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Passend und authentisch muss es sein

Dresscode im Vorstellungsgespräch

Die Wahl der richtigen Kleidung für ein Vorstellungsgespräch ist nicht immer einfach. Sie ist für ein stimmiges Gesamtbild indes wichtig, da der erste Eindruck häufig ausschlaggebend ist.

21.07.2015

Einerseits richtet sich der Dresscode nach dem jeweiligen Arbeitgeber, der Position sowie der Branche, andererseits sollte sich der Bewerber in der Kleidung wohlfühlen und authentisch wirken. Einige Tipps für die passende Garderobe bei Bewerbungsgesprächen für Männer und Frauen.

Normen und Konventionen einhalten

Der erste Eindruck von einem Menschen entsteht nach wenigen Sekunden und setzt sich zunächst im Kopf fest. Dies kann in einem Vorstellungsgespräch ausschlaggebend sein, auch wenn sich die meisten Personaler von dem ersten Eindruck nicht täuschen lassen wollen. Grundsätzlich erwarten Arbeitgeber von Bewerbern beim persönlichen Vorstellen um die angestrebte Position ein gepflegtes Erscheinungsbild, dies umfasst auch das Tragen ordentlicher sowie passender Kleidung. Personaler ziehen nach Angaben des Karriereportals ABSOLVENTA hieraus Rückschlüsse, wie intensiv sich der Bewerber mit dem Unternehmen auseinander gesetzt hat und wie der Kandidat beim Einstieg in den Beruf auftreten wird.

Es empfiehlt sich, zunächst einen Blick auf die Webseite des jeweiligen Arbeitgebers zu werfen, um sich über den angebrachten Kleidungsstil zu informieren. Finden sich an dieser Stelle keine aussagekräftigen Fotos und ist sich der Bewerber nach wie vor unsicher, sollte grundsätzlich eher eine etwas elegantere Kleidung ausgewählt werden.

Wiedererkennungswert ist wichtig

Für einen Personaler spielt der Wiedererkennungswert eine wichtige Rolle. Der Bewerber sollte laut Süddeutsche Zeitung beim Vorstellungsgespräch dem Gesamtbild der Person auf dem Bewerbungsfoto entsprechen. Aus diesem Grund sollte dieses Foto nicht älter als drei bis sechs Monate sein, von auffälligen kurzfristigen Veränderungen, z.B. ein Wechsel der Haarfarbe, ist abzuraten.

Dresscode für Männer beim Vorstellungsgespräch

Dresscode im Vorstellungsgespräch
Dresscode

Bei Vorstellungsgesprächen bei Firmen im Finanzbereich und in der Versicherungsbranche, bei traditionsreichen Unternehmen sowie bei Bewerbungen für Führungspositionen ist der Business-Code Pflicht. Für Männer bedeutet dies: Anzug, Hemd und Krawatte sowie Lederschuhe. Passende Details, z.B. ein farblich abgestimmtes Einstecktuch, runden das Gesamtbild ab, zu viele und zu aufdringliche Accessoires bewirken jedoch häufig das Gegenteil.

In der Medienbranche und in Agenturen sowie in der Start-up-Szene geht es bei der Wahl der Kleidung in der Regel etwas lockerer zu. Hier reicht es, eine gut sitzende Jeans sowie ein dazu passendes Hemd oder ein schickes T-Shirt zu tragen.

Je höher die angestrebte Position ist, desto eleganter sollte die Garderobe sein. Hierbei gilt: Je dunkler die Kleidung, desto förmlicher wirkt diese auf Außenstehende. Wissenschaftler der California State University in Northridge sind der Frankfurter Rundschau zufolge der Überzeugung, dass es eine positive Wechselwirkung zwischen Kleidung und Denken gebe. Im Rahmen von Experimenten wollen die Forscher herausgefunden haben, dass sowohl Frauen als auch Männer in formeller Kleidung abstrakte Prozesse klarer erfassen und mehr ganzheitlich denken könnten, als dies in legerer Kleidung der Fall sei.

