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Beeindruckende Dimensionen

Richtfest am Sigmarswanger Bürgerzentrum / Ortsmitte soll mit Leben gefüllt werden

Pünktlich zum Richtfest des Bürgerzentrums strahlte am Freitagnachmittag die Sonne über Sigmarswangen und hüllte den Neubau in einen Glanz, den dieser nach Meinung einiger Anwesender auch verdient.

28.11.2015
  • herold schwind

Sigmarswangen. Den Zimmermännern gefiel dieses Wetter ebenfalls. Den Richtfesttext zu zelebrieren, blieb dem Richtmeister der Zimmerei Thiel, Daniel Moisset, vorbehalten. Als Moisset auf alle, die am Bau beteiligt waren, getrunken hatte, warf der Zimmerervom Dach das Glas herunter, das zersprang. Den Stiel des Sektglases bekam Ortsvorsteherin Sabine Breil als Geschenk. Wie es der Brauch will, durfte sich jeder Zimmermann ein Taschentuch nehmen, das am Richtbäumchen angebunden war.

Die Bürger von Sigmarswangen, allen voran der Förderverein, mussten sehr lange auf ihr neues Gemeindezentrum warten, aber es hat sich gelohnt. Die Dimensionen des Bauwerks sind beeindruckend, und haben mit der alten Mehrzweckhalle nicht mehr viel gemeinsam.

Ortsvorsteherin Sabine Breil begrüßte in einer langen Liste die Handwerker und die Planer, die am Bau beteiligt waren. Für Breil nimmt das Objekt langsam Form an. Man sehe, was es werden solle. Besonders hob Breil die Bauarbeiter hervor, die es schafften, mit Plänen als Vorlage, solch ein Bauwerk entstehen zu lassen. Sie hätten trotz 40 Grad Celsius Hitze den Sommer durchgearbeitet. Aber auch die Anwohner hätten viel Staub schlucken müssen, teilweise habe es wie in einem Steinbruch gestaubt, meinte Breil. Mit dem neuen Bauwerk eröffneten sich neue Möglichkeiten, eine neue Ortsmitte mit Leben zu füllen – Generationen übergreifend. Mit dem Neubau werde die Entwicklung und Stärkung des Dorfes gefördert.

Diese Stärkung sei auch wichtig, um Gemeinschaft zu leben, betonte Bürgermeister Gerd Hieber. Auch dieses Projekt habe im Stadtentwicklungskonzept das Ziel, Leben in die Bauten zu bringen. „Je mehr Veranstaltungen, desto besser“, sagte Hieber. Für ihn sei das Richtfest, ein „Fest des Dankens“. Der Bürgermeister zeigte sich überrascht, was seit dem Spatenstich Ende Mai herangewachsen ist, wobei zuerst der komplizierte Rückbau auf dem Plan stand. Bis jetzt sind nach der Aussage Hiebers zwei Drittel der insgesamt kalkulierten 1,5 Millionen Euro aufgebraucht. Das angedachte Ziel sei, das Dach in naher Zukunft fertig zu bekommen. Die Bauarbeiten lägen im Zeitplan. Das Zentrum werde Ende 2016 bezugsfertig sein.

Fördervereins-Vorsitzender Kurt Gruhler verglich den Förderverein mit Hefe: Neben Mehl und Wasser werde Hefe gebraucht, ohne dieses Treibmittel beginne der Teig nicht zu gären. Der Verein und die Einwohner hätten in den eineinhalb Jahren ohne Halle kürzer treten müssen. Aber die Wartezeit lohne sich. Wenn auch einige Vereine im Umfeld Platz gefunden hätten, stünden mit dem Neubau alle Möglichkeiten offen. Für Gruhler ist es kein Zufall, dass das Richtfest am 27. November und die Gründung des Fördervereins am 13. November fast auf denselben Tag fallen. „Der Zusammenhalt und der Wille, ein neues Gemeindezentrum zu erschaffen, hat die Sigmarswanger noch fester zusammenwachsen lassen“, sagte Gruhler gestern.

Bester Beweis für Kurt Gruhler ist, dass alle Leute der ersten Stunde noch immer dabei seien. Die Zimmerei Thiel werde nun noch das Dach schließen, dann könne mit dem Innenausbau begonnen werden. Die Besonderheit dieser Dachkonstruktion liegt übrigens darin, dass die Leimbinder in der Halle sichtbar bleiben und der Raum bis zum First reicht.

Bernd Thiel, Inhaber des Zimmereigeschäfts aus Wittershausen, erklärte, dass es sich um einen komplizierten Dachstuhl handle. Daher wurden die Teile in den Hallen der Zimmerei abgebunden und vor Ort aufgerichtet. Nun wird die Konstruktion mit 55 Millimeter starken Mehrschichtplatten abgedichtet.

Wer wollte, konnte sich gestern noch einer Führung mit Stadtbaumeister Reiner Wössner durch den Rohbau anschließen.

Info Die Einweihung des Bürgerzentrums Sigmarswangen ist im Dezember 2016 vorgesehen.

Finanzierung Bürgerzentrum:

Städtischer Haushalt: 850000 Euro

Ausgleichsstock: 300000 Euro

ELR-Mittel: 269000 Euro

Förderverein: 70000 Euro

WLSB: 45000 Euro

Gesamt: 1,534 Millionen

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28.11.2015, 01:00 Uhr

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