Horb · ARGE Sport Horb

Showdown in sechs Monaten

In Grünmettstetten wurden keine Nachfolger für den Vorsitzenden Peter Straubinger und andere gefunden. Finden sich bis Mai 2020 keine Kandidaten für die Vorstandsämter, droht die Auflösung.

20.12.2019

Von Willy Bernhardt

Die Trockenheit machte den Vereinen mit Außenanlage zu schaffen. Die Stadt Horb bezuschusste jeden betroffenen Verein mit einem Betrag, der für 60 Kubikmeter Wasser ausreicht. Symbolbild: Ulmer

Die Trockenheit machte den Vereinen mit Außenanlage zu schaffen. Die Stadt Horb bezuschusste jeden betroffenen Verein mit einem Betrag, der für 60 Kubikmeter Wasser ausreicht. Symbolbild: Ulmer

Bevor Horbs ARGE-Chef zum eigentlichen Thema des Abends kam, bei dem es um nichts Geringeres als um die Zukunft der bisherigen Erfolgs-Story mit Namen ARGE Horb ging, verlas Peter Straubinger traditionell auch gleichzeitig im Namen von Schriftführer Robert Schwarz und in Gegenwart von Bürgermeister Ralph Zimmermann sowie den städtischen Bediensteten Jürgen Wütz und Julia Schober den Bericht für das zurückliegende ARGE-Jahr. Straubinger bemühte sich dabei auch zum Wohlwollen der knapp 30 Vereinsvertreter um einen Blick auf das Wesentliche.

Generell sei das Jahr 2019 „nach den zahlreichen Aktivitäten der vergangenen Jahre rund um unsere Vereinsförderung“ ein eher ruhiges Jahr gewesen. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil er, Straubinger, wie auch sein Stellvertreter Mathias Saier und etwa auch Schriftführer Robert Schwarz ihren Rücktritt für den Dezember 2019 angekündigt hätten. Auch deshalb sollte kein größeres Projekt mehr angegangen werden.

Erfreut stellte Straubinger fest, dass die Zahl der Anmeldungen für die Sportlerehrung bei den Kindern und Jugendlichen gestiegen seien, wobei freilich „in alle Richtungen noch Steigerungspotenzial“ bestehe. Die Stadtteilpokalturniere bei den einzelnen Sportarten liefen gut und positiv wertete er die steigenden Kinderzahlen etwa im Tennis. Beim Fußball indessen seien die Zahlen „eher rückläufig“.

Zuschuss für Wasser-Mehrbedarf

Ansonsten habe in 2019 der Antrag vom Vorjahr wegen zusätzlicher Unterstützung der von der Trockenheit betroffenen Vereine abgearbeitet werden müssen und es galt auch, einige kleinere Punkte hinsichtlich der Vereinsförderung zu besprechen. Dieser Antrag sei „von der Stadt zur Kenntnis genommen und es ist ein Betrag überwiesen worden“ . Peter Straubinger wörtlich: „Nachdem wir alle Sportvereine berücksichtigen mussten, die Sportaußenflächen mit Wasser versorgen müssen, blieb am Ende ein Betrag für jeden Verein übrig, der für rund 60 Kubikmeter Wasser ausreicht und damit meiner Meinung nach den Mehrbedarf der meisten Verbraucher deckt.“

Es war Straubinger mit Blick auf Bürgermeister Zimmermann sowie dessen Rathauskollegen wichtig zu betonen, sich bei der Stadt „für dieses großzügige Entgegenkommen zu bedanken“. Dabei habe die ARGE-Führung diesen Antrag „sehr kritisch“ gesehen, da die Stadt gerade im Jahr 2018 bereits „die Fördermittel deutlich erhöht hatte, ohne auch nur einen einzigen Posten zu kürzen oder gar zu streichen“. Um dann grundsätzlich noch dies anzufügen: „Wir Vereine sollten uns bewusst sein, dass die Stadt zwar von der Vereinsarbeit profitiert, aber trotzdem nicht sämtliche Risiken der Vereinsarbeit abdecken kann“, gab der ARGE-Chef zu bedenken. „Wir sollten nicht den ausgestreckten Finger mit der ganzen Hand verwechseln.“

Ansonsten freilich stand bei den Fußballern innerhalb der ARGE die Frage, wie es um den alten und eventuell einen neuen Kunstrasen bestellt sei, nachdem sich die bisherigen Sponsoren Oliver Pollok und Alexander Kramer zurückgezogen hatten. Das grüne Geläuf sei inzwischen nach dem Verschleiß und Rückzug der Sponsoren nicht mehr zu nutzen. Unter der Leitung von ARGE-Fußball-Chef Mathias Saier sei mit bereits vorhandenen finanziellen Zusagen von Stadt Horb, WLSB und dem neuen Sponsor AHG bereits ein komplettes Paket geschnürt worden, doch die inzwischen entstandenen Umweltdebatte um Mikroplastik habe zu gravierenden Veränderungen geführt. Moderne und umweltfreundlichere Kunstrasen mit Kork als Granulat seien „definitiv noch zu teuer“, teilte Straubinger mit und dankte gleichzeitig Harald Schumacher von der „Fußballschule Freudenstadt“, dass dieser – auch als Freund des Horber Stadtteilpokalturniers – seinen Kunstrasen nun dem ASV Nordstetten zur Verfügung stellt für das anstehende und von ihm ausgerichtete Fußball-Groß-Event. So hätte die ARGE etwas „Luft“ in der Frage einer eigenen Neubeschaffung eines Kunstrasens gewonnen. Straubinger dankte dabei ausdrücklich Mathias Saier für seine erfolgreiches Engagement. Der Stadt dankte Straubinger für ihr Entgegenkommen bei der Entsorgung und beim Recycling des bisherigen Kunstrasenplatzes. Auf die Vereine kämen dabei nur eher bescheidene
Kosten zu.

Doch zum Abschluss ging Peter Straubinger in Grünmettstetten zunächst noch auf Grundsätzliches ein und erinnerte daran, dass er, Mathias Saier, Robert Schwarz, Sebastian Blume und Tobias Hellstern bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Mai 2020 wie angekündigt – und definitiv – nicht mehr zur Verfügung stünden. Weiter machen Kassier Artur Paplinski (das ARGE-Gründungsmitglied ist seit 1979 in diesem Amt), Beisitzer Mario Bross und die beiden Kassenprüferinnen Maria Hellstern und Herta Hirsch. Diese bescheinigten Kassierer Paplinski auch einen tadellosen Job, so dass Bürgermeister Ralph Zimmermann in der von ihm geleiteten Entlastung Einstimmigkeit vermerken durfte. Zimmermann selbst äußerte („Auch im Namen von unserem OB Peter Rosenberger“) den Wunsch und die Hoffnung, es möge mit der ARGE Horb auch in Zukunft weiter gehen.

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Erstellt:
20.12.2019, 01:00 Uhr
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zuletzt aktualisiert: 20.12.2019, 01:00 Uhr

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