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Ein Antrag von fünf Gemeinderatsfraktionen soll die Entscheidung für einen Standort beschleunigen
Am Anlagenpark hätten die Ratsfraktionen gerne einen Konzertsaal – dort, wo jetzt das ehemalige Gesundheitsamt steht. In dem Gebäude ist derzeit das „Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung“ untergebracht. Bild: Metz
Konzertsaal · Am liebsten beim Europaplatz

Ein Antrag von fünf Gemeinderatsfraktionen soll die Entscheidung für einen Standort beschleunigen

Fünf Fraktionen des Tübinger Gemeinderats wollen nun Bewegung in die fest gefahrene Suche nach einem Standort für einen Konzertsaal bringen.

12.04.2017
  • Gernot Stegert

In einem gemeinsamen Antrag fordern AL/Grüne, CDU, SPD, Tübinger Liste und FDP die Stadtverwaltung auf (siehe Infokasten): sich bei der Universität nochmals für den Standort nördlich des Europaplatzes beim ehemaligen Gesundheitsamt einzusetzen, aber auch die Optionen einer Kombination mit der geplanten Bebauung auf dem Europaplatz zu prüfen und andere Standorte abzuklopfen.

Außerdem soll die Stadt eine Zweitnutzung zum Beispiel für Kongresse unter die Lupe nehmen. Der Standort beim ehemaligen Gesundheitsamt habe Priorität, erklärte Dietmar Schöning (FDP), der den Antrag im Auftrag aller formulierte. Der Gemeinderat setze auf die Kooperationswilligkeit der Universität.

In einer Vorbemerkung zum Antrag schreiben die Fraktionen: „Am Ende des Diskussionsprozesses zur Machbarkeitsstudie für einen Konzertsaal in Tübingen hatte sich eine vorsichtige Hoffnung herauskristallisiert“, man könne mit einer zeitlichen Perspektive von etwa 10 Jahren, einem bis dahin zur Verfügung stehenden gut geeigneten Grundstück nördlich des Europaplatzes, einem erheblichen – auch finanziell substantiellen – bürgerschaftlichen Engagement, initiiert durch den Verein „Ein Saal für Tübingen“ und einem darauf aufbauenden städtischen Konzept einen Konzertsaal verwirklichen.

Weiter nach dem Dämpfer

Die Hoffnungen hatten jedoch einen Dämpfer erhalten, als die Universität als Nutzer des ehemaligen Gesundheitsamtes und das Land (Amt für Vermögen und Bau) als Eigentümer sagten, sie bräuchten die Räume noch die nächsten 20 bis 30 Jahre (wir berichteten).

Muss also nach Alternativen gesucht werden? Die Fraktionen fordern zumindest eine Übersicht auf Grundlage der Machbarkeitsstudie von 2015. Die hatte das Architektenbüro Heinrich Böll vorgelegt. Darin waren aufgeführt als Standorte: das Baufeld auf dem Europaplatz, das ehemalige Gesundheitsamt neben dem Europaplatz, das Milchwerk in der Rappstraße in Weststadt, die Fläche beim Museum an der Wilhelmstraße, die Brunnenstraße (Schindelstube plus Parkplatz), das Schlachthofgelände und der Betriebshof von Omnibus Schnaith in der Schlachthausstraße. Zuletzt im Gespräch war auch ein Umbau des Schillersaals im Museum.

Einige Standorte sind schnell ausgeschieden, vor allem weil sie nicht zentral genug liegen. Das gilt für das Milchwerk, die Brunnenstraße, den Schlachthof und das Schnaith-Gelände. Argumente für und gegen die übrigen Standorte werden unten aufgelistet.

Der Südwestrundfunk (SWR) ist auf TAGBLATT-Nachfrage übrigens Gerüchten oder Hoffnungen entgegengetreten, es könnte Synergien des geplanten Studioneubaus (wir berichteten) und des Konzertsaals geben. Beides sei völlig unabhängig voneinander, sagte Studioleiter Andreas Narr.

Der Antrag der Fraktionen im Wortlaut

Die Ratsfraktionen bitten die Verwaltung:

„a) auf Universität und Land (Vermögen und Bau) einzuwirken mit dem Ziel, das Grundstück des ehemaligen Gesundheitsamts in einem mittelfristigen Zeitraum für eine Bebauung mit einem Konzertsaal - gegebenenfalls im Tausch gegen ein anderes Grundstück im Bereich der Tal-Universität - freizugeben;

b) ergänzend darzustellen, welche Auswirkungen auf Planung und Realisierung des Gesamtkomplexes Europaplatz es hätte, wenn ein Konzertsaal in seiner kleineren Variante Bestandteil der nördlich des neuen Omnibusbahnhofs vorgesehenen Bebauung würde;

c) ob und wenn ja, welche weiteren der vom Büro Böll geprüften Standorte sie gegebenenfalls sonst noch für die Bebauung mit einem Konzertsaal in der kleineren Variante - gerade auch im Vergleich zu den unter a) und b) skizzierten Varianten - für geeignet hält;

d) darzustellen, welche Möglichkeiten einer über den Konzertbetrieb hinausgehenden Nutzung durch die Universität und andere Interessenten sie für einen Konzertsaal in der kleineren Variante auf der Grundlage der für die Machbarkeitsstudie erhobenen Daten sieht.“

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12.04.2017, 01:00 Uhr

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