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Fasnet

Um 7.15 Uhr stehen die ersten da

Weil viele Interessierte für die Fleckafasnet am Samstag keine Karten mehr bekamen, macht sich die Vereinsgemeinschaft Gedanken über den Vorverkauf.

22.02.2019

Von Alexandra Feinler

Der Hype um die Fleckafasnets-Karten im Vorverkauf dauert schon seit einigen Jahren an. Ehemalige Organisatoren erinnern sich, dass es früher zwei Abende gab, an denen die Fleckafasnet in der Eutinger Halle stattfand. Weil die Nachfrage nicht mehr so groß war, wurde diese dann auf einen Abend beschränkt.

Heute unvorstellbar, aber einige Jahre wurde der eine Fleckafasnet-Abend kaum besucht. „Da mussten wir extra Werbung machen, damit wir die Halle vollbekommen“, wissen einige Eutinger. Doch seit einigen Jahren ist der Andrang auf die Fleckafasnet groß. Weil die Karten immer wieder ausgingen, dachte die Vereinsgemeinschaft über neue Vorverkaufsmodelle nach. Vor rund drei Jahren hatten einige Senioren ihre kostenfrei Fleckafasnet-Karte im Vorverkauf nicht erhalten.

Sogar die Feuerwehr geht leer aus

„Wir haben dann ein Kontingent von 50 Karten für Senioren beiseitegelegt. Diese können nun gesondert abgeholt werden“, erklärt Wolfgang Wagner von der Vereinsgemeinschaft. Man wolle den Senioren nicht zumuten, dass sie stundenlang anstehen müssen. Die Fleckafasnet-Karten wurden im Vorverkauf an einem Donnerstag im Eutinger Rathaus angeboten, was bei einigen Interessierten aufgrund der Arbeitszeiten für Unmut sorgte. „Deshalb haben wir den Tag von Donnerstag auf Samstagmorgen verlegt“, beschreibt Wolfgang Wagner die Vorverkaufszeit von 10 bis 12 Uhr. Wer sich jedoch um 10 Uhr eine Karte kaufen will, hat seit einigen Jahren Pech, denn nur die frühen Interessierten konnten sich auch dieses Mal einen Platz an einer Tischreihe sichern. „Die ersten Eutinger standen so gegen 7.15 Uhr vor dem Rathaus“, erzählt Bettina Kieferle von der Gemeindeverwaltung Eutingen. Sie gab an dem Samstag die Karten aus und erlebte wieder einen starken Andrang.

Als die Wartenden ins Rathaus eingelassen wurden, nahm die Schlange so sehr zu, dass bald der ganze Flur gefüllt war. Manche Eutinger hatten sich sogar ablösen lassen. „Ich konnt nach über eineinhalb Stunden nicht mehr. Eine Freundin hat mich dann abgelöst“, erklärt eine Eutingerin aus der Teckstraße, die noch Karten bekommen hat. Auch der SV Eutingen mit Patrick Sautter und Jörg Pusch hat noch Karten erhalten, dann war es vorbei. „Gegen 11 Uhr waren die Sitzplätze ausverkauft“, sagt Kieferle.

Besonders hart hat es die Feuerwehrabteilung Eutingen und weitere Privatpersonen getroffen. „Wir haben keine Karten mehr bekommen“, erklärt Winfried Seele von der Feuerwehr. Und dass, obwohl die Feuerwehr einen Auftritt bei der Fleckafasnet hat. „Die kommen auch so rein“, ist sich Wolfgang Wagner sicher. Immerhin gebe es an der Abendkasse noch rund 40 Karten für Stehplätze. In der Vereinsgemeinschaft sei schon öfter über den Vorverkauf der Fleckafasnet-Karten beraten worden, doch bisher keine zufriedenstellende Lösung gefunden worden. Im kommenden März würden sich die Vorstände der Eutinger Vereine treffen und das Vorverkaufsthema nochmals aufgreifen.

Wird künftig limitiert?

Nach einigen Angaben hätten manche bis zu 40 Karten pro Person gekauft, weshalb Wolfgang Wagner eine Limitierung ins Gremium hineintragen will. In einem Leserbrief, der am Dienstag in der SÜDWEST PRESSE erschien, hatten Elisa Teufel, Marius Weinhardt und Hansi Seefried ein Szenario aufgestellt: Wenn nun eine Person rund 200 Karten kaufen und schließlich mit nur 30 Personen in der Eutinger Halle sitzen würde, sei diese leer. Das könne nicht gewünscht sein.

Die drei Eutinger gaben zu bedenken, einen „faireren Kartenverkauf“ zu gestalten oder gar die Fleckafasnet wieder an zwei Abenden anzubieten. „Wir haben bisher keine zwei Abende angeboten, weil ein großer Aufwand dahintersteckt“, erklärt Wagner. Zudem könnte bei zwei Abenden die Halle jeweils nur halb gefüllt sein. Wenn pro Person nur eine Karte am Vorverkauf ausgegeben werden würde, hätte die Vorverkaufsstelle sicher ein Problem, merkt Wagner an: „Da würden einige maulen.“ Die Kritik wolle er jedoch in die März-Sitzung aufnehmen. Eine Patentlösung werde sich jedoch so schnell nicht aus dem Boden stampfen lassen.

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Erstellt:
22. Februar 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
22. Februar 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Februar 2019, 01:00 Uhr

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