Ralf Bauer sitzt am Strand von St. Peter Ording in der Sonne. Foto: Axel Heimken/dpa




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17.08.2021

Von DPA

Sankt Peter-Ording. Der Schauspieler Ralf Bauer (54) gibt sein Debüt als Filmemacher und will dabei Unterhaltung beim Surfen am Strand mit internationalen politischen Fragen verbinden. „Oft hast du Dokumentationen, wo diese Schwere ist, wo das Gefühl nicht aufgezeigt wird, oder du hast Unterhaltungsfilme – das miteinander zu kombinieren, das lag mir inne“, sagte der gebürtige Karlsruher. Durch die Verknüpfung mit Unterhaltung könne man Menschen komplexe Themen nahebringen.

In „Die Wiederkehr – Sem Dhul“ geht es um den Kampf gegen die chinesische Führung und für die Freiheit der Tibeter. An der Nordseeküste von Sankt Peter-Ording soll das Surf-Paradies einem Hotelkomplex weichen, hinter dem Chinesen stecken. Ausgetragen wird das Ganze auf dem Wasser als Wettkampf Windsurfer gegen Kiter. Der Film soll ab Dienstag auf der Streamingseite Vimeo zu sehen sein.

Bauer spielt quasi sich selbst: Seit Jahren engagiert er sich für Tibeter, hat mit buddhistischen Mönchen gelebt. Er kritisiert öffentlich die chinesische Politik und den weltweiten Einfluss chinesischer Konzerne. Dass ihm nun gerade der Film zum Beispiel bei Reiseplänen schaden könnte, erwartet er nicht.

Tibet sei aber nur ein Beispiel für Länder, in denen es Unterdrückung gebe, in denen Menschen wegen ihrer Kultur Probleme hätten, betonte Bauer. Man müsse dazu kommen, seine eigenen Stärken zu erkennen und sich für die Gemeinschaft starkzumachen, sagte er.

Der Kontrast im Film zwischen dem tibetischen Kloster und der Nordseeküste könnte größer kaum sein. Bauer sieht aber dennoch Parallelen: Tibetische Mönche und Buddha-Statuen hätten immer ein gewisses Lächeln auf den Lippen, weil sie viele Erkenntnisse gewonnen hätten. „Wenn du einen ganzen Tag lang draußen auf dem Wasser mit dem Surfbrett unterwegs gewesen bist, gegen die Naturgewalten gekämpft und dich gefreut hast, wenn du über die Wellen geflogen bist, und abends am Strand hockst, hast du genau dasselbe Grinsen im Gesicht wie Buddha auf den Statuen.“ Marco Krefting

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Erstellt:
17. August 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
17. August 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. August 2021, 06:00 Uhr

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