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Fußball-Bundesliga

Schock vor dem Fest

Der FC Augsburg trennt sich nach nur 166 Tagen von Trainer Dirk Schuster. Die Begründung lässt viel Raum für Spekulationen.

15.12.2016
  • DPA

Augsburg. Völlig überraschend und nach gerade einmal 166 Tagen hat sich der FC Augsburg von „Trainer des Jahres“ Dirk Schuster getrennt. Komplett unvermittelt verkündete der Tabellen-13. der Fußball-Bundesliga gestern die Freistellung des Nachfolgers von Erfolgstrainer Markus Weinzierl.

„Nach eingehender Analyse der aktuellen sportlichen Situation sind die Verantwortlichen des FC Augsburg zu der Erkenntnis gelangt, dass unterschiedliche Auffassungen über die weitere sportliche Ausrichtung und die Art und Weise, wie der FCA Fußball spielen will, herrschen“, teilte der FC Augsburg weiter mit. Zusammen mit dem 48-jährigen Schuster müssen auch seine Co-Trainer Sascha Franz und Frank Steinmetz mit sofortiger Wirkung gehen.Bis auf Weiteres werde nun der Cheftrainer des FCA-Nachwuchses, Manuel Baum, Schusters Nachfolge übernehmen. Er sollte bereits am Mittwochnachmittag die erste Trainingseinheit leiten. Als Assistent wird dem 37-Jährigen zumindest bis zur Winterpause U-19-Trainer Alexander Frankenberger zur Seite stehen. Auf den FCA warten im Jahresendspurt noch zwei ganz schwierige Herausforderungen. Am Samstag empfangen die Fuggerstädter Champions-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach, am kommenden Dienstag müssen sie bei Vizemeister Borussia Dortmund antreten. Der FC Augsburg hatte sich Schuster, den zum „Trainer des Jahres“ 2016 gekürten Übungsleiter, im Sommer einiges kosten lassen. Der damalige Coach von Überraschungsaufsteiger SV Darmstadt 98 hatte dem Vernehmen nach erst gegen eine Zahlung von rund 1,1 Millionen Euro die vorzeitige Freigabe erhalten und die Nachfolge von Weinzierl angetreten.

Ungemütlich waren für Schuster die vergangenen Wochen. Sein FCA musste verletzungsbedingt auf wichtige Offensivkräfte wie Raul Bobadilla, Caiuby und Alfred Finnbogason verzichten. Vor heimischem Publikum holten die Augsburger in der Bundesliga nur einen Sieg, hier und dort gab es Murren über die Spielweise. Dennoch hielt Schuster die Schwaben klar auf Kurs bei der Mission Klassenerhalt. In den vergangenen vier Bundesligaspielen blieb der FCA jedoch sieglos. Das unnötige 0:1 am Samstag beim Hamburger SV war nun Schusters Abschiedsvorstellung. dpa

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15.12.2016, 06:00 Uhr

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