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Start-Chaos entscheidet
Aus allem rausgehalten: Während Nico Rosberg in der ersten Kurve vorneweg fährt, fliegen im Hintergrund die Fetzen. Foto: Actionpress
Formel 1: Rosberg unangefochten an der Spitze - Vettels Ferrari streikt

Start-Chaos entscheidet

Während Nico Rosberg in Bahrain ein ruhiges Rennen an der Spitze erlebte, ging es hinter ihm turbulent zu. Der Ferrari von Sebastian Vettel machte dagegen schon in der Einführungsrunde schlapp.

04.04.2016
  • DPA

Sakhir. In der Wüste von Bahrain hat Nico Rosberg das Pech seiner Formel-1-Titelrivalen eiskalt ausgenutzt und auch das zweite Saisonrennen gewonnen. Nach einem Motorschaden von Ferrari-Star Sebastian Vettel in der Einführungsrunde und einem Startunfall von Teamkollege Lewis Hamilton raste der Mercedes-Pilot gestern in Sakhir zu seinem fünften Grand-Prix-Sieg in Serie. Zweiter wurde der Finne Kimi Räikkönen im Ferrari, Titelverteidiger Hamilton rettete nach seinem Crash in der ersten Kurve sogar noch Platz drei.

Rosberg baute mit der Maximalausbeute von 50 Punkten aus zwei Rennen seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf den zweitplatzierten Hamilton auf 17 Punkte aus. "Es war Schadensbegrenzung. Ich freue mich, dass es nicht noch mehr Punkte Unterschied sind", sagte Lewis Hamilton.

Vettel liegt bereits 35 Zähler hinter dem WM-Spitzenreiter. Rosberg stößt mit seiner saisonübergreifenden Siegesserie allmählich in historische Dimensionen vor. Nur Vettel (9), Alberto Ascari (7) und Michael Schumacher (7) gewannen mehr Rennen nacheinander.

Für Rosberg war der Weg zu seinem 16. Karriere-Sieg schon nach wenigen Metern frei. Verfolger Vettel musste seinen qualmenden Ferrari bereits auf dem Weg zum Start abstellen und durfte das Rennen nur noch als Zuschauer verfolgen. "Ich weiß nicht, was war. Ich hatte Leistungsverlust, habe gesehen, dass Rauch aus meinem Heck aufgestiegen ist, das war s dann", fasste der Hesse seinen kurzen Arbeitstag zusammen. Zum ersten Mal in seiner Formel-1-Karriere hatte er es nicht in die Startaufstellung geschafft. "Es ist schade, ich hatte ja noch gar nicht angefangen. Wenn man gar nicht startet, ist das schon blöd", klagte der Hesse, der damit im Titelkampf schon früh einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen musste. Zuletzt in Melbourne hatte der viermalige Weltmeister die Mercedes-Konkurrenz noch mit einem Superstart düpiert.

Diese Sorge waren die Silberpfeile schon einmal los. Und dann schnappte sich Rosberg noch vor der ersten Kurve auch seinen Teamkollegen Hamilton, der wie schon in Australien seine Pole Position nicht verteidigen konnte. "Das war der Schlüssel", sagte Rosberg später. Zudem krachte Hamilton auch noch Valtteri Bottas mit seinem Williams ins Auto, der Brite fiel bis auf Platz neun zurück. Der Finne Bottas wurde später von den Rennrichtern als Schuldiger der Kollision ausgemacht und zu deiner Durchfahrtstrafe verurteilt. Hamilton hatte sich trotz eines sichtbar beschädigten Autos da schon wieder an die Podiumsplätze herangearbeitet.

Wie schon beim turbulenten Saisonauftakt zwei Wochen zuvor bot auch das Gastspiel in Bahrain viele spektakuläre Bilder mit fliegenden Funken und mehreren Kollisionen. Für Rosberg lief alles wie ein Uhrwerk. Schnell hatte er einen komfortablen Vorsprung auf Räikkönen, der sich nach einem mäßigen Start auf Platz zwei verbessert hatte.

Einzig zwei verpatzte Boxenstopps, bei denen der führende Rosberg unnötig Zeit verlor, brachten den Vize-Weltmeister zum Ende des Rennens nochmals ein wenig unter Druck. Doch mit einigen schnellen Runden vergrößerte Rosberg sein Polster auf Räikkönen wieder und fuhr ungefährdet den verdienten Sieg heraus.

Ohne Punkte blieben die weiteren Deutschen, Nico Hülkenberg und Pascal Wehrlein. Für Hülkenberg war mit seinem Force India nach einem Unfall beim Start nur noch Platz 15 möglich. Debütant Wehrlein kam in seinem unterlegenen Manor auf einem respektablen 13. Rang ins Ziel.

Formel 1 in Zahlen

Großer Preis von Bahrain in Sakhir, 2. von 21 WM-Rennen (57 Runden à 5,412 km/ 308,238 km): 1. Rosberg (Wiesbaden) Mercedes 1:33:34,696, 2. Räikkönen (Finnland) Ferrari 10,282, 3. Hamilton (Großbritannien) Mercedes 30,148, 4. Ricciardo (Australien) Red-Bull-Renault1:02,494, 5. Grosjean (Frankreich) Haas-Ferrari 1:18,299, 6. Verstappen (Niederlande) Toro-Rosso-Ferrari 1:20,929. - 1 Runde zurück: 7. Kwjat (Russland) Red-Bull-Renault, 8. Massa (Brasilien) Williams-Mercedes, 9. Bottas (Finnland) Williams-Mercedes, 10. Vandoorne (Belgien) McLaren-Honda, 11. Magnussen (Dänemark) Renault, 12. Ericsson (Schweden) Sauber-Ferrari, 13. Wehrlein (Worndorf) Manor-Mercedes, 14. Nasr (Brasilien) Sauber-Ferrari, 15. Hülkenberg (Emmerich) Force-India-Mercedes, 16. Perez (Mexiko) Force-India-Mercedes, 17. Haryanto (Indonesien) Manor-Mercedes. Ausgeschieden: Sainz jr. (Spanien) Toro-Rosso-Ferrari, Button (Großbritannien) McLaren-Honda, Vettel (Heppenheim) Ferrari, Palmer (Großbritannien) Renault, Gutierrez (Mexiko) Haas-Ferrari.

Schnellste Runde: Rosberg 1:34,482 Min. (41. Runde)

Fahrer-Wertung: 1. Rosberg 50 Pkt., 2. Hamilton 33, 3. Ricciardo 24, 4. Grosjean 18, 4. Räikkönen 18, 6. Vettel 15, 7. Massa 14, 8. Verstappen 9, 9. Kwjat, Bottas und Hülkenberg 6, 12. Sainz jr. 2, 13. Vandoorne 1.

Teamwertung: 1. Mercedes 83 Punkte, 2. Ferrari 33, 3. Red Bull 30, 4. Williams 20, 5. Haas 18, 6. Toro Rosso 11, 7. Force India 6, 8. McLaren-Honda 1.

Nächstes Rennen: Großer Preis von China am 17. April in Schanghai.

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04.04.2016, 06:00 Uhr

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