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Die Projekte der TAGBLATT-Spendenaktion

Spenden-Aktion für einen Frühgeborenen-Simulator und die rechtliche Betreuung von Demenzkranken

Frühgeborene oder „Frühchen“ nennt man Kinder, die bei der Geburt weniger als 2500 Gramm wiegen und bei denen die Schwangerschaft weniger als 260 Tage dauerte. Heute können die Mediziner viele dieser Frühgeborenen retten.

28.11.2016

Von Ulrich Janßen

An einem solchen künstlichen Frühchen können angehende Kinderärzte lernen, Leben zu retten. Bild: Sim Characters

Selbst Babys, die gerade mal 1000 Gramm wiegen, müssen nicht mehr sterben.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die winzig kleinen und entsprechend anfälligen Kinder in Spezialkliniken wie in Tübingen zur Welt kommen. Nur hier verfügen die Ärzte über modernste Technik und vor allem auch über die nötigen Spezialkenntnisse, um Frühchen am Leben zu halten.

Solche Kenntnisse müssen erworben werden. Doch wie kann man lernen, ein Baby, das kaum größer ist als ein Apfel, zu intubieren, ihm eine Sonde in die Luftröhre zu schieben? „Die jungen Ärzte“, beschreibt der Tübinger Kinderarzt Rangmar Goelz das Problem einleuchtend, „sollten ihre Erfahrungen nicht am lebenden Kind erwerben“.

Die Stiftung „Hilfe für kranke Kinder“ möchte deshalb für die Tübinger Kinderklinik einen Frühgeborenen-Simulator anschaffen. Das ist eine täuschend echt aussehende Puppe, die über Computer und Monitore elektronisch gesteuert werden kann und verschiedene Komplikationen perfekt simuliert.

Der Kinderarzt Rangmar Goelz hat eine solche Puppe, die aus modernsten Materialien in Einzelanfertigung erstellt wird, schon in Händen gehalten und ist beeindruckt. „Die fühlt sich absolut an wie echt.“ Die Trainer können die Puppen per Fernsteuerung plötzlich blau werden lassen. Und sie können sie so lebensecht stöhnen oder zucken lassen, dass die auszubildenden Ärzte oft völlig vergessen, dass sie es mit einer Puppe zu tun haben.

„Für die Ausbildung“, sagt Goelz, „sind die Simulatoren ein Riesenfortschritt, der entscheidend dazu beiträgt, Leben zu retten.“ Leider sind bis jetzt weder die Krankenkassen noch der Staat bereit, die etwa 70 000 Euro zu übernehmen, die eine solche Simulationsanlage mit allen nötigen Peripheriegeräten kostet. Umso größer war Goelz’ Freude über die Aufnahme des Projekts in die Weihnachtsspendenaktion des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTs.

„Das ist ja wunderbar“: Auch Andrea Wilegalla freute sich sehr, dass TAGBLATT-Verlegerin Elisabeth Frate den Betreuungsverein Landkreis Tübingen, bei dem sie als Sozialarbeiterin tätig ist, als zweites Projekt ausgesucht hat. Der Betreuungsverein kümmert sich um Menschen, die, etwa wegen einer Demenz, ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können und keine oder überforderte Angehörige haben. „In solchen Fällen“, sagt Wilegalla, „bauen wir ein Netzwerk auf, damit diese Menschen ein gutes Leben haben.“

Fachkräfte des Vereins und ehrenamtliche Helfer organiseren dann gemeinsam Haushaltshilfen oder Essenslieferungen oder sorgen dafür, dass Einkäufe erledigt werden. Der Verein kümmert sich aber auch um die Kommunikation mit Behörden oder das Bezahlen von Rechnungen. Und er berät Betroffene, Angehörige und Menschen, die vorab ihre Angelegenheit regeln möchten.

Weil die Nachfrage nach Beratung ständig wächst, möchte der Verein ein kreisweites Vorsorgenetz aufbauen, das allen Bürgern einen „niedrigschwelligen Zugang zu Rat und Hilfe ermöglicht“. Dafür braucht der Verein in den nächsten drei Jahren gut 70 000 Euro und hofft auf die Großzügigkeit der TAGBLATT-Leser.

Von heute an können Sie spenden

Wie immer bieten wir unseren Lesern zwei Spendenkonten an: Die Kreissparkasse Tübingen (IBAN: DE94 6415 0020 0000 1711 11 ) und der Volksbank Tübingen (IBAN:DE91641901100171111001). Bitte vermerken Sie, wenn Sie eine Spendenquittung benötigen (bei Beträgen unter 200 Euro akzeptiert das Finanzamt einen Kontoauszug). Bitte schreiben Sie in diesem Fall Ihre vollständige Adresse hinzu.

Vermerken können Sie auch, wenn Sie ein bestimmtes Projekt unterstützen wollen (Projekt 1 „Frühchen“ oder Projekt 2 „Betreuung“) oder im TAGBLATT nicht mit Namen erwähnt werden möchten.

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Erstellt:
28. November 2016, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
28. November 2016, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 28. November 2016, 01:00 Uhr

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