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Sulz · Schulen

Mangel macht sich bemerkbar

Die Lehrerversorgung am Albeck-Gymnasium ist gut. In den Fächern Kunst und Religion mussten aber Stunden gekürzt werden. An der Lina-Hähnle-Realschule fehlt ein volles Deputat. Dies führt zu Abstrichen bei den AGs und Förderstunden.

17.09.2019

Von Cristina Priotto

Die neuen Lehrkräfte am Albeck-Gymnasium (von links): Ilka Böhn, Isabel Rühl, Hannah Bergen, Maike Rösch, Katia-Maria Günther und Klaus Schuldt haben zum Schuljahr 2019/20 begonnen. Privatbild

Die beiden größten weiterführenden Schulen in Sulz, das Albeck-Gymnasium und die Lina-Hähnle-Realschule, sind zu Beginn des neuen Schuljahrs personell unterschiedlich gut aufgestellt.

Wie Oberstudiendirektorin Katharina Lucke vom Albeck-Gymnasium auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE mitteilt, ist die Einrichtung „glücklicherweise sehr gut versorgt“. Sowohl der Pflichtunterricht als auch ergänzende Angebote (Arbeitsgemeinschaften/AGs) können in vollem Umfang stattfinden. Allerdings verzeichnet auch die bezüglich der Schülerzahlen größte Sulzer weiterführende Schule laut der Schulleiterin „minimale Engpässe in den Fächern evangelische Religion und Bildende Kunst“.

Sogenannte „Quereinsteiger“, also Lehrkräfte, die kein Lehramtsstudium absolviert haben, sondern über andere berufliche Erfahrungen verfügen und sich weitergebildet haben, unterrichten am Albeck-Gymnasium nicht.

Dafür konnte Katharina Lucke sechs neue Junglehrer als Studienräte ins Beamtenverhältnis auf Probe vereidigen: Ilka Böhn, Isabel Rühl, Hannah Bergen, Maike Rösch, Katia-Maria Günther und Klaus Schuldt kamen neu hinzu.

Außerdem haben sich nach Auskunft der Oberstudiendirektorin zwei Kolleginnen aus anderen Regierungspräsidien ans Albeck-Gymnasium versetzen lassen: Uta Kipp und Karin Tatsch. Letztere arbeitet als Abteilungsleiterin und übernimmt damit die seit langem vakante Funktionsstelle als Studiendirektorin im Schulleitungsteam des Albeck-Gymnasiums. Annette Blaas wurde am 1. August zur Studiendirektorin als „Fachberaterin Musik“ am Regierungspräsidium Freiburg befördert.

Gymnasialkraft an Realschule

Anders präsentiert sich die Situation der Lehrerversorgung hingegen an der Lina-Hähnle-Realschule. Nach Auskunft von Schulleiter Jörg Springmann können zwar alle Pflichtstunden mit qualifizierten Lehrkräften abgedeckt werden. „Uns fehlt jedoch ein volles Lehrerdeputat“, bedauert der Rektor. Die Abstriche bilden sich laut Springmann bei den Arbeitsgemeinschaften und den Stunden zur individuellen Förderung ab.

Sogenannte „Quereinsteiger“ kommen an Realschulen bislang nicht zum Einsatz. Für die Fächer Deutsch und Geschichte wurde aber erstmals eine junge Lehrkraft mit gymnasialer Lehrbefähigung für Sulz gewonnen. „In guter Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt Donaueschingen betrachte ich die Lehrervesorgung der Lina-Hähnle-Realschule derzeit als vergleichsweise gelungen, wenn man den generellen Lehrkräftemangel im Land betrachtet“, ist Jörg Springmann aber grundsätzlich mit den der Lina-Hähnle-Realschule zugeteilten Lehrern zufrieden. Dass die freiwilligen, unterrichtsergänzenden Arbeitsgemeinschaften nicht im bisherigen Umfang angeboten werden können, bedauert der Realschulleiter allerdings. „Das beeinträchtigt das Schulleben im Veranstaltungsbereich natürlich erheblich. AGs sind hierbei der Motor des Ganzen“, betont Springmann, dessen Schule vor allem für Großkonzerte bekannt ist.

Die Lina-Hähnle-Realschule ist mit 512 Schülern, verteilt auf 20 Klassen, ins Schuljahr gestartet. Davon sind 90 Fünftklässler.

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Erstellt:
17. September 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
17. September 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. September 2019, 01:00 Uhr

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