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Premiere für Kramny
Steht mit der Mannschaft des VfB Stuttgart vor seiner Premiere als Bundesliga-Trainer: Jürgen Kramny, 44, der gebürtige Ludwigsburger. Foto: dpa
VfB-Interimstrainer legt morgen in Dortmund Priorität auf die Defensive

Premiere für Kramny

Kommt der VfB nach der Entlassung Alexander Zornigers wieder in die Spur? Jürgen Kramny steht vor der Premiere als Bundesliga-Trainer. Die Hoffnung auf einen Coup morgen in Dortmund ist jedoch nicht groß.

28.11.2015
  • DPA/SID/EB

Stuttgart. Auf dem Trainingsplatz versucht der Kumpel von Jürgen Klopp den Scherbenhaufen wegzukehren, den Alexander Zorniger beim VfB Stuttgart hinterlassen hat, in den Büros von Präsident Bernd Wahler und Sportvorstand Robin Dutt werden die Stapel mit den Bewerbungen immer höher. "Sie können sich nicht vorstellen, was da reinkommt", berichtet Wahler, "da wollen Leute Chefcoach werden, die vielleicht mal eine Hobbymannschaft trainiert haben."

Tayfun Korkut ist ernstlich im Gespräch, gehandelt werden jetzt auch Zoran Barisic (Rapid Wien) und Pierluigi Tami (Grashoppers Zürich). Am liebsten, so scheint es, hätten sie beim VfB Stuttgart aber doch Lucien Favre. Klar ist, was nicht infrage kommt: "Wir wollen keinen Feuerwehrmann", sagt Wahler. Und sie wollen einen, der eine "hohe Erfolgswahrscheinlichkeit" mitbringt.

Der VfB spielt also erst mal auf Zeit. Zeit, die ihm Jürgen Kramny verschaffen soll. Der hat einst bei Mainz 05 als Spieler eine "richtig gute Zweckgemeinschaft" mit Jürgen Klopp gebildet. Als Klopp dann Cheftrainer war, gab er Kramny die Stelle als A-Jugend-Trainer. Diesen Posten übernahm im Juli 2008 dann wiederum Thomas Tuchel, gegen den Kramny morgen (15.30 Uhr/Sky) kurioserweise sein erstes Spiel als Bundesliga-Trainer bestreitet. Nach 13 Punktspielen und nur zehn Punkten unter Zorniger geht es jetzt "um einen Neustart", wie Kramny bei seiner Vorstellung erklärte. "Bis Sonntag bleibt nicht viel Zeit", ergänzte er, "aber wir müssen es schaffen, die Jungs etwas freier auf den Platz zu schicken." Und: Sie sollen nicht mehr so vogelwild durch die Gegend laufen. "Die Mannschaft hatte in der Kompaktheit Probleme", hat Kramny erkannt.

Wie lange die schwäbischen Kehrwochen mit Kramny dauern, ist einstweilen unklar. Wobei der Auftakt ein wenig einfacher sein könnte: "Dortmund", weiß Kramny, "ist eine brutal schwere Aufgabe, aber natürlich auch eine sehr reizvolle." Immerhin: Der BVB hat nur eines der letzten sechs Heimspiele gegen Stuttgart gewonnen. Legendär in dieser Spanne ist das 4:4 am 30. März 2012 mit sechs Toren in den letzten 20 Minuten. Und immerhin: Kramny hat in Dortmund einst sein erstes Bundesliga-Tor erzielt.

Zum Trainerwechsel geäußert hat sich jetzt VfB-Kapitän Christian Gentner: "Für uns kam die Trennung von Alexander Zorniger am Dienstag auch überraschend. Mit Jürgen Kramny ist jetzt ein Mann da, der die Mannschaft gut kennt, der viele schon in der U 23 betreut hat und keine große Anlaufzeit benötigt", sagte Gentner im Sky-Interview. "Er konnte der Mannschaft sofort vermitteln, worauf er jetzt Wert legt: Auf einen guten Teamgeist, um die schweren Aufgaben bis Weihnachten gut zu absolvieren."

Borussia Dortmund erhöht derweil in der Partie gegen den VfB die Sicherheitsmaßnahmen - Reaktion auf die Terroranschläge von Paris und die Länderspielabsage von Hannover. Speziell die Zugangskontrollen an den Stadioneingängen sollen intensiviert werden.

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28.11.2015, 08:30 Uhr

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