Dresscode für Frauen beim Vorstellungsgespräch

Frauen müssen sich zunächst entscheiden, ob sie Strümpfe oder eine Strumpfhose tragen möchten. Wer einen figurbetonten Rock bevorzugt, sollte eher Strümpfe dazu tragen, da sich ansonsten die Naht im Bund abzeichnet. Ein Rock sollte generell die italienische Länge haben, d.h. über das Knie reichen. Durch Probesitzen kann sich vergewissert werden, dass nicht gewollte Einblicke gewährt werden. Bei der Farbe ist die hellere Variante zu bevorzugen, schwarze Strumpfhosen eignen sich eher für abendliche Veranstaltungen. Das durchsichtigere Modell sollte nur zum passenden schwarzen Kostüm oder zu dunklen Schuhen getragen werden. Um sicherzustellen, dass die Strumpfhose nicht zu schnell ausleiert, sollte diese in ein oder zwei Größen größer angeschafft werden, da sich der elastische Stoff der Figur anpasst.

Bei der Wahl der Bluse haben Frauen grundsätzlich Freiheit bei der modischen Auswahl, lediglich zwei Dinge gehen bei einem Vorstellungsgespräch nicht. Erstens: ein dunkler BH unter einer weißen Bluse. - das Durchscheinen der Unterwäsche passt nicht zur Business-Knigge. Zweitens: Die Bluse sollte nicht zu eng sitzen, vor allem Frauen mit einer großen Oberweite sollten hier vorsichtig sein. Der Online-Shop Street One informiert unter anderem allgemein über das Thema Dresscode im Job, gibt Hinweise für den passenden Dresscode für ein Vorstellungsgespräch und erläutert Tipps, um Stilsünden zu vermeiden.

Da es 16 verschiedene Ausschnittformen für Blusen oder wahlweise auch Blazer gibt, sollte diesem Thema die nötige Aufmerksamkeit geschenkt werden. Je nach Zweck kann der passende Ausschnitt die Halspartie sowie das Dekolletee kaschieren, diese Körperpartien betonen oder strecken.

Schmuck und Accessoires – Zurückhaltung zahlt sich aus

Beim Thema Schmuck sind Frauen gut beraten, es eher zurückhaltend angehen lassen. Dezente Ringe gehen in Ordnung, bei weiteren Accessoires sind ein zum Rock oder Hosenanzug passender Gürtel und eine Uhr ausreichend. Das Tragen von Sonnenbrillen ist grundsätzlich tabu. Nicht höher als fünf Zentimeter sollten die Absätze bei Damenschuhen sein. Zudem sollte die Trägerin es gewohnt sein, in diesen Schuhen zu laufen.

Einige Beispiele aus der Farbenlehre – Schwarz und Rot eher meiden

Mittlerweile ist längst erwiesen, dass Farben auch einen psychologischen Effekt haben. Farben haben Einfluss auf die Aufmerksamkeit, die entsprechende Wahl kann den bei einem Bewerbungsgespräch beabsichtigten Eindruck unterstreichen oder diesen auch zunichtemachen. Generell gilt, dass die Farben miteinander harmonieren sollten, zu viele Farbtöne wirken sich negativ auf ein seriöses Bild des Bewerbers aus.

Wer eine hohe Position in einem Unternehmen anstrebt, ist grundsätzlich mit dunklen Farben gut beraten. Vom Tragen schwarzer Anzüge ist jedoch abzuraten, da es sich hierbei im Allgemeinen um die Farbe des Chefs handelt, zudem wirkt schwarz eher distanzierend. Ferner sollten Männer rote Krawatten meiden, diese wirken zu dominant.

Dunkelblau ist sowohl für Frauen als auch für Männer immer eine passende Wahl, dies strahlt fachliche Kompetenz aus. Braun vermittelt einen soliden und neutralen Ausdruck, diese Farbe strahlt Bescheidenheit und Ruhe aus. Schlicht, kultiviert und elegant sind Attribute, die der Farbe Grau zugeschrieben werden. Weiß ist die ideale Farbe für Hemden, Blusen und Shirts. Im Falle von Hosen, Anzügen, Krawatten und anderen Accessoires ist diese Farbe jedoch zu meiden.

Fazit

Es gibt nicht den einen richtigen Dresscode für ein Bewerbungsgespräch, die passende Kleidung variiert je nach Situation und ist typabhängig. Wichtig ist, dass sich der Bewerber in der Kleidung wohlfühlt und authentisch wirkt.

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21.07.2015, 12:00 Uhr

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