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DFB-Bundestag

Bemüht um moralische Erneuerung

Innenminister de Maizière mahnt Aufarbeitung des WM-Skandals an

04.11.2016
  • DPA

Erfurt. Ehrenspielführerwürde für Jürgen Klinsmann, Verdienstspangen für die Olympia-Trainer Horst Hrubesch und Silvia Neid – der Deutsche Fußball-Bund hat beim Festakt zur Eröffnung des 42. Ordentlichen Bundestages die Helden der Vergangenheit geehrt. Die Wirren und Querelen des WM-Skandals konnten im Theater von Erfurt am Abend vor der erwarteten Wiederwahl von Präsident Reinhard Grindel aber nicht ausgeblendet werden. „Die vollständige Aufarbeitung steht noch aus, all das hat einen Schatten auf den Fußball geworfen“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière.

Sein CDU-Parteifreund Grindel hatte zuvor in Richtung des anwesenden Fifa-Chefs Gianni Infantino den gemeinsamen Willen zur Erneuerung in den skandalgebeutelten Verbänden beteuert. „Wir unterstützen deine neuen Wege. Wir unterstützen dein Programm Fifa 2.0. Zu Integrität und Good Governance gibt es keine Alternative, weil die Menschen nur dann daran glauben können, dass es mit rechten Dingen zugeht“, sagte Grindel.

Der DFB-Bundestag in Erfurt ist die erste ordentliche Hauptversammlung des Verbandes nach der Aufdeckung des Skandals um Mauscheleien und dubiose Millionenüberweisungen durch das Organisationskomitee der WM 2006 seit Herbst 2015.

Verbessern möchte der DFB seine organisatorische Struktur. So sollen die Wirtschaftsdienste, die Medien- und die Online-GmbH zu einer Gesellschaft zusammengefasst werden. Vom Überschuss soll eine Million Euro an Stiftungen gespendet werden, zudem wird die Förderung der B-Juniorinnen-Bundesliga ausgeweitet. Die sportpolitisch wichtigen Entscheidungen stehen aber erst heute an. An der Wiederwahl von Grindel für eine reguläre dreijährige Amtszeit bis 2019 gibt es keine Zweifel. Mit der Gründung einer eigenen Ethikkommission unter dem Vorsitz des früheren Außenministers Klaus Kinkel soll ein weiterer Schritt zur moralischen Erneuerung gemacht werden. dpa

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04.11.2016, 06:00 Uhr

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