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Tübingen/Berlin

Nach "Hetzjagd" auf Gysi: Hänsel gerät unter Druck

Nach der umstrittenen Nahost-Veranstaltung und dem Tumult vor Gregor Gysis Büro am vergangenen Montag wird der Ruf nach Konsequenzen, auch für die Tübinger Linken-Abgeordnete Heike Hänsel, lauter.

16.11.2014
  • ST

Nach "Hetzjagd" auf Gysi: Hänsel gerät unter Druck
Heike Hänsel

Mehr als 300 Abgeordnete der Linkspartei aus Bundestag, Landtagen und Europaparlament sowie weitere Politiker der Partei haben sich beschämt und entsetzt über den Vorfall geäußert. Ausgangspunkt des Konflikts war eine Einladung der Bundestagsabgeordneten der Linken, Inge Höger und Annette Groth und des Vize-Fraktions-Chefs Wolfgang Gehrcke, an die Israel-kritischen Journalisten Max Blumenthal und David Sheen zu einem „Fachgespräch“ über den Gaza-Konflikt im Paul-Löbe-Haus. Sie zogen bei dieser Gelegenheit zusammen mit Abgeordneten des linken Flügels der Fraktion zum Büro Gregor Gysis, um ihn zur Rede zu stellen. Er hatte eine für Sonntag, den Jahrestag der Pogromnacht, geplante Veranstaltung mit den beiden Israel-Kritikern in der Berliner Volksbühne verhindert.

Was dann geschah, wird in einigen Medien als „Hetzjagd auf Gregor Gysi“ quer durch den Bundestag bis zur Toilette beschrieben. Heike Hänsel scheint eher am Rande in die Sache verwickelt gewesen zu sein. Sie soll versucht haben, vor Gysis Büro in der aufgeheizten Stimmung zu beschwichtigen. Dennoch geriet die Abgeordnete mit in die Kritik, als die Linksfraktion am Dienstag über den Vorfall beriet. Auch die Tübingerin Claudia Haydt stand im Pulk vor Gysis Büro – allerdings nur dienstlich als Mitarbeiterin der Abgeordneten Inge Höger, wie sie betont, und nicht als Person oder in ihrer Eigenschaft als Mitglied des Bundesvorstands der Linken.

Groth, Hänsel und Höger haben sich bereits am Dienstag bei der Fraktion und bei Gysi entschuldigt, was dieser auch annahm. Vielen Linken reicht diese Erklärung aber nicht aus. „Sie kann die Scham vieler Parteimitglieder über ein derartiges Verhalten nicht geringer werden lassen“, heißt es in einem Aufruf, der mittlerweile mehr als 300 Unterstützer in der Linkspartei gefunden hat. Den Initiatoren der Veranstaltung wird nahegelegt, „Konsequenzen zu ziehen“.

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16.11.2014, 12:00 Uhr

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