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Festtag für Ferstl
Neuer Überflieger? Josef Ferstl hat mit seiner mitreißenden Fahrt in Santa Caterina auf jeden Fall das Ticket für die WM-Teilnahme in St. Moritz gelöst. Foto: Eibner
Ski Alpin

Festtag für Ferstl

Beim Super-G von Santa Caterina rast der Rennläufer aus Hammer auf den überragenden fünften Platz. Es ist das bislang beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere.

28.12.2016
  • DPA/SID

Santa Caterina. Persönlicher Triumph ein Jahr nach dem Kreuzbandriss: Josef Ferstl lag im Schnee, er keuchte, er war fix und fertig – aber er war auch überglücklich. Am 27. Dezember 2015 hatte er sich im italienischen Santa Caterina einen Kreuzbandriss zugezogen, auf den Tag genau ein Jahr später gelang ihm an gleicher Stelle ein echter Coup: Rang fünf im Super-G, bestes Ergebnis der Karriere, Ticket für die Weltmeisterschaft im Februar in St. Moritz in der Schweiz gelöst – was für ein Comeback!

„Ich bin ziemlich happy“, sagte Ferstl, dabei hätte er das Rennen seines Lebens wegen eines Magen-Darm-Virus fast sausen lassen. „Ich hatte bescheidene Weihnachten, bin am 24. ziemlich gelegen. Ich habe mir schon überlegt, ob ich hier überhaupt herfahren soll“, berichtete er. Er fuhr her, er fuhr runter – und lag nach seiner beherzten Fahrt im Zielraum erst mal im Schnee. „Ich war leer, wirklich leer, aber kämpfen lohnt sich.“

Schneller als Ferstl, der den fünften Rang zeitgleich mit Max Franz aus Österreich (+1,24 Sekunden) belegte, waren Kjetil Janrsrud (Norwegen), Hannes Reichelt (Österreich/+0,60), Dominik Paris (Italien/+0,65) und Aleksander Aamodt Kilde (Norwegen/+0,99). Andreas Sander (Ennepetal), Neunter und Fünfter in den beiden bisherigen Super-G-Rennen des WM-Winters, belegte den immer noch guten 16. Rang. Thomas Dreßen (Gilching) fuhr auf einen beachtlichen 21. Rang – mit Startnummer 58!

Auf der anspruchsvollen Piste „Deborah Compagnoni“ war Ferstl, dessen Vater Sepp 1978 und 1979 jeweils Abfahrtssieger auf der legendären „Streif“ in Kitzbühel war, am 28. Dezember 2014 fast wie aus dem Nichts auf Rang sieben gefahren: der Durchbruch. Ein Jahr später stürzte er im Training schwer: der Rückschlag. Und nun, wieder ein Jahr später, plötzlich das beste Resultat der Karriere: der vorläufige Höhepunkt.

Betonung auf vorläufig, denn: „Wir wollen jetzt noch weiter nach vorne, wir wollen unter die ersten drei“, betonte er. Keine Frage: Die jahrelang so schwer gebeutelten deutschen Abfahrer haben Blut geleckt – ein fünfter Rang ist plötzlich nicht mehr gut genug.

Für die Abfahrt am heutigen Mittwoch rechnet sich Ferstl eher wenig aus. „Das Abfahrtstraining war schon ein bisschen komisch“, sagte er zu seinen ersten Eindrücken auf der Piste ein Jahr nach dem schweren Sturz. Diesen und die schwere Verletzung aber hat er erstaunlich schnell überwunden – die Einstellung stimmt.

„In den Super-G“, sagte Ferstl, „war es heuer so eng – da muss man voll angreifen. Ohne Angriff gewinnst du gar nichts.“ In der Abfahrt am Mittwoch wird er wieder angreifen – „und dann schau‘n mer mal, was dabei rauskommt“. sid

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28.12.2016, 06:00 Uhr

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