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Handball

Würze dank Jung-Gastronom

Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer strebt nach seiner Rückkehr aus Paris zu den Rhein-Neckar-Löwen vor dem Bundesliga-Start Großes an.

22.08.2019

Von SID

Uwe Gensheimer: Kapitän im DHB-Team und großer Hoffnungsträger bei den Rhein-Neckar-Löwen. Foto: Soeren Stache/dpa

Uwe Gensheimer hatte zuletzt viel um die Ohren. Der Umzug aus Frankreich, das neue