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Stärker ins Bewusstsein bringen
Thomas Kreidler (links), Wolfgang Kronenbitter, ein Parkscheinautomat und „Knolli“: Das Horber Parkraumkonzept soll noch tiefer im Bewusstsein der Bevölkerung verankert werden. Bild: Braun

Stärker ins Bewusstsein bringen

Parkraumkonzept Seit geraumer Zeit erklärt die Figur „Knolli“ an den Parkscheinautomaten der Innenstadt nochmals das Horber Parkraumkonzept. Das scheint auch nach zwei Jahren nicht so ganz bei den Leuten angekommen zu sein.

17.01.2017
  • Gerd Braun

In wenigen Wochen ist es zwei Jahre her, dass in Horb das neue Parkraumkonzept in die Praxis umgesetzt worden ist. Aufgeteilt in drei Zonen sind seitdem die Parkflächen in der Horber Kernstadt. Je nachdem wie zentral die jeweiligen Parkplätze liegen, kommt man, will man nicht zum Falschparker werden, um das Lösen eines Parkscheins nicht mehr herum.

Knapp zwei Jahre alt ist damit auch das Konzept, in der innerstädtischen Zone 1 bis zu einer Stunde lang kostenlos parken zu können. Eingeführt wurde die sogenannte Brötchentaste, mit der man 30 Minuten lang kostenlos parken kann. Wer zudem mit dem entsprechenden Abschnitt des Parkscheins bei einem der 37 teilnehmenden Horber Händler aufläuft und dort zehn Euro oder mehr umsetzt, kann sich 50 Cent der Parkgebühr zurückholen und sich so gewissermaßen eine weitere halbe Stunde Parkzeit rückvergüten lassen.

Gestern lud der Fachbereich „Recht und Ordnung“ der Stadtverwaltung zusammen mit Horb Aktiv zum Pressegespräch, um dieses Konzept „stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen“. So fasste Wolfgang Kronenbitter, der Leiter des Fachbereichs, die Motivation zu diesem Gespräch zusammen. Citymanager Thomas Kreidler sieht es auch geboten, die Theorie des Parkraumkonzepts „nochmal anschaulicher zu erklären“. Kronenbitter meinte einführend, das System werde noch immer ganz richtig verstanden oder nicht beachtet.

Vor diesem Hintergrund grub vor geraumer Zeit auch Thomas Kreidler als Chef von Horb Aktiv die schon einige Jahre alte Figur „Knolli“, einst gezeichnet von Fredder Werth, wieder aus. Die „Knolli“-Figur, die nicht zu Unrecht an einen Bediensteten des Horber Ordnungsamtes erinnert, erklärt seit geraumer Zeit auf Schautafeln, die an den Parkscheinautomaten angebracht sind, nochmals ausführlich das Horber System. Kreidler sieht in dem von Stadt und Handel getragenen Parkraumkonzept ein „für beide Seiten Vorteil bringendes System“, das städtischerseits auch mit einem fünfstelligen Betrag subventioniert werde – „eine Wirtschaftsförderung in nicht zu geringem Umfang“, sagt Kreidler.

Kontrolle ist unerlässlich

Bei aller Überzeugung von dem Konzept sei es, so Wolfgang Kronenbitter, natürlich unerlässlich, den Parkraum zu kontrollieren – „sonst funktioniert das ganze System nicht“. Allerdings habe er in den vergangenen Jahren die Erfahrung gemacht, dass das Kontrollieren des ruhenden Verkehrs nicht mehr so in dem Maße in der Kritik steht wie noch vor wenigen Jahren. Vielmehr kämen inzwischen vor allem von Anwohnern eher Einwände, dass zu wenig kontrolliert werde, wenn beispielsweise Langzeitparker ihre Fahrzeuge auf den Kurzzeit-Parkplätzen abstellen.

Neu war seitens der Stadt auch vor Weihnachten das Prinzip, die richtig abgestellten und mit gültigem Parkschein ausgestatteten Fahrzeugführer mit einer kleinen Süßigkeit zu belohnen anstatt wie zuvor die Falschparker mit einem Verzicht auf ein Knöllchen. Darauf, so Kronenbitter, habe er positive Resonanz erhalten, und die Aktion sei auch über die Stadtgrenzen hinaus publik geworden.

Anfang April geht das Horber Parkraumkonzept ins dritte Jahr. Ende des Jahres sollen mit der Fertigstellung des Einkaufszentrums rund 150 Stellplätze hinzukommen. Dass dieser neu entstehende Parkraum sich in irgendeiner Form auf das Parkraumkonzept selbst auswirken wird, erwartet Wolfgang Kronenbitter nicht. Er gehe davon aus, dass dies unabhängig voneinander sei, sagt er.

Er hofft ebenso wie Thomas Kreidler, dass sich das System, bis zu einer Stunde lang kostenlos in der Stadt parken zu können, weiter in die Köpfe der Horber Besucher einbrennt. „Das System ist nicht so kompliziert“, sagt Thomas Kreidler, der andererseits aber nochmal sensibilisiert, dass man die Brötchentaste auch drücken und den 30-Minuten-Freischein auch im Wagen deponieren müsse – das schließlich sei entscheidend.

Wer dann länger braucht für seine Besorgungen in der Stadt, muss dann nach 30 Minuten ein zweites Mal zum Automat und dann für die erforderliche Zeit einen gültigen Parkschein lösen – mit der Option, bei einem der beteiligten Händler eine Erstattung zu erhalten.

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17.01.2017, 01:00 Uhr

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