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Kinder interviewen Stadtreinigungsmitarbeiter

Mit Begeisterung Müll in der Stadt gesammelt

Fünf Schüler der Außenstelle Ziegelhütte begleiteten den städtischen Handreiniger Wolfgang Holocher bei einer seiner täglichen Touren durch die Stadt, halfen kräftig mit und stellten ihm ein paar drängende Fragen.

12.11.2016
  • Dunja Bernhard

Im Unterricht hatten die Neun- und Zehnjährigen der Außenstelle Ziegelhütte, einer Schule des Diasporahauses Bietenhausen mit Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, das Thema Müll und Recycling durchgenommen und das Entsorgungszentrum Dußlingen besucht. Als sie danach mit Wolfgang Holocher, einem Mitarbeiter der Technischen Betriebe, unterwegs waren, bekamen die Kinder einen Einblick ins Berufsleben.

Mit einem Profi zusammen zu arbeiten, sei für die Schüler etwas Besonderes gewesen, erzählt Lehrerin Anna Zerweck-Diez. „Sie hatten das Gefühl, etwas Wichtiges zu tun.“ Von einer Bewohnerin des Altenheims bekamen die Kinder eine Schokolade geschenkt. Im Schänzle wurden sie von Leuten angesprochen. Sie sagten: „Wir finden toll, was ihr macht.“

Die Kinder seien mit Freude bei der Sache gewesen, sagt die Lehrerin. Sie hätten sich jedoch gewundert, wie viel Müll in der Stadt herum liegt. Die Wahrnehmung der Kinder für Müll habe sich verändert, sagt Klassenlehrer Martin Ritter. Auch die Mülltrennung im Klassenzimmer klappe besser. Er hofft, dass die Wirkung über den Unterrichtsblock hinaus anhält.

Als die Kinder mit Wolfgang Holocher unterwegs waren, hatten sie viele Fragen an den Mann von der Stadtreinigung. Wir drucken ihr Interview ab.

Kinder: Sie arbeiten bei den Technischen Betrieben. Wo sind die Technischen Betriebe Rottenburg?

Holocher: In der Siebenlindenstraße 19.

Die Arbeiter von der Stadtreinigung halten Straßen und Plätze in Rottenburg sauber. Schaffen sie das?

Normalerweise ja, wir arbeiten jeden Tag achteinhalb Stunden, auch samstags und sonntags. Im Winter - wenn es Schnee und Eis gibt - fangen wir schon um 5 Uhr an.

Wie viele Kollegen haben Sie?

Wir sind zwei Handreinigerund ein Kollege mit Fahrzeug. Bei Kombireinigung arbeiten Handreiniger mit Gebläse und Fahrer mit Kehrmaschine zusammen.

Wie viel Müll sammeln Sie an einem Tag mit der Handsammelkarre?

Heute sind es ein bis zwei Mülltonnen. Wenn es kalt ist oder regnet, ist es weniger Müll. Auch wenn Ferien sind. Im Sommer ist es mehr Müll. Die Leute hocken raus und „lassen alles fallen“.

Was machen Sie, wenn die Handsammelkarre voll ist?

Beim Schlachthof stellen wir die vollen Tonnen ab und holen leere Tonnen.

Welche Abfälle machen am meisten Müll in der Stadt?

Plastiktüten mit Hausmüll, aber auch Flaschen und verschiedene Verpackungen.

Wo gibt es den meisten Müll in der Stadt?

Viel Müll gibt es am Parkplatz beim Bahnhof. Leute sitzen im Auto und schmeißen alles raus.

In der Stadt gibt es viele Mülleimer. Werfen die Leute die Abfälle in den Mülleimer?

Ja. Die Stadt stellt deshalb jetzt neue, größere Mülleimer auf.

Eine Woche ohne Stadtreinigung – wie sieht es dann am Deichelweiher Schiffspielplatz aus?

Müll, Müll, Müll...

Wenn einer bloß alles fallen lässt, was machen Sie dann?

Ich sage: Dort ist ein Mülleimer.

Was würden Sie sich für Ihre Arbeit wünschen?

Die Leute sollen weniger wegschmeißen.

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12.11.2016, 01:00 Uhr

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