Die Kommissare Freddy Schenk (Dietmar Bär) und Max Ballauf (Klaus J. Behrendt links) im Einsatz. Foto: Martin Valentin Menke




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17.09.2021

Von Martin Weber

Bei Freddy Schenk ist der Bart ab, Max Ballauf wundert sich, und der eher gemächliche, um nicht zu sagen stinkfaule Norbert Jütte schaltet den Turbo ein: Der neue „Tatort“ aus Köln hält so manche Überraschung parat – und das gilt wahrlich nicht nur für die dreiköpfige Stammbesetzung im Kommissariat.

Auch handlungstechnisch muss sich der Zuschauer bei diesem spannenden und für Kölner Verhältnisse ungewöhnlich actionhaltigen Sonntagskrimi auf eine faustdicke Überraschung einstellen. Wer ganz genau aufpasst, erahnt vielleicht schon vorher, auf was das alles hinausläuft. Alle anderen dürften sich nach dem sehenswerten und ziemlich tragischen Fall „Tatort: Der Reiz des Bösen“ (Sonntag, 20.15 Uhr, ARD) verwundert die Augen reiben.

Kommissar Ballauf (Klaus J. Behrendt) ist mal wieder als Erster am Tatort, sein Kollege Schenk (Dietmar Bär) fährt kurz darauf im knallroten Ferrari-Cabrio vor. Die beiden Freunde müssen den brutalen Mord an einer Krankenschwester untersuchen, die auf einem Parkdeck erstochen wurde. Der Täter hat die Augen der Leiche mit einem Ledergürtel verbunden, was die Kommissare verwundert und ihren Assistenten Norbert Jütte (Roland Riebeling) in helle Aufregung versetzt. Ausgerechnet jenen Jütte, dessen Wappentier die Schnecke ist, wie Freddy Schenk boshaft anmerkt.

Jütte also hat plötzlich Blutdruck und verkrümelt sich erst mal zitternd aufs Dach des Polizeipräsidiums. Der Grund: Vor ein paar Jahren hatte er schon einmal mit einem weiblichen Mordopfer zu tun, auf dem ein Gürtel drapiert worden war.

Dieser Fall nahm den Beamten, damals noch in Diensten der Wuppertaler Kripo und wegen seines unermüdlichen Einsatzwillens als „Turbo-Jütte“ bekannt, dermaßen mit, dass er den Dienst bei der Sitte quittierte und sich auf den ruhigen Schreibtischposten in Köln versetzen ließ. Nach einer kurzen Schwächephase schaltet Jütte den alten Turbo ein und wirft sich mit Feuereifer in die Ermittlungen.

Weil das Mordopfer ein Verhältnis mit dem Ex-Sträfling Tarek Elvan (Sahin Erylmaz) hatte, gerät dieser zunächst ins Visier der Ermittler. Tatsächlich spricht alles gegen den bulligen und unbeherrschten Vollbartträger, dessen Alibi platzt. Die Ermordete hatte Elvan kennengelernt, als der noch im Gefängnis saß, und zog nach seiner Freilassung mit ihm zusammen. Genau wie der finstere Ex-Sträfling Bastian Sommer (Torben Liebrecht) und die alleinerziehende Mutter Ines (Picco von Grote) – eine Liaison, die für diesen „Tatort“ von entscheidender Bedeutung ist.

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Erstellt:
17. September 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
17. September 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. September 2021, 06:00 Uhr

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