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Koloss vor seiner Entstehung
Das Fundament für den Funkmast beim Eutinger Tennisgelände ist bereits fertigstellt. In den nächsten Wochen soll der 35 Meter hohe Mast aufgerichtet werden, so dass in absehbarer Zeit mit einem besseren Mobilfunkzugang zu rechnen ist. Bild: Feinler
Telekommunikation

Koloss vor seiner Entstehung

35 Meter hoch wird der Funkmast, der beim Eutinger Tennisplatz gebaut wird. Hoffnung macht das Bürgern in der Markt- und Stauffenbergstraße.

04.11.2016
  • Alexandra Feinler

Lange Gesichter machen bisher etliche Eutinger, die in der Markt- und Stauffenbergstraße wohnen. Denn trotz Internetaufrüstung in der Gemeinde mussten sie beim bisherigen Anbieter bleiben. Dieser versprach zwar eine Tausender-Leitung, wovon viele jedoch gerade einmal 300 Kilobyte pro Sekunde im Download nutzen konnten.

Auch das Mobilfunksignal ist rund um den Eutinger Kirchturm recht schwach. Das soll sich in den kommenden Wochen ändern, denn „Deutscher Funkturm“, eine Tochter der Telekom, lässt gerade einen 35 Meter hohen Mast beim Eutinger Tennisgelände errichten.

Nach Angaben von Hubertus Kischkewitz von der Telekom wird dort die modernste Datenübertragung installiert. Mit LTE 800 und 1800 soll das mobile Internetsignal und mit GSM der Mobilfunksignal verbessert werden. „Wir reden nicht von Reichweite. Sie müssen sich das wie Bienenwaben vorstellen. Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, will ich nicht, dass mein Signal abbricht. Wir stellen sozusagen diese kleine Waben her“, erklärt der Unternehmenssprecher.

Seit rund einem Jahr befasse sich die Telekom mit der Realisierung des Mastes, der anfangs in der Nähe des Sportgeländes geplant gewesen sei. Dort war jedoch die Abdeckung nach Angaben der Gemeinde Eutingen
nicht komplett gewährleistet, weshalb Alternativvorschläge folgten. „Ein aufwendiger Prozess“, beschreibt Hubertus Kischkewitz das Verfahren.

Beim Eutinger Tennisgelände wurde ein passender Standort gefunden, der jedoch überprüft werden musste. Denn auf der angefüllten Fläche befand sich früher die Eutinger Sandgrube, in der alles entsorgt wurde, was an nicht recyclebaren Stoffen anfiel. Mit der Gewinnung eines Platzes für den Funkmast wurde das Bauvorhaben mit der Einreichung einer Baugenehmigung konkretisiert.

Der Naturschutzfonds legte hier sein Veto ein und schlug laut Wolfram Fischer, Bauamtsleiter der Gemeinde Eutingen, eine andere Fläche vor. „Dort konnte er aber nicht hin, weil das ein aufgefüllter Bereich ist“, beschreibt Fischer die Tonnenlast und das daher nötige Fundament.

35 Meter hoch müsste der Mast sein, da er Sichtbezug zum Horber Mast haben müsste. Deshalb blieb die Planung erhalten, die seit Oktober baulich umgesetzt wird. Bis Mitte November soll der Koloss, so der Plan, stehen, wenn das Wetter wie bisher mitmacht.

Für einige Gäu-Bewohner könnte damit die langersehnte Verbesserung eintreten, die auch das Eutinger Rathaus, das in der Marktstraße liegt, betreffen würde. „Wir haben zwar ein stabiles Internet, aber die Geschwindigkeit lässt zu wünschen übrig“, erklärt Wolfram Fischer.

Glücklich seien die Eutinger, die bereits vor einigen Jahren zu Kabel-BW wechseln konnten. Laut Fischer hätten die meisten Eutinger die Möglichkeit zu wechseln – ausgenommen ist indes bisher das Gebiet Markt- und Stauffenbergstraße.

Göttelfingen stehe noch besser da als Eutingen, denn zu 90 Prozent könne das Kabel-BW-Angebot, das inzwischen an das Unternehmen Unitymedia übergegangen ist, dort offeriert werden. Einzig der alte Ortskern hätte laut Fischer noch die Standard Telefonleitung. In Rohrdorf decke Unitymedia vor allem den westlichen Teil des Ortes ab. Der Osten habe seit März des Jahres schnelles Internet über eine neue Glasfaserleitung (wir berichteten).

Relativ gut sei auch Weitingen angeschlossen, wobei sich dort im Bereich Rohrdorfer Straße und in anderen Ortsteilen weiße Flecken finden würden. „Wir sind aber dran“, nahm Fischer Bezug auf die Zusammenarbeit mit dem Landkreis zum Thema „schnelles Internet“. Der Funkmast, von dem vor allem Eutingen, Rohrdorf und Göttelfingen profitieren sollen, sei ein Schritt in die Richtung „Eutingen im Gäu 2.0“. Konkrete Kosten zur Erstellung des Masts möchte Hubertus Kischkewitz nicht nennen: „Es handelt sich um einen niedrigeren bis mittleren sechsstelligen Betrag.“

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04.11.2016, 01:00 Uhr

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