansprüche des Meisters von 2007 nicht reichen. Den Erstliga-Aufstieg sieht Schindelmeiser in Gefahr.

«Wir werden natürlich an unserem großen Ziel festhalten. Es geht darum, die Rückkehr in die Bundesliga sicherzustellen, aber so wie gestern wird das nicht gelingen», kritisierte Schindelmeiser am Tag nach dem 0:3 in Würzburg und kündigte Konsequenzen an.

Vor allem die Mentalität im Team hat Zweifel bei dem früheren Hoffenheim-Manager hervorgerufen. Mit personellen Wechseln vor der Rückrunde will er beim Tabellen-Dritten darauf reagieren.

«Es wird sicherlich der eine oder andere Spieler dazukommen, und es wird sicher auch der eine oder andere Spieler gehen», sagte Schindelmeiser am Montag und forderte eine stärkere Leistungskultur, auf die er bei der Auswahl besonders Wert legen will: «Wir brauchen mehr Winner-Qualität.» Allerdings warnte der Sportvorstand auch vor zu hohen Erwartungen an die Zugänge. Die Ressourcen seien begrenzt. Und Verpflichtungen im Winter seien wegen laufender Verträge und der Kürze der Zeit ohnehin schwieriger als im Sommer.

Zwar zieht Schindelmeiser eine positive Gesamtbilanz der vergangenen Monate. Der letzte Eindruck des ersten Halbjahres ist aber negativ. Als Dritter der 2. Liga beenden die Schwaben die Vorrunde und überwintern damit auf dem Relegationsrang. Der VfB verpasste es nicht nur, sich die Herbstmeisterschaft zu sichern, sondern auch den Abstand auf die Nicht-Aufstiegsränge zu vergrößern.

Das 0:3 bei den Kickers war die zweithöchste Saisonpleite nach dem 0:5 beim Würzburger Mitaufsteiger Dynamo Dresden. Zuvor hatten die Stuttgarter schon gegen Hannover 96 das Nachsehen gehabt. «Es ist ein Trend, den wir aufhalten müssen», sagte Schindelmeiser enttäuscht. «Ich schüttel' das nicht so aus den Kleidern, das nehme ich mit in Richtung Weihnachten und neues Jahr. Es war ein richtiger Schlag ins Eingemachte.» Auch Trainer Hannes Wolf, den der Sportvorstand ausdrücklich lobt, hatte nach dem schwachen Auftritt am Sonntag klare Worte gewählt und von einem «gruseligen Spiel» gesprochen.

Bis Anfang des neuen Jahres hat der Coach seinem Team frei gegeben. Am 4. und 5. Januar versammelt er seine Profis dann zur Leistungsdiagnostik. Mitte des Monats wird die Vorbereitung auch im portugiesischen Lagos fortgesetzt. Der Zweitliga-Ernst geht am 29. Januar mit einem Auftritt beim Tabellenletzten FC St. Pauli wieder los. In der Rückrunde werde der Druck auf das Team noch zunehmen, sagte Schindelmeiser: «Es ist jede Woche ein Spiel weniger, um Dinge zu korrigieren.»

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19.12.2016, 15:09 Uhr | geändert: 19.12.2016, 15:01 Uhr

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