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Ein einziger Einheizer
Torjubel der besonderen Art: Nach dem brillanten Freistoßtreffer zum 1:0 deutete Robert Lewandowksi Vaterfreuden an. Foto: afp
FC Bayern

Ein einziger Einheizer

Das Heimspiel gegen Atletico ist ein zäher Auftritt bei eisigen Temperaturen, Lewandowski erzielt das Tor des Tages.

07.12.2016
  • SID

München. Xabi Alonso hatte gut lachen. Knapp eine Stunde vor dem Anpfiff spazierte Bayerns Spielmacher entspannt durch das Innere der Allianz Arena. Schick im cognacfarbenen Wollmantel und mit einer Horde munterer Kinder im Schlepptau ging er zu dem Fahrstuhl, der auf die Haupttribüne führt. Er schien es gelassen bis wohlwollend hinzunehmen, dass der Trainer im letzten Gruppenspiel der Königsklasse keinen Platz im Mannschaftskader für ihn gefunden hatte. Drei Grad unter Null zum Anstoß, da schien der Sitzplatz mit Heizlüfter und dicker Decke auf dem Ehrenrang eine komode Alternative zu sein.

Das Schreckgespenst des deutschen Fußballs lief dagegen im schwarzen Trikot mit der gelben Nummer sieben über den Platz: Antoine Griezmann. Atleticos pfeilschneller Angreifer, der die Bayern erst im Mai mit seinem Treffer aus dem Halbfinale der Champions League gekickt hatte – und ein paar Wochen später mit einem Doppelpack die deutsche Nationalelf, ebenfalls in der Vorschlussrunde, aus der Europameisterschaft ballerte.

Weil die Bayern genauso wie die Madrilenen bereits für das Achtelfinale qualifiziert waren, konnten sie ihre Energie also gezielt einsetzen, die unangenehmen Eindrücke aus dem Frühjahr zu korrigieren. Sie versuchten es mit druckvollem Angriffsspiel. Robben, Lewandowski, Costa und der offensiv aufgestellte Thiago sollten die massive Abwehr der Gäste knacken. Es war auch diesmal kein Zuckerschlecken. In der 19. Minute wurden Bayerns Anhänger zum ersten Mal aus der Froststarre geholt. Da zog Costa nach Pass von Sanches aus kurzer Distanz von links ab, doch Atleticos Torwart Oblak konnte abwehren. Knapp zehn Minuten später folgte der echte Einheizer: Lewandowski zirkelte einen Freistoß aus 18 Metern brillant in das linke Kreuzeck – 1:0 für Bayern. Den knappen Vorsprung zur Halbzeit hatten sie sich verdient, auch weil die Gäste sich darauf beschränkten, hinten dicht zu machen. Richtig heißt wurde zumindest auf den unbeheizten Plätzen der Arena jedoch keinem.

Destruktive Madrilenen

Konsequent bauten die Madrilenen auch nach dem Wiederanpfiff ihre zwei Abwehrlinien vor dem eigenen Strafraum auf. Die Bayern versuchten, nachzulegen. Doch Lewandowski und Robben scheiterten mit vielversprechenden Alleingängen. In der 55. Minute zog Costa aus 18 Metern ab, doch Oblak hielt, genauso wie wenig später den Schuss von Bernat. Laut wurde als Robben im Höchsttempo in den Strafraum der Gäste eindrang, von Savic an der Schulter gehalten wurde und zu Boden ging. Kein Elfmeter, meinte der Schiedsrichter. Die meisten der 70 000 Zuschauer und auch Robben sahen es anders.

Die große Chance zum zweiten Treffer vergab Thiago, der nach einer Flanke von Costa das Kunststück fertig brachte, den Ball aus vier Metern über das Tor zu löffeln. Zehn Minuten vor dem Ende kam Müller für Lewandowski, kurz darauf Kimmich für Robben. Doch auch die frischen Kräfte schafften keine weiteren Treffer mehr. Es blieb eine eisige Angelegenheit. Der Sieg der Bayern war ungefährdet, auch weil Griezmann einen wahrlich gespenstischen Auftritt hatte. Der sonst so gefürchtete Angreifer schoss kein einziges Mal auf den Kasten des Torwarts Neuer.

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07.12.2016, 06:00 Uhr

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