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Dortmund

„Unsere Leistung war ein einziges Defizit“

BVB-Coach Tuchel übt nach dem 1:2 gegen die Eintracht harsche Kritik

28.11.2016
  • DPA

Frankfurt. Nach dem ärgerlichen Rückschlag wollte Thomas Tuchel kein Wort zu viel verlieren. Seine knappe und knackige Generalkritik an seinen Profis verübte der Trainer von Borussia Dortmund mit ernüchterter Stimme, finsterer Miene und einer großen Portion Frust. „Technisch, taktisch, mental und von der Bereitschaft her – unsere Leistung war ein einziges Defizit“, schimpfte Tuchel nach dem 1:2 (0:0) bei Eintracht Frankfurt. Für den Übungsleiter war das mehr als nur eine einfache Niederlage in einem Verfolgerduell der Fußball-Bundesliga. Der BVB ist in dieser Saison ein spannendes Projekt, eine besonders junge Mannschaft mit vielen Zu- und bedeutenden Abgängen, bei der Tuchel derzeit nur zwei große Probleme ausmacht: Konstanz und Einstellung.

Beides prangerte der Trainer nach der Pleite ungewohnt offen an: „Das hat in der Trainingswoche angefangen, heute war es von der ersten bis zur letzten Minute eine Leistung, die keinen Punkt verdient hat“, sagte er. „Mit so vielen Defiziten in unserem Spiel ist in der Bundesliga kein Auswärtssieg zu holen.“ In schöner Regelmäßigkeit wechseln sich beim Vizemeister Festabende wie das 8:4 in der Champions League gegen Legia Warschau oder der 1:0-Sieg gegen Bayern mit Rückschlägen wie in Frankfurt oder beim 3:3 in Ingolstadt ab. „Unsere gesamte Saison verläuft in einem Auf und Ab. Das ist sehr unbefriedigend“, monierte Tuchel.

Offensivstark, aber nicht clever

Dafür sprechen auch die Zahlen: Mit 27 Toren ist der BVB gemeinsam mit Tabellenführer RB Leipzig zwar das stärkste Offensivteam der Liga. Dennoch liegen die Dortmunder bereits neun Punkte hinter den Sachsen. Noch im Oktober hatte Tuchel sein Team in Schutz genommen: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“

In den nächsten Partien gegen Gladbach und bei Real Madrid geht es für den BVB um den Anschluss in der Liga und um den Gruppensieg in der Königsklasse. „Die Situation ist sehr ärgerlich, weil wir wieder an Boden verloren haben“, sagte der Sebastian Rode, der im Team auch „Cleverness“ vermisste. dpa

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28.11.2016, 06:00 Uhr

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