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Ein Abschied ohne Wehmut
Ana Ivanovics größter Erfolg: der French-Open-Sieg 2008. Foto: dpa
Tennis

Ein Abschied ohne Wehmut

Bastian Schweinsteigers Frau Ana Ivanovic beendet ihre Karriere via Facebook.

30.12.2016
  • SID/DPA

München. Ana Ivanovic hat sich vom Tennis verabschiedet – ohne Wehmut und ganz offenbar im Reinen mit sich selbst. „Es gibt so viel zu feiern“, erklärte die einstige Weltranglisten-Erste und Ehefrau von Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger gut gelaunt in einer zweiminütigen Live-Botschaft an die zahlreichen Fans auf ihrer Facebook-Seite.

Verletzungen hatten sie in diesem Jahr schon im September zu einem frühen Saisonende gezwungen, das notwendige physische Niveau für Höchstleistungen kann die French-Open-Siegerin von 2008 nach eigener Einschätzung nicht mehr erreichen. Die Entscheidung sei schwierig gewesen, räumte Ivanovic wenige Tage vor dem Beginn der neuen Saison ein. Doch sie hat sich offenbar inzwischen damit abgefunden.

„Ich habe meine Träume gelebt und hoffe sehr, dass ich anderen helfen kann, das auch zu tun“, sagte die 29-Jährige. Ab sofort möchte die Serbin „Botschafterin für Sport und gesundes Leben“ sein, sich für das Kinderhilfswerk Unicef engagieren, aber auch geschäftlich in Sachen Schönheit und Mode unterwegs sein. „Und außerdem? Wer weiß . . .“, meinte Ivanovic fünfeinhalb Monate nach der Hochzeit mit Schweinsteiger in Venedig.

„Respekt für diese Entscheidung“, twitterte Tennis-Legende Boris Becker am Abend. „Du kannst stolz sein auf deine Erfolge!“ Und die aktuelle Weltranglisten-Erste Angelique Kerber sagte: „Ich werde eine meiner besten Freundinnen auf der Tour vermissen.“ Vor Beginn der French Open hatte sie noch gemeinsam mit Kerber trainiert und kam bis in Runde drei. Danach gelang kein Sieg mehr. Bei ihrem ersten Match nach der Trauung war sie bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ebenso gleich gescheitert wie bei den US Open einige Wochen später.

Die Niederlage gegen die Tschechin Denisa Allertova vor vier Monaten in New York war ihr letztes Match. Zum Saisonende stand Ivanovic auf Platz 65 der Weltrangliste, an die großen Erfolge des Jahres 2008 konnte sie nur noch mit dem Halbfinale 2015 in Paris anknüpfen. Insgesamt feierte die gebürtige Belgraderin 15 Turniersiege. Das sei nicht so schlecht für ein kleines Mädchen aus Serbien, befand sie nun. „Ich habe Höhen gesehen, von denen ich nie zu träumen gewagt habe, und viele denkwürdige Matches bestritten“, sagte Ivanovic und versprach, sie werde nicht komplett aus dem Tennis-Zirkus verschwinden. sid/dpa

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30.12.2016, 06:00 Uhr

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