Franz Rogowski (rechts) in „Große Freiheit“. Bild: Freibeuter Film




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12.07.2021

Von Dieter Oßwald

Der Ex-Tübinger Franz Rogowski („In den Gängen“; „Transit“) präsentiert am Donnerstag um 11 Uhr beim weltweit wichtigsten Filmfestival von Cannes seinen jüngsten Film „Große Freiheit“ von Regisseur Sebastian Meise. Nicht im Wettbewerb zwar, da war der einstige Kellner vom „Piccolo“ bereits 2017 für „Happy End“ von Michael Haneke und zwei Jahre später für „Hidden Life“ von Terrence Malick dabei.

Diesmal startet der Film in der renommierten Reihe „Un Certain Regard“. Rogowski spielt darin den homosexuellen Hans, der wegen seiner sexuellen Orientierung im Nachkriegsdeutschland durch den Paragraphen 175 kriminalisiert und immer wieder zu Gefängnisstrafen verurteilt wird. In den Nachkriegsjahren wurden allein in Westdeutschland 100000 Männer vor Gericht gestellt. Die einzige feste Beziehung im Leben von Hans wird sein langjähriger Zellengenosse Viktor, ein verurteilter Mörder, gespielt von Berlinale-Gewinner Georg Friedrich. „Unsere Hauptfigur Hans steht exemplarisch für die vielen Schicksale von Männern, die immer wieder im Gefängnis landeten, deren Leben und Beziehungen zerstört wurden und deren Geschichten in den Akten der Bürokratie verschwanden“, erläutert der österreichische Regisseur Meise sein Kino-Debüt.

Ein Verleih ist bereits gefunden, der das Drama auf die Leinwände bringen will. Damit nicht genug an Roten Teppichen: Im August macht sich Franz Rogowski beim Festival von Locarno auf die Jagd nach dem Goldenen Leoparden. Im dortigen Wettbewerb startet er mit „Luzifer“ des Österreichers Peter Brunner. „Inspiriert von einer wahren Geschichte lebt Johannes (Franz Rogowski), ein Kaspar-Hauser-artiger Mann mit dem Gemüt eines Kindes, mit seinem Adler und seiner streng gläubigen Mutter abgeschieden in einer Almhütte. Doch zwischen Natur- und Schöpferverehrung schieben sich plötzlich moderne Fremdkörper und Störgeräusche: Die touristische Erschließung ihres Paradieses droht, dasselbe zu vergiften und den Teufel zu wecken“, verheißt die Inhaltsangabe ein geheimnisvolles Drama.

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Erstellt:
12. Juli 2021, 21:54 Uhr
Aktualisiert:
12. Juli 2021, 21:54 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2021, 21:54 Uhr

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