Langlauf

Erste Loipen sind gespurt

Der Nationalpark Schwarzwald hat die Wintersportsaison eröffnet.

01.12.2023

Von NC

„Wir konnten tatsächlich diese Woche schon die ersten Loipen im und um den Nationalpark spuren, auch am Wochenende rechnen wir noch mit guten Bedingungen“, berichtet Tim Tschöpe, der das Loipenteam im Nationalpark koordiniert. Bei geschlossener Schneedecke spuren die fünf Maschinisten insgesamt 154 Kilometer Loipen innerhalb und außerhalb des Nationalparks und präparieren außerdem sieben Kilometer Winterwanderwege und zwei Rodelhänge.

Welche Loipen gespurt werden können, hängt natürlich von den Wetterbedingungen ab. Wer einen Ausflug plant, kann sich auf dem Loipenportal Nordschwarzwald informieren. „Außerdem lohnt sich immer ein Blick auf unsere Wegesperrungskarte auf der Website, da im Winter mehr Wege saisonal gesperrt sind, um Ruhezonen für unsere Tiere zu schaffen“, sagt der leitende Ranger Urs Reif. Bei starkem Schneefall, Sturm und Glätte werden auch die Erlebnispfade aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Einige Loipen – beispielsweise Schwarzkopf und große Teile der Gaiskopf – sind für eine reine Langlaufnutzung reserviert. An anderen Stellen geht es nicht ohne eine Doppelnutzung. „Hier laufen zum Beispiel Wanderwege streckenweise parallel – das kann nur funktionieren, wenn alle Beteiligten Rücksicht nehmen“, betont Reif. Für die Langläuferinnen und Langläufer heißt das ein angemessenes Tempo; für die Wandersleute, dass sie ganz am Rand auf der Skatingloipe gehen, um die Langlaufloipen nicht zu zerstören. „Und dann gibt es besonders steile Passagen, die wir für Fußgängerinnen und Fußgänger gesperrt haben. Hier stehen jeweils eindeutige Schilder“, sagt Tim Tschöpe.

Auf Rücksicht angewiesen sind auch die Tiere im Nationalpark, für die der Winter immer eine gefährliche Zeit ist, in der Störungen schnell lebensbedrohlich werden können. Egal ob Rothirsch oder Auerhuhn: Sie müssen Energie sparen, um durch den Winter zu kommen – deshalb räumt ihnen der Nationalpark im Winter zusätzliche Ruhebereiche ein. An die jetzt noch befahrenen und begangenen Wege gewöhnen sich die Tiere und meiden sie. Wer aber abseits der erlaubten Wege läuft, um einsam in den tief verschneiten Wald zu stapfen, wird für die Tiere zur Lebensgefahr: „Sie erschrecken vor dem unerwarteten Eindringling und fliehen. Bei jeder Flucht verbrauchen sie Energie, die sie über das rare Futterangebot nicht aufstocken können“, erklärt Ranger Reif.

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Erstellt:
01.12.2023, 19:52 Uhr
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zuletzt aktualisiert: 01.12.2023, 19:52 Uhr

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