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Sulz/Vöhringen · Tourismus

Hotel mit 108 Zimmern im „InPark“

Die „Kartal Group“ möchte im IKG eine Anlage samt zwei Restaurants, Fitness- und Wellnesszentrum sowie einer Bäckerei bauen. Bis Ende 2021 sollen dadurch über 60 Arbeitsplätze entstehen.

20.11.2019

Von Cristina Priotto

Ambitionierte Pläne haben die Planer, Investoren und Betreiber des neuen Hotels im „InPark A81“ (von links): Architekt Joachim Wolfrum, Berthold Gulden vom Planungsbüro Gulden, Oskar Haak (Betreiber „Clever Fit“) sowie Eveline und Ahmet Kartal. Bild: Cristina Priotto

Das mit Abstand größte Bauvorhaben im Interkommunalen Gewerbegebiet (IKG) „InPark A81“ Sulz-Vöhringen soll ein Hotel auf dem 7600 Quadratmeter großen Grundstück zwischen den beiden Kreisverkehren werden.

Wie Eveline und Ahmet Kartal von der „Kartal Group of Companies“ am gestrigen Dienstagnachmittag bei einem Pressegespräch im Sulzer Rathaus erklärten, soll das Economy-Drei-Sterne-Plus-Anwesen über vier Stockwerke verfügen. Im Erdgeschoss sind auf 630 Quadratmetern Fläche zwei Restaurants, zwei Bankett- und ein Multifunktionsraum sowie ein Business-Center vorgesehen. Darüber sollen auf drei Etagen insgesamt 108 Hotelzimmer mit überwiegend 25 Quadratmetern Fläche entstehen. Im ersten und zweiten Stock sehen die Planungen jeweils 45 Zimmer vor, im Obergeschoss werden 13 Familienzimmer und fünf Business-Suiten gebaut. Die Zimmer in südlicher Ausrichtung verfügen über einen Balkon.

Bürgermeister Gerd Hieber sagte: „Wir sind sehr froh über dieses Projekt, denn die Gewerbebetriebe benötigen ein Hotel. Daher habe der IKG-Zweckverband Wert darauf gelegt, von Anfang an im Eingangsbereich zum „InPark“ eine Fläche für einen Beherbergungsbetrieb auszuweisen. „Das wird ein Meilenstein für die weitere Entwicklung des IKGs“, zeigte sich Hieber zuversichtlich.

Die „Kartal Group“ hat bei der Stadt Sulz den Bauantrag gestellt, der sich in der Genehmigungsphase befindet. In der Sitzung des Zweckverbands am 3. Dezember ist das Hotel ebenfalls Thema.

Berthold Gulden, Geschäftsführer des gleichnamigen Planungsbüros, verspricht sich vom zusätzlichen Angebot eines auch separat von externen Gästen nutzbaren Fitness- und Wellnessbereichs nicht nur ein Projekt für die Industrie, „auch die Region und der Standort sollen profitieren und Touristen anlocken“. Primär soll das Businesshotel Geschäftsleute beherbergen. Zusammenlegbare Zimmer im dritten Stock eignen sich aber auch für Familien.

Im Erdgeschoss sind zwei voneinander getrennte gastronomische Betriebe vorgesehen: Ein Steak- und Burgerhouse, das Eveline und Ahmet Kartal, in der Region durch den Vöhringer „Autohof 24“ bekannt, zunächst selbst betreiben wollen. Des Weiteren soll ein Spezialitätenrestaurant hinzukommen. Ein Bäcker aus der Region soll in dem Hotel eine Bäckerei mit Terrasse betreiben.

2000 Quadratmeter Fitness

Sehr groß dimensioniert wird der Fitness- und Wellnessbereich mit insgesamt 2000 Quadratmetern, davon 1650 Quadratmetern für eine „Clever Fit“-Filiale und 250 Quadratmetern Saunabereich. Betreiber Oskar Haak gehört bereits ein solches Studio in Balingen. Haak verspricht moderne Fitnessgeräte und betreutes Training von 6 bis 24 Uhr. Die Hotelgäste können die Einrichtungen in Sulz und Balingen uneingeschränkt nutzen, mit Tageskarten ist der Besuch des Fitness- und Wellnessbereichs auch externen Gästen möglich.

Mit mehr als 100 Parkplätzen, die übrigens alle auf dem Grundstück entstehen, soll es genügend Autoabstellmöglichkeiten geben.

Erfahrungen im Hotelleriebetrieb haben Eveline und Ahmet Kartal bereits in Riedheilm-Weilheim mit einem 19-Zimmer-Hotel.

Das Hotel, die Restaurants und die Bäckerei werden ungefähr 50 Menschen einen Arbeitsplatz bieten, hinzu kommen neun feste Kräfte und Aushilfen im Fitness- und Wellnessbereich. Kartal hofft, die Mitarbeiter in der Region zu finden und will auch ausbilden.

IKG-Wirtschaftsförderer Frank Börnard ist sicher, dass das Hotel im „InPark“ sehr stark nachgefragt wird. „Jeden Tag fahren 57000 Autos auf der Autobahn vorbei‘“, rechnete Börnard vor.

Der Baubeginn ist im Spätfrühjahr 2020 vorgesehen, bis Ende 2021 soll der Komplex fertig sein. Die Investitionssumme wollten Kartals nicht nennen, es werden aber etliche Millionen Euro sein.

Da der Bauverkehr über zwei Zufahrten möglich ist, rechnen die Planer für die ansässigen Betriebe mit verträglichen Belastungen.

Anfangs wollen Eveline und Ahmet Kartal das Hotel selbst betreiben. Denkbar wäre aber auch der Anschluss an eine Kette. Die Bezeichnung „InPark“ soll sich im Namen wiederfinden.

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Erstellt:
20. November 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
20. November 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. November 2019, 01:00 Uhr

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