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Jugendliche hatten Unfall nur vorgetäuscht
Symbolbild: Metz
Missglückte Spritztour mit Mamas Touareg

Jugendliche hatten Unfall nur vorgetäuscht

Sechs Jugendliche lösten in Hirschau mit ihrer erfundener Geschichte einen größeren Polizeieinsatz aus.

05.11.2016
  • hz

Über den Notruf wurde der Polizei am Samstagmorgen um 3.19 Uhr mitgeteilt, dass am Hirschauer Kirchplatz ein 14-jähriger Jugendlicher von einem dunklen Kleinwagen angefahren und verletzt worden sei. Der Autofahrer sei indes Richtung Rottenburg geflüchtet.

Sofort leitete die Polizei eine umfangreiche Fahndung mit mehreren Streifenwagen ein. An der angeblichen Unfallstelle trafen die Polizisten sechs Jugendliche an, darunter auch einen 14-Jährigen, der tatsächlich eine Verletzung am Fuß hatte. Der Junge wurde vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht. Im Rahmen der Ermittlungen kam dann allerdings ein völlig anderer Verlauf der Dinge ans Licht.

Ein 15-Jähriger hatte sich ohne Wissen seiner Mutter deren VW Touareg ausgeliehen. Nachdem er zusammen mit seinen Kumpels ein Schnellrestaurant in Tübingen aufgesucht hatte, geriet er auf der Rückfahrt in der Kingersheimer Straße in Hirschau mit den rechten Rädern gegen den Bordstein und beschädigte diese. Deshalb stieg der 14-Jährige aus und wollte den Schaden begutachten. Gleichzeitig fuhr aber der 15-Jährige wieder los und streifte den Jüngeren mit der beschädigten Felge am Fuß. Anschließend stellten die Jugendlichen den Touareg in der Nähe ab und dachten sich zur Erklärung der Verletzung die Geschichte mit dem schwarzen Kleinwagen aus.

Der 15-Jährige muss sich wegen einer Reihe von Straftaten verantworten: von Fahren ohne Fahrerlaubnis über unbefugte Ingebrauchnahme eines Fahrzeuges bis zum Vortäuschen einer Straftat. Die Regelung des entstandenen Schadens am Touareg in Höhe von 1000 Euro muss der Sohn mit seiner Mutter klären. Die Polizei ermittelt indes weiter, inwieweit sich auch die anderen Jugendlichen strafbar gemacht haben.

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05.11.2016, 12:25 Uhr

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