Feuerwehr

Mühringen: Brand in der Oberdorfstraße, zwei Verletzte

In Mühringen brannte am Donnerstagmorgen ein Haus. Vater und Kind wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Den Schaden schätzt die Polizei auf 250 000 Euro.

18.04.2024

Von Marike Schneck

Der Feuerwehreinsatz beim Brand in der Mühringer Oberdorfstraße. Bild: Marike Schneck

Der Feuerwehreinsatz beim Brand in der Mühringer Oberdorfstraße. Bild: Marike Schneck

Ist das Kind in Sicherheit? Das war die wichtigste Frage am Donnerstagmorgen in der Mühringer Oberdorfstraße. Erleichterung bei den Nachbarn und Einsatzkräften: Der Vater hatte das Kind aus dem brennenden Haus und in Sicherheit gebracht. Beide wurden vom Rettungsdienst mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Wie es Vater und Kind geht, war bis Redaktionsschluss nicht zu erfahren.

Im Erdgeschoss eines kleinen Einfamilienhauses in dem engen Sträßle am Ortseingang von Mühringen war am Morgen ein Feuer ausgebrochen. Der Notruf ging um 7.53 Uhr ein; da sei noch von einem Zimmerbrand / Küchenbrand die Rede gewesen, berichtet Feuerwehrpressesprecher Jan Straub. Als die ersten Einsatzkräfte aus Mühringen, Ahldorf und der Kernstadt eintrafen, hatte sich der jedoch zu einem veritablen Gebäudebrand entwickelt. Das Feuer griff bereits auf das Obergeschoss über.

Weitere Feuerwehrleute aus Dettensee und Mühlen rückten aus, außerdem der Gerätewagen Atemschutz aus Freudenstadt und die Führungsgruppe Horb/Eutingen/Empfingen.

Zuvor hatten die Einsatzkräfte bereits versucht, ins Gebäudeinnere vorzudringen, um das Feuer zu löschen, waren jedoch an der Thermik gescheitert. „Es war einfach zu heiß.“ So wurde der Brand (auch dank der vielen Fenster) von außen eingedämmt, ehe die Atemschutzträger ein weiteres Mal, und diesmal erfolgreich, zum Innenangriff übergingen.

Die größte Herausforderung für die Einsatzkräfte war die Lage des brennenden Gebäudes. „Die sehr enge Zufahrt und die Hanglage“, so Straub, „außerdem die generell engen Verhältnisse in Mühringen.“ Die Ortsdurchfahrt war während des Einsatzes komplett gesperrt. Polizistinnen und Polizisten des Horber Reviers schickten all jene, die es trotzdem versuchten (vor allem aus Richtung Autobahn und Nordstetten) stante pede wieder zurück. Die Einsatzkräfte der Rettungsdienste verfolgten die Arbeiten, immer bereit, im Notfall beizuspringen.

Obwohl der Brand so massiv um sich gegriffen hatte, gelang es den Feuerwehrleuten, den Dachstuhl des Gebäudes zu halten, so Straub. Gegen 9.30 Uhr konnten die ersten der 70 Feuerwehrleute schon wieder abrücken. Der Brand war gelöscht, kleinere Nachlöscharbeiten waren natürlich auch hernach noch nötig. Die Ermittler vom Bezirksdienst des Horber Polizeireviers nahmen die Ermittlungen auf. Die Atemschutzträger durften in Ruhe verschnaufen, der Rest räumte auf und das Gerät wieder ein.

Die Brandursache ist noch unklar. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 250 000 Euro.

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Erstellt:
18.04.2024, 09:26 Uhr
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zuletzt aktualisiert: 18.04.2024, 09:26 Uhr

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