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Feiert Maria Scharapowa ihr Comeback in Stuttgart?
Ein Hoch auf Stuttgart: Maria Scharapowa, die Siegerin des Grand-Prix-Turniers 2014. Im Finale hatte sie sich 3:6, 6:4 und 6:1 gegen Ana Ivanovic durchgesetzt. Foto: dpa
Stuttgart

Feiert Maria Scharapowa ihr Comeback in Stuttgart?

Veranstalter frohlocken: Sperre der Spitzenspielerin läuft im April 2017 in jener Woche aus, in der das Turnier in der Landeshauptstadt ausgetragen wird.

14.10.2016
  • ARMIN GRASMUCK

Stuttgart. Was für ein glücklicher Zufall. Markus Günthardt war freudig erregt, als ihn die frohe Kunde erreicht hatte. Der Turnierdirketor des Porsche Tennis Grand Prix schaffte gerade in seinem Stuttgarter Büro, er las die überraschende Nachricht gleich doppelt und dreifach: Maria Scharapowa wird früher als erwartet auf den Tennisplatz zurückkehren. Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat die Sperre der russischen Spitzenspielerin auf 15 Monate verkürzt. Von 26. April 2017 an und damit ein Dreivierteljahr eher als ursprünglich gedacht kann die frühere Nummer eins nach ihrem Dopingvergehen wieder antreten. Der 26. April, Günthardt registrierte es selbstverständlich sofort, liegt genau in jener Woche, in der sein Turnier ausgetragen wird.

„Es ist eine gute Nachricht, vor allem auch deshalb, weil der Cas ganz klar formuliert hat, dass sie nicht bewusst gedopt hat, also auch nicht vorsätzlich betrügen wollte, sondern dass sie einfach nur ein Herzmittel eingenommen hat, dass ihr Arzt ihr seit zehn Jahren verordnet hat“, sagte Günthardt der SÜDWEST PRESSE.

Aus Sicht des Veranstalters ist Scharapowa damit rehabilitiert. Sollte sie tatsächlich in Stuttgart erstmals nach ihrer Sperre um Weltranglistenpunkte spielen, würde das Interesse des ohnehin populären Turnier erheblich gesteigert. „Für den Porsche Tennis Grand Prix wäre das der Hammer“, so erklärte Günthardt. „Wenn Maria nach 15 Monaten in Stuttgart ihr Comeback geben würde, würde das weltweit für Aufsehen sorgen und das Turnier in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit rücken.“

Ob Scharapowa im nächsten Jahr tatsächlich bei dem traditionsreichen Turnier in der Landeshauptstadt aufschlagen wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Der ausschlaggebende Faktor ist dem Vernehmen nach das Geschäftsverhältnis, das die Russin mit Porsche pflegt. Seit einigen Jahren ist sie als Markenbotschafterin des Zuffenhausener Autobauers weltweit aktiv. Porsche, Titelsponsor und Veranstalter des Stuttgarter Turniers, hielt den geschäftlichen Kontakt mit Scharapowa auch nach ihrer Verurteilung wegen der Einnahme verbotener Substanzen aufrecht. „Wir waren und sind mit ihr in engem Kontakt und haben, wie wir immer betont haben, unsere gemeinsamen Aktivitäten in den vergangenen Monaten nur ruhen lassen, bis das abschließende Urteil vorliegt“, sagte Viktoria Wohlrapp, Porsches Leiterin für Sportkommunikation. „Es wurden keine Verträge gekündigt.“

Zugpferd und Publikumsliebling

Die Aussicht auf Scharapowas Auftritt in dem eigenen Turnier betrachtet wird in dem Unternehmen durchweg positiv betrachtet. „Wir würden uns sehr freuen, wenn Maria in Stuttgart spielt, allerdings ist es im Moment zu früh zu sagen, ob es tatsächlich klappt“, so erläuterte Wohlrapp. „Wir haben auch noch keine offizielle Anfrage von ihr, das Turnier zu spielen.“

Maria Scharapowa war in den vergangenen Jahren das Zugpferd und der große Publikumsliebling in der Porsche-Arena. Sie gewann das mit knapp 700 000 Dollar dotierte Turnier zwischen 2012 und 2014 dreimal nacheinander. In den zwei vergangenen Jahren triumphierte Angelique Kerber in Stuttgart – und eroberte die Herzen des Publikums.

Die alte gegen die neue Königin der Tenniswelt, dieses Duell würde dem Grand Prix im nächsten Jahr auch in sportlicher Hinsicht die besondere Note geben. „Ein Endspiel Angelique Kerber gegen Maria Scharapowa wäre auf jeden Fall ein Traumfinale“, sagte der Turnierdirektor Günthardt. „Ganz egal, wie es ausgeht.“

Es hängt auch davon ab, in welcher Form sich Scharapowa nach der langen Spielpause präsentiert. Die traditionell fachkundigen Zuschauer in der Stuttgarter Arena würde die erste Kostprobe in jedem Fall zu schätzen wissen.

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14.10.2016, 06:00 Uhr

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