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Tübingen/Unlingen

Seltene Reiterfigur aus der Keltenzeit entdeckt

In drei keltischen Grabhügeln bei Unlingen (Kreis Biberach) haben Archäologen eine außergewöhnliche Reiterfigur aus Bronze und weitere Grabbeigaben gefunden.

12.12.2016
  • dpa/lsw

Tübingen. «Die Bronzefigur ist einzigartig in Baden-Württemberg», sagte der Archäologe Marcus Meyer vom Landesamt für Denkmalpflege. Die Funde, darunter auch Schmuck und Keramik, wurden am Montag in Tübingen vorgestellt. Fachleute hatten die Gräber im Sommer kurz vor dem Bau einer Umgehungsstraße durch das Gebiet ausgegraben.

Die 8,5 Zentimeter lange Figur zeigt eine Person mit langer Nase auf einem Pferd und stammt wie die Gräber aus der Zeit zwischen dem 8. und Mitte des 5. Jahrhunderts vor Christus. Ähnliche Figuren sind laut Meyer aus Italien bekannt. Daher seien Rückschlüsse auf Kontakte der Kelten aus dem Gebiet um das heutige Unlingen in den Raum südlich der Alpen möglich. Interessant aus Sicht des Archäologen: Die Heuneburg, eine keltische Fürstenburg, liegt nur elf Kilometer Luftlinie entfernt. Das werfe für die weitere Forschung die Frage auf, welche Siedlungen es um die Heuneburg herum gab und wer dort gelebt hat. Denn die Grabbeigaben wie Schmuck aus Gold und Bronze legten nahe, dass Kelten der Oberschicht in den Hügeln begraben wurden.

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12.12.2016, 18:07 Uhr | geändert: 12.12.2016, 13:21 Uhr

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