Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Feuer in der Mössinger Paulinenstraße: Nachbar holt Bewohner aus dem Haus
Das Haus in der Mössinger Paulinenstraße ist derzeit nicht mehr bewohnbar. Bild: Franke
Brandursache noch unklar

Feuer in der Mössinger Paulinenstraße: Nachbar holt Bewohner aus dem Haus

Am Mittwochmorgen brannte es in einem Wohnhaus in der Mössinger Paulinenstraße. Ein Bewohner kam mit Verdacht auf Rauchgasinhalation in die Klinik.

02.11.2016
  • Gabi Schweizer

Fenster geborsten, die Fassade rußgeschwärzt: Dass der Schaden groß wäre, ließ sich schon gestern Morgen ahnen, als noch keine Zahl bekannt und die Feuerwehr gerade dabei war, ihre Schläuche wieder einzurollen.

Um sieben Uhr waren sie zu einem Wohnhaus in der Mössinger Paulinenstraße gerufen worden. Aus der Küche im Erdgeschoss seien die Flammen geschlagen, erzählte Feuerwehr-Pressesprecher Patrick Flammer, und aus dem ganzen Gebäude sei dichter Rauch gedrungen. Der Bewohner, ein älterer Mann, wurde zu dem Zeitpunkt bereits vom Rettungsdienst versorgt. Ein Nachbar habe ihm aus dem Haus geholfen und ihm „vermutlich das Leben gerettet“. Weil die Ersthelfer befürchteten, der ältere Herr könne Rauchgas eingeatmet haben, kam er ins Krankenhaus. Wie sich herausstellte, hat er eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten.

Nicht seinetwegen, sondern wegen des zweiten Bewohners war bei der Feuerwehr der Ruf mit Stichwort „Person in Not“ eingegangen. Der zweite Mann bewohnt das Obergeschoss. Ob er das Haus bereits verlassen hatte, war zunächst völlig unklar. „Die Feuerwehr hat das komplette Gebäude abgesucht“, berichtete Flammer. Zum Glück vergebens – der Mann war nicht daheim.

Für die Atemschutztrupps der Feuerwehr habe keine akute Gefahr bestanden. Aber natürlich gebe es ein generelles Risiko, wenn man ein brennendes Haus betreten müsse, sagte Flammer.

Die Wehr war mit 37 Leuten und sechs Fahrzeugen im Einsatz. Beteiligt waren die Abteilungen Mitte und Belsen: Jene wird stets dazugerufen, wenn ein Mensch in Gefahr ist. Während die Atemschutztrupps nach dem zweiten Bewohner suchten, bereiteten sich ihre Kollegen draußen aufs Löschen vor. Sie konnten verhindern, dass der Brand aufs erste Obergeschoss überschlug. Mit einem Hochdrucklüfter rückte sie dem Rauch zu Leibe und suchten das Gebäude mit einer Wärmebildkamera auf Glutnester ab.

Die Polizei schätzt den Sachschaden auf 100000 Euro. Die Erdgeschosswohnung ist vorerst nicht bewohnbar, der 88-Jährige kommt bei Angehörigen unter. Der Bewohner des Obergeschosses hatte Glück im Unglück: Seine Wohnung muss laut Polizei nur gelüftet werden.

Was das Feuer auslöste, ist derzeit noch unklar. Kriminaltechniker untersuchten die fast vollständig ausgebrannte Küche, wo der Brand entstanden ist. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor.Gabi Schweizer

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

02.11.2016, 10:39 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball