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Empfinger Hallencup

Erstmals holt der FC Holzhausen den Pott

Der Fußball-Landesligist siegt gegen Türk SV Herrenberg im Endspiel mit 3:2. Die SG Empfingen scheidet im Viertelfinale gegen den Finalisten im Neunmeterschießen aus.

15.01.2017
  • Martin Körner

Spannend blieb es im Finale, bis die Sirene in der Empfinger Tälesee-Halle um 22.10 Uhr ertönte. Dann brach Jubel aus. Sowohl bei den Spielern und Trainern des Holzhausen als auch bei den Fans.
Der FC Holzhausen I siegte im torreichen und auf hohem Niveau stehenden Finale gegen den Türk SV Herrenberg I 3:2 und gewann damit in der 17-jährigen Empfinger Turniergeschichte erstmals den Pott.

Marc Wissmann mit Doppelschlag erzielte für den FC Holzhausen eine schnelle 2:0-Führung. Zunächst traf er nach Eckballzuspiel von Clayton Zwetsch, Treffer Nummer zwei war ein sehenswerter Distanzschuss ins Tordreieck. Damit schraubte Wissmann sein Torkonto auf 11 Treffer und war damit bester Holzhauser Torschütze. Türk SV Herrenberg steckte keineswegs auf und markierte durch Kemal Agca viereinhalb Minuten vor Ende den 1:2-Anschlusstreffer. Holzhausen versiebte in der Folge im umkämpften, aber fairen Finale, welches von Schiri Philipp Baur vom TuS Ergenzingen souverän geleitet wurde, mehrere gute Möglichkeiten leichtfertig oder scheiterte am starken Herrenberger KeeperSercan Kayaalp.

Holzhausen legte nach. Marco Sumser legte auf, Ilie Iordache jagte den Ball zum 3:1 in die Maschen. Postwendend der Anschlusstreffer zum 2:3, erneut traf Kemal Agca. Sumser schoss das Spielgerät freistehend vor dem Kasten gegen die Bande und so war für die FCH-Kicker nochmals Bangen angesagt denn wenige Sekunden vor Ende galt es beim FCH noch eine Freistoßaktion des Türk SV Herrenberg schadlos zu überstehen. Dann war Schluss, Holzhausens Kicker jubelten über den verdienten Turniererfolg. „Tolle Leistung“, jubelte Holzhausens Cheftrainer Onur Hepkeskin, der sich während des Turniers dezent zurückhielt und während den Spielen seiner Mannschaft auf der Tribüne saß. Gecoacht wurde das Siegerteam von Co-Spielertrainer Patrick Bialas.

Recht holprig war allerdings der Start für Holzhausen am Finaltag. Wie im Endspiel hieß auch am Mittag der erste Gegner Türk SV Herrenberg I in den Gruppenspielen. Der FCH verlor sang- und klanglos mit 0:4. „Da haben wir hinten viel zu offen gespielt “, kritisierte Bialas und stellte in der Folge dieses Manko ab. Doch von Spiel zu Spiel steigerte sich der Landesliga-Vierte, servierte im zweiten Gruppenspiel den VfL Mühlheim 6:1 ab und schlug im letzten entscheidenden Match den FSV Schwenningen 3:2, damit stand der FC Holzhausen I in Gruppe I im Viertelfinale als Zweiter hinter dem Türk SV Herrenberg I.

In Gruppe II viel die Entscheidung erst im letzten Gruppenspiel, da schlug die SG Empfingen den TSV Boll durch Tore von Florian Schweizer, Dennis Rebmann und Marco Hellstern mit 3:1
und verwies Boll auf den undankbaren dritten Gruppenplatz. Empfingen wurde Zweiter hinter dem VfR Sulz, der VfR zog ungeschlagen mit sieben Zähler ins Viertelfinale ein.

Überraschend schafften in Gruppe III die beiden Zweitvertretungen des FC Holzhausen und vom Türk SV Herrenberg den Einzug ins Viertelfinale. Im direkten Duell gab es ein 1:1, damit blieben beide Teams in den Gruppenspielen ohne Niederlage.

