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Gemeinderat

Bus und Bahn zum halben Preis

Der hat eine Resolution an den Verkehrsverbund Naldo zur Einführung eines Sozialtickets verabschiedet.

26.01.2017
  • ele

„Die Stadt Rottenburg fordert den naldo Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau GmbH auf, ein angemessenes Sozialticket zu konzeptionieren“, heißt es in der Resolution des Ordnungsamtes. Zugleich wird der Landkreis aufgefordert, einen entsprechenden Antrag einzubringen oder zu unterstützen.

Ein kreisweites Sozialticket ist seit längerem in der Diskussion – im Kreistag wie im Gemeinderat. Es scheiterte bisher am – nach Auffassung des Naldo – unverhältnismäßig hohem Verwaltungsaufwand. Im Augenblick lässt der Verkehrsverbund die Einführung eines verbundweiten Sozialtickets gutachterlich prüfen. Ein Ergebnis soll im Februar vorliegen.

Im Kreistag haben Linke, SPD und Grüne das kreisweite Sozialticket mit Haushaltsanträgen unterstützt. Im Rottenburger Gemeinderat forderte Die Linke im Rahmen der Haushaltsberatungen ein gebührenfreie Mobilitätsticket für Hartz-IV-Empfänger. Die Gemeinderatsmehrheit lehnte dies mit Verweis auf die laufende Untersuchung des Naldo ab, einigte sich aber auf eine Resolution zur Unterstützung des Vorhabens.

In der Begründung zur Resolution heißt es, die Stadt Rottenburg unterstütze bisher schon KreisbonusCard-Inhaber mit zwölf Sozialtickets im Jahr. Das Angebot werde jedoch kaum angenommen, da Gutscheine erst beim Bürgeramt abgeholt und dann beim Busunternehmen eingelöst werden müssten. Das sei zu umständlich. In Rottenburg gebe es rund 2000 Anspruchsberechtigte, von denen 2016 nur 57 das Angebot angenommen hätten.

In der Resolution schlägt die Stadt Rottenburg nun die Einführung eines Naldo-Monatstickets für Erwachsene, Kinder und Schüler vor (wahlweise eine oder zwei Waben), auf das eine Vergünstigung von mindestens 50 Prozent gewährt wird. Dieser Vorschlag wurde vom Gemeinderat bei drei Enthaltungen angenommen.

Die Linke enthielt sich, weil ihr die Resolution nicht weit genug ging. Sie setzt sich – wie die Caritas und Diakonie Baden – für ein kostenfreies Sozialticket für Kinder und Jugendliche bis zum Abschluss einer weiterführenden Schule ein. Auch eine Kostenbeteiligung von Hartz-IV-Empfänger lehnt sie ab, da der Bund den Regelsatz gekürzt habe. Für die CDU sagte Reinhold Baur, dass der Gemeinderat und die stadt dafür nicht zuständig seien.

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26.01.2017, 01:00 Uhr

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