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Dornstetten · Handball

Nur eine Ergebniskrise?

Die SG Dornstetten musste zuletzt gleich drei Niederlagen in Folge hinnehmen. Nur Pech und eine schlechte Phase oder steckt mehr dahinter?

27.02.2020

Von Milos Kuhn

Um die vierte Niederlage in Serie zu verhindern, fordert Dornstettens Trainer Oliver Valha einen couragierteren Auftritt seines Teams. Bild: Ulmer

Als die erste Begegnung der Dornstetter Damen nach der Winterpause vorbei war, lagen sich Zuschauer, Mannschaft und Trainerteam in den Armen. Gerade hatte die SGD mit 23:16 (12:4) über die SG Muggensturm/Kuppenheim triumphiert. „Wir haben eine sehr solide Abwehr gestellt und auch im Angriff die trainierten Abläufe sicher vorgetragen“, konstatierte Coach Oliver Valha damals. In der Konsequenz lag es nahe, dass die Schwarzwälderinnen auch in den kommenden Partien so souverän auftreten sollten, wie sie es in der Hinrunde getan hatten. Doch falsch gedacht.

Auf den ungefährdeten Sieg setzte es in den folgenden drei Pflichtspielen drei Niederlagen. Nur eine Ergebniskrise oder ein Einbruch der gesamten Mannschaftsleistung? Coach Valha begibt sich auf Ursachensuche: „Wir hatten personelle Probleme, vor allen Dingen in der vergangenen Partie (19:31 (8:14) gegen Freiburg II, Anm. d. Red.). Dazu kam, dass wir beispielsweise sehr viel Pech hatten, im Pokalfinale einen schlechten Tag zu haben, während Todtnau einen Sahnetag erwischt hat. Am Tag darauf gegen Allensbach hat uns einfach die Kraft gefehlt.“ Doch wirft er beim Gedanken an die Begegnung gegen Allensbach (20:23) den Blick sofort nach vorne: „Zwischenzeitlich sind wir trotz hohem Rückstand und wenig Kraft in Führung gegangen. Da hat die Mannschaft gezeigt, was in ihr steckt.“

Das solle sie nun auch wieder in den kommenden Spielen und damit beweisen, dass die verlorenen Partien allenfalls eine Ergebniskrise gewesen sind. Auch im Training sei die Stimmung hervorragend und so nutzte die SGD das spielfreie Karnevalswochenende, um neue Energie zu tanken und zugleich Sonderschichten in der Halle einzulegen. Das stellt vor allem für die beruflich stark eingespannten Spielerinnen eine tolle Gelegenheit dar.

Am Samstag, 19.30 Uhr, gastiert nun die SG Baden-Baden/Sandweier in der Riedsteighalle. „Es ist ein absoluter Pflichtsieg“, so Valha über das Aufeinandertreffen mit dem Tabellenletzten. Die Partie bringt natürlich auch ihre Tücken mit sich, so dürfe die SG keineswegs unterschätzt werden. Die Begegnung soll für Dornstetten vielmehr als Dosenöffner wirken, um zu alter Stärke zurückzufinden. „Ich erwarte, dass die Mannschaft eine Reaktion zeigt“, fordert Valha. Mit einem Erfolg gegen Baden-Baden/Sandweier ließen sich die schweren Auswärtsbegegnungen wie in Ottenheim, Todtnau oder auch Steinbach leichter bestreiten.

Kooperation mit Freudenstadt?

Ein klares Saisonziel will Valha weiterhin nicht ausgeben. Momentan auf Rang zwei stehend, ist der Sprung auf den Platz an der Sonne mit einem Sieg zwar zum Greifen nahe, doch wolle der Coach erst einmal abwarten, wie es Mitte März aussieht. Er muss jedoch schmunzeln: „Natürlich macht es Spaß, dort oben zu stehen.“

Bei der Damenmannschaft der SG Freudenstadt/Baiersbronn sieht es aktuell hingegen nicht allzu rosig aus. Das Team steht auf dem vorletzten Platz der Landesliga Nord und hat jüngst die fünfte Niederlage in Folge einstecken müssen. Es wäre also kein Wunder, wenn die Verantwortlichen die Diskussionen wieder aufnehmen würden, unter Umständen mit Dornstetten zu kooperieren. Dornstetter Trainer Valha dazu: „In dieser Saison kam bislang niemand auf uns zu. Für Gespräche sind wir selbstverständlich immer bereit, sind aber aktuell mit unseren beiden Mannschaften auch sehr gut aufgestellt.“

Es bleibt folglich abzuwarten, ob sich etwas in diese Richtung entwickelt. Für die SG Dornstetten liegt der Fokus aber aktuell hauptsächlich auf der anstehenden Partie. Diese soll gewonnen und die Ergebniskrise damit endgültig beendet werden.

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Erstellt:
27. Februar 2020, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
27. Februar 2020, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. Februar 2020, 01:00 Uhr

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