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Der mutmaßliche BVB-Attentäter, der in Tübingen festgenommen wurde, beteuert seine Unschuld
Das Haus, in dem der 28-jährige Sergej W. in Rottenburg zur Untermiete gewohnt haben soll, wurde durchsucht. Bild: Ulmer
BVB-Anschlag · Sergej W.: „Ich bestreite die Tat“

Der mutmaßliche BVB-Attentäter, der in Tübingen festgenommen wurde, beteuert seine Unschuld

Der 28-Jährige, der vergangenen Freitag in Tübingen festgenommen wurde, bestreitet, den Bomben-Anschlag auf den BVB begangen zu haben. Das erklärte sein Anwalt Reinhard Treimer (66) auf Nachfrage des TAGBLATTs. Der Tübinger Rechtsanwalt, der Erfahrung mit großen Strafverfahren hat, war am Tag der Festnahme zum Pflichtverteidiger bestellt worden.

28.04.2017
  • ik

„Ich bestreite die Tat“, habe Sergej W. dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe gesagt, berichtet Treimer. Der Richter sah den Verdacht der Bundesanwaltschaft jedoch ausreichend begründet, erließ Haftbefehl und setzte ihn in Vollzug. Seitdem sitzt der mutmaßliche Attentäter in der Justizvollzugsanstalt Stammheim in Untersuchungshaft.

Dem 28-jährigen Sergej W. wird versuchter Mord aus Geldgier vorgeworfen. Mit dem Anschlag auf die Mannschaft des Bundesligisten Borussia Dortmund kurz vor dem Champions-League-Viertelfinalspiel gegen den AS Monaco habe er den Aktienkurs des börsennotierten Vereins drücken wollen, um dann mit Optionsscheinen auf den sinkenden Kurs den großen Reibach zu machen.

Der 28-Jährige war am 21. April gerade auf dem Weg zum Heizkraftwerk auf der Tübinger Morgenstelle, wo er als Elektriker arbeitete, als Beamte des Bundeskriminalamt ihn festnahmen. Zur selben Zeit stürmten Einsatzkräfte ein Haus im Rottenburger Wohngebiet Schelmen, wo Sergej W. ein Zimmer zur Untermiete bewohnt haben soll. Die elterliche Wohnung in Freudenstadt, wo der 28-Jährige weiterhin gemeldet war, wurde durchsucht; ebenso das Elternhaus seiner Freundin im Haiterbacher Teilort Beihingen (Kreis Calw).

Anwalt Treimer hat regelmäßig Kontakt zu seinem Mandanten. Erst am Donnerstag, erzählt er, sei er zu einem Gespräch mit ihm in Stammheim gewesen. Dem 28-Jährigen gehe es den Umständen entsprechend. „Er ist gefasst.“ Mehr könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, so Treimer. Vielmehr gelte es abzuwarten, wie die weiteren Ermittlungen laufen. „Deren Ergebnis wird zeigen, ob sich der Verdacht des Generalbundesanwalts erhärten lässt.“

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28.04.2017, 16:47 Uhr

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