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Tumultartige Auseinandersetzung unter Flüchtlingen

Großeinsatz der Polizei am Samstagabend in Rottenburger Asylbewerberunterkunft

Zu einer größeren Auseinandersetzung zwischen etwa 50 Bewohnern kam es am Samstagabend in einer Rottenburger Flüchtlingsunterkunft. Zwei Menschen wurden verletzt. Die Polizei war mit vielen Einsatzkräften vor Ort.

10.03.2018
  • hz

Ein Großaufgebot der Polizei rückte am Samstagabend zwischen 21 und 22 Uhr bei einer Asylbewerberunterkunft in der Tübinger Straße an. Von dort war um 20.36 Uhr ein Notruf wegen einer größeren Auseinandersetzung unter den Bewohnern eingegangen. Ein Streit zwischen zwei Asylbewerbern hatte sich auf das gesamte Gebäude ausgeweitet. Laut Polizei waren überwiegend Personen nordafrikanischer Herkunft in die Schlägerei verwickelt, bei der auch mit Gegenständen wie Flaschen aufeinander eingeschlagen und geworfen wurde.

Zunächst rückte die Polizei mit vier Streifenwagen in der Tübinger Straße an. Als die Polizisten einen Hauptaggressor festnahmen, richteten sich die Feindseligkeiten der Streitenden gegen die Beamten, die offenbar massiv angegangen wurden.

Um die Situation unter Kontrolle bringen zu können, wurden Einsatzkräfte aus dem gesamten Präsidiumsgebiet in Rottenburg zusammengezogen: In der Spitze waren 40 Polizeibeamte mit 20 Streifenwagen vor Ort, dazu Notarzt und mehrere Einsatzfahrzeuge des Rettungsdienstes. Auch ein Polizeihubschrauber, der zufällig gerade in der Nähe war, kreiste zeitweise über der Stadt, um möglicherweise flüchtende Personen zu finden. Wie sich herausstellte, waren aber noch alle am Streit Beteiligten im Gebäude.

Ein Bewohner der Unterkunft wurde während des Einsatzes von einem Polizeihund gebissen. Außerdem setzte die Polizei Pfefferspray ein. Insgesamt wurden zwei Personen leicht verletzt.

Gegen 22 Uhr war aus dem Innern des Gebäudes noch immer lautstarke Streiterei zu hören. Während viele Bewohner, vor allem Frauen, vor dem Haus auf der Straße standen, gingen kurz nach 22 Uhr einige Polizeibeamte nochmals ins Gebäude, um dort für Ruhe zu sorgen. Mit der Festnahme zweier weiterer Unruhestifter gelang es der Polizei, die Lage zu befrieden. Um 22.15 Uhr war der Einsatz schließlich beendet.

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10.03.2018, 22:27 Uhr

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