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Fußball-Ass der Woche

Den Heimatverein im Herz

Der Vöhringer Kai Cmelik hat schon Erfahrungen in höheren Klassen gesammelt. Trotz Angeboten hält er aber seinem Heimatverein die Treue.

25.04.2017
  • Florian Dürr

Ballverteiler, Vorbereiter und Vollstrecker – Kai Cmelik vom Bezirksligisten SG Vöhringen übernimmt auf dem Platz viele Aufgaben. Auf seiner Lieblingsposition, im offensiven zentralen Mittelfeld, wird genau so ein Typ Spieler benötigt und lange haben die Vöhringer den 30-Jährigen dort vermisst.

Denn nachdem Cmelik alle Jugendmannschaften in Vöhringen durchlaufen hatte, wechselte er 2007 zum damaligen Landesligisten TSV Hildrizhausen, um sich dort einer neuen Herausforderung zu stellen. „Als ich gegangen bin, hat sich nicht jeder gefreut. Damals hat es das noch nicht so gegeben, dass man seinen Heimatverein verlässt“, erzählt der 30-Jährige und fügt hinzu: „Aber ich wollte mich einfach sportlich weiterentwickeln.“

Vier Jahre spielte er in Hildrizhausen Landesliga und erlebte gleich in seiner ersten Saison die Aufstiegsspiele für die Verbandsliga, die seine Mannschaft zwar nicht für sich entscheiden konnte, aber an die sich Cmelik trotzdem gerne zurückerinnert: „Wenn du da mal vor 2500 Leuten spielst, ist das schon was anderes. Da war komplett Halli-Galli. Das war bombastisch“, erzählt der 30-Jährige froh, dass er sich damals für einen Wechsel entschieden hat. 2011 stieg Hildrizhausen aber wieder in die Bezirksliga ab und Cmelik zog es zum TV Gültstein, von wo er 2013 zum heutigen Landesligisten GSV Maichingen wechselte. Vor zwei Jahren beendete er aber seine Reise durch die verschiedensten Ligen und kehrte zu seinem Heimatverein SG Vöhringen zurück.

Dort gehört er, aufgrund seiner Erfahrungen, zu den Führungsspielern und Leistungsträgern der aktuellen Saison. Das bewies Cmelik wieder am Sonntag beim 3:0-Sieg über den SV Oberiflingen, an dem er mit seinen beiden Treffern großen Anteil hatte. Besonders mit seinem Tor zum 2:0 zog er die Blicke der Zuschauer auf sich. Aus etwa 25 Metern fasste sich der Mittelfeldspieler ein Herz und hämmerte den Ball in den Winkel des Oberiflinger Tors. Solche sehenswerten Treffer gelangen dem 30-Jährigen schon „vier, fünf Mal in dieser Saison, da waren ein paar schöne Tore dabei“, sagt Cmelik. Mit seiner Torausbeute ist er in dieser Runde insgesamt zufrieden, da er sich in jeder Saison die Zehn-Tore-Marke als Ziel setzt und jetzt schon zwölfmal getroffen hat. Damit ist Cmelik vor Tobias Tews (elf Tore) momentan treffsicherster Vöhringer. Und das obwohl er sich selbst eher als Vorlagengeber und Spielgestalter sieht, aber: „Mit Drang zum Tor“, sagt Cmelik, der Francesco Totti vom AS Rom als Vorbild hat. „Der Spielertyp gefällt mir“, sagt der 30-Jährige über sein Idol.

Cmelik hat zwar nicht wie Totti, der in seiner kompletten Laufbahn nur für den AS Rom auflief, seinem Verein die Treue gehalten, ist 2015 aber wieder an seine alte Spielstätte zurückgekehrt und rechnet in Vöhringen auch mit seinem Karriereende.

Auch wenn der 30-Jährige nach wie vor Angebote von der Konkurrenz oder von Clubs aus der Bezirksliga Böblingen/Calw bekommt, hegt er keine Wechselgedanken. „Ich bin hier zu Hause. Hier sind wir eine gute Gemeinschaft und ich genieße es, mit meinen Kumpels zusammenzuspielen“, sagt der Mittelfeldakteur und vernichtet damit alle Spekulationen über einen Wechsel.

Für die Zukunft will er sich mit den Vöhringern wieder in der Bezirksliga etablieren und einen Platz zwischen vier und sechs anpeilen. Cmelik ist froh, dass der Klassenverbleib nach dem Sieg am Sonntag so gut wie sicher ist: „Dann können wir jetzt ein bisschen entspannter ins Training und zu den Spielen fahren“, sagt der 30-Jährige zufrieden.

Kai Cmelik SG Vöhringen

Geburtsdatum: 19. Mai 1986

Beruf: Industriekaufmann

Bisherige Vereine: SG Vöhringen Jugend, TSV Hildrizhausen, TV Gültstein, GSV Maichingen

Position: Offensives Zentrales Mittelfeld

Größte sportliche Erfolge: Aufstiegsspiele Verbandsliga mit Hildrizhausen 2008, Bezirksligameister mit Maichingen 2015

Rechts-/Linksfuß: Rechtsfuß

Saisonziel: Platz fünf bis sieben

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25.04.2017, 01:00 Uhr

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