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Es wird schnell im August 2017

Vertragsabschluss mit Telekom bringt Breitband-Ausbau in Sulz voran / Status Quo akzeptabel

Die Sorgenkinder gibt es immer noch – das Glatttal, Teile von Hopfau beispielsweise. Aber insgesamt kann sich die Karte von Sulz im Breitbandatlas sehen lassen. Das Ziel steht bereits: Mindestens 30 Megabite pro Sekunde für mehr als 95 Prozent der Haushalte will die Telekom liefern. Dabei ist man dem Nachbarkreis Freudenstadt voraus – das liegt allerdings an zwei unterschiedlichen Strategien.

05.04.2016
  • Benjamin Breitmaier

Sulz.Es war Donnerstag, 10. März – Vertragsunterzeichnung mit der Deutschen Telekom. Schnelles Internet für alle – bis August 2017, vor etwa drei Wochen wurden die Weichen dafür gestellt.

Beim Blick auf den Breitbandatlas der Stadt Sulz sieht das Bild gar nicht so schlecht aus. Nur an einigen Stellen hapert es noch. Die Stadt Sulz will hier mit der FTTC Technologie Abhilfe schaffen. Dabei verzichtet der Kreis Rottweil bewusst auf eine Förderung der Landesregierung. Diese verlangt einen Ausbau von mindestens 50 Megabit (Mbit) pro Sekunden, damit es Geld gibt. Der Kreis gibt sich erst einmal mit 30 Mbit zufrieden, kann aber durch den Deal mit der Telekom sichergehen, dass der Ausbau zügig vorangeht. Grund ist: Die 50 Mbit können nur durch FTTB Technologie (Fibre-to-the-Building) gewährleistet werden. Hier wird das Glasfaserkabel direkt ans Gebäude gelegt. Der Kreis Freudenstadt setzt auf diese Technologie. Bei FTTC (Fibre-to-the-Curb) geht das Glasfaserkabel nur bis an den Verteilerkasten. „Welche der beiden Strategien die bessere ist, lässt sich nicht sagen“, erklärt Michael Lehrer, Kämmerer bei der Stadt Sulz.

Bei der Rottweiler Strategie übernimmt den Ausbau die Deutsche Telekom. Zum Geschwindigkeitsverlust meint Lehrer: „Viele der Haushalte werden auch 50 Mbit haben, es kommt dabei auf die Nähe zum Verteilerkasten an.“

Der Nachteil für die Rottweiler Strategie könnte in der weiteren Zukunft liegen, da sich das Nutzerbedürfnis nach großem Datendurchsatz rapide nach oben entwickelt könnte die FTTB Technologie an Grenzen stoßen. Glasfaserkabel die ins Gebäude führen sind hier leistungsfähiger.

Auch wenn die meisten Sulzer schon jetzt relativ flott im Netz unterwegs sind, gibt es immer noch Problemzonen. Beispiel ist das Glattal und Teile von Hopfau. Hier wurde versucht in Eigenausbau die Leitungen aufzumöbeln, doch zumindest im Glatttal wurde kein Betreiber gefunden, der das neue Netz wirtschaftlich betreiben könnte. Hopfau kann mittlerweile hoffen: Laut Lehrer soll es ab Mitte des Jahres schnelles Internet geben. Das Glatttal wird dann im Zuge des Telekom-Ausbaus – also bis August 2017 – versorgt.

Weiterer Problemort war bisher Dürrenmettstetten, doch auch hier soll das Internet bis Mitte des Jahres schneller werden. Renfrizhausen, Mühlheim und Fischingen sind gleichermaßen dann im Zuge des Telekom-Ausbaus ander Reihe.

Laut Plan der Telekom ist das Gebiet in Sulz an sechster Stelle im Plan, was bedeutet, dass ab September 2016 geplant wird und ab August 2017 die Verträge dann abgeschlossen werden können. Allerdings kann sich diese Reihenfolge laut Telekom auch noch ändern.

Info Damit der Anschluss an schnelles Internet so reibungslos wie möglich verläuft, rät Lehrer Kunden, in den betroffenen Gebieten zu prüfen, wie lange ihr bisheriger Vertrag geht, um sich anschließend direkt beim Betreiber beraten zu lassen.

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05.04.2016, 01:00 Uhr

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