Holzhausen II startete mit einem klaren 3:0-Sieg über Bezirksligist Schramberg.

In Gruppe IV kam es zum Aufeinandertreffen der beiden Vorjahresfinalisten VfL Nagold und SV Bondorf, hier gab es ein 1:1. Während Landesligist Nagold die beiden anderen Gruppenspiele gegen Haiterbach und Bochingen gewann, verlor Bondorf im letzten Gruppenspiel gegen den TSV Haiterbach 1:2 und schied aus. Zudem kassierte Kaya Oguz vom SVB Sekunden vor Spielende gegen Haiterbach wegen grobem Foulspiels die einzige Rote Karte am Finaltag.

Gastgeber SG Empfingen traf im ersten Viertelfinale auf den Türk SV Herrenberg I, spielte dort mit defensiver Grundhaltung, verteidigte das 0:0 über die zwölf minütige Spielzeit. Im folgenden Neunmeterschießen wurde Herrenbergs Keeper Sercan Kayaalp zum Matchwinner. Er entschärfte drei Empfinger Strafstöße und verwandelte den letzten Neunmeter zum 3:2-Endstand für sein Team. Empfingens Coach Daniel Reich zeigte sich aber mit dem Auftritt seiner Jungs rundum zufrieden: „Wenn ich an die Vorrunde denke, dann konnten wir am Ende doch recht zufrieden sein, denn wir durften nach der Tombolaauslosung noch spielen. Türk Herrenberg war im Endeffekt auch einen Tick besser.“

Für die Zweitvertretungen war dann im Viertelfinale Endstation, Holzhausen II musste sich Nagold 0:3 (Burak Taska vom VfL erzielte dabei den 500. Turniertreffer) geschlagen geben und Haiterbach fegte Türk SV Herrenberg mit 5:0 vom Empfinger Kunstrasen. Holzhausen I siegte im Derby gegen den VfR Sulz dank eines überragenden Clayton Zwetsch mit 4:2. Zwetsch, der später auch zum besten Turnierspieler gekürt wurde, glänzte gegen Sulz mit Einzelleistungen und zwei sehenswerten Treffer. Sulz führte zunächst 1:0 durch Benjamin Schumacher. Zwetsch mit Doppelpack drehte das Spiel, Ugur Akbaba erhöhte zum 3:1. Dominik Golubovic wie schon in der Zwischenrunde im Tor spielend verkürzte nochmals mit Distanzschuss auf 3:2. Ilie Iordache besorgte für den FCH das entscheidende 4:2 und sicherte den Einzug ins Halbfinale.

Dort traf der FCH auf den VfL Nagold. Das Spiel der beiden einzigen Landesligisten wurde dann zur einseitigen Angelegenheit. Holzhausen steigerte sich nochmals und zelebrierte tollen Hallenfußball und siegte 4:0. Für Holzhausen trafen Akbaba, Marc Wissmann und Marco Sumser doppelt und die Finalteilnahme war gesichert. Und da siegte der FCH wie eingangs beschrieben 3:2 gegen Türk SV Herrenberg und erntete großen Beifall von den zahlreich in der Halle anwesenden Holzhauser Fans, darunter waren auch die Spieler vom FCH II, die immerhin bis ins Viertelfinale, vorgedrungen waren. „Das war heute für den gesamten Verein ein super Tag. Das tolle Klima zwischen unseren beiden Mannschaften kam heute wieder zum Vorschein“, zeigte sich Bialas vom Gesamtauftritt voller Begeisterung und ließ sich das anschließende Siegerbier schmecken.

Das Spiel um Platz drei stand nach regulärer Spielzeit zwischen Nagold und Haiterbach 1:1, im anschließenden Neunmeterschießen siegte Vorjahresgewinner Nagold mit 5:4. Nagold stellte in Hanens Walz den besten Torwart des Turniers, während der TSV Haiterbach den besten Torschützen in ihren Reihen hatte, Michael Kaupp brachte es auf die stolze Zahl von 18 Treffern.

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15.01.2017, 22:00 Uhr

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