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Hochzeitsmesse

Kanada, Kamera-Drohnen, Campingplätze

Zur 13. Hochzeitsausstellung „Du & Ich“ kamen gestern rund 1500 Besucher ins Sparkassen Carré. Auch wenn die klassische Hochzeit nach wie vor hoch im Kurs steht, lassen sich einige neue Trends ausmachen.

15.01.2017

Von Fabian Renz

Hochzeitsmesse im Sparkassen-Carré Tübingen

Hochzeitsmesse am 15. Januar 2017 im Sparkassen-Carré Tübingen

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Ringauswahlhilfe bei der Hochzeitsmesse in Tübingen. Bild: Franke
Ein weiteres wichtiges Utensil ist der Hochzeitsstrauß. Bild: Franke
Danny Karaoke. Bild: Franke
Keine gelungene Hochzeitsfeier ohne gutes Catering. Bild: Franke
Schon mal ein Probefoto anfertigen. Bild: Franke
Schmuckstücke aus fairgehandelten Rohstoffen.
Bild: Franke
Brautfashion Faiß. Bild: Franke
Juwelier Maier aus Mössingen hilft bei der Ringauswahl. Bild: Franke
Mary Kay. Bild: Franke
Alb Stadl aus Engstingen. Bild: Franke
Alb Stadl aus Engstingen. Bild: Franke
Dreger. Bild: Franke
Chapeau, Feuer Varieté. Bild: Franke
Hollywood Bride mit Remy Buschbacher. Bild: Franke
Musik mit 4 more friends. Bild: Franke

Goldene Ringe oder silberne? Ein Brautkleid ganz in Weiß oder doch in Rosé? Band oder DJ? Bei der 13. Hochzeitsmesse „Du & Ich“ im Sparkassen Carré konnten Verlobte Antworten auf ihre vielen Fragen rund um die Hochzeit finden. „Die Resonanz ist nach wie vor groß“, befand Organisator Frank Pfister. Und konnte einen neuen Trend ausmachen: „Das Publikum wird immer jünger.“ Er habe mit mehreren angehenden Bräuten und Bräutigamen gesprochen, die gerade Anfang 20 sind. Wie im letzten Jahr kamen insgesamt rund 1500 Interessierte.

Beim Rundgang über die Messe und den Gesprächen mit den Ausstellern ließen sich noch weitere Trends ausmachen. Etwa bei der Hochzeitreise. „Kanada ist komischerweise total angesagt“, sagte Dimitra Karageorgaki vom Reisebüro sonnenklar.tv in Reutlingen. „Und Island.“ Nach der anstrengenden Hochzeitsprozedur sehnen sich viele Paare offensichtlich nach Ruhe und Abgeschiedenheit.

Bei der Dokumentation der Hochzeit bahnt sich eine neue Ergänzung zum obligatorischen Fotografen an. Der Filmer Bernd Blum aus Villingen stellte auf der Messe sein Konzept „Same-Day-Edit“ vor. Dabei werden am Hochzeitstag Braut und Bräutigam ab dem frühen Morgen von Kameraleuten begleitet, auch die Trauung wird festgehalten. Noch auf der Hochzeitsfeier wird am Abend ein geschnittenes, zehnminütiges Video gezeigt. „Da fließt dann die eine oder andere Träne“, berichtete Blum. Selbst Kamera-Drohnen kommen zum Einsatz und filmen etwa die Kirche von oben.

Auch die Juweliere von Theo Maier in Mössingen konnten einen Trend ausmachen. „Die Brautpaare wollen kaum noch Ringe mit einem großen Brillanten, sondern eher verspielte Ringe mit vielen kleinen Steinen“, sagte Geschäftsführer Simon Maier. Wobei solche Entscheidungen meist die Bräute träfen, die Bräutigame legten darauf keinen so großen Wert. „Die Männer sagen: Meiner Verlobten muss der Ring gefallen, das ist die Hauptsache.“

Ähnlich war es auch bei Eva und Elja Spielvogel. Das Tübinger Paar hat bereits im vergangenen Jahr standesamtlich geheiratet, in diesem Frühjahr steht die kirchliche Trauung an. „Uns fehlen nur noch die Ringe“, sagte Eva Spielvogel. „Ich möchte auf jeden Fall irgendetwas Goldenes.“ Auf der Messe sei sie auch fündig geworden, erzählte die 29-jährige Lehrerin. „Ich habe zum ersten Mal einen Ring gesehen, der perfekt aussieht.“

Dass den Männern durchaus nicht alles egal ist, machten die Schilderungen von Maria Rosa Goller aus Reutlingen-Altenburg deutlich. Sie bietet für Verlobte vor der Hochzeit das volle Beauty-Paket: Haare, Make-up, Gesichtsbehandlung, Maniküre, Pediküre – und dauerhafte Haarentfernung. Und ja, da kämen auch einige Männer, sagte Goller. „Die lassen sich zum Beispiel die Haare unter den Achseln oder auf der Brust entfernen.“ Aber auch Maniküren und Gesichtsbehandlungen würden häufig gewünscht. „Auch die Bräutigame wollen bei der Hochzeit ja gut aussehen.“

Bei all den Trends zeigt sich aber auch: Eine klassische Hochzeit mit traumhafter Location, weißem Kleid und weißen Tischdecken ist nach wie vor der Normalfall – wenn auch mit eigenen Akzenten. Eva und Elja Spielvogel etwa feiern nach der Trauung in einer Scheune auf einem Campingplatz. Und die Gäste übernachten in alten Zirkuswägen.

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Erstellt:
15. Januar 2017, 20:00 Uhr
Aktualisiert:
15. Januar 2017, 20:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Januar 2017, 20:00 Uhr

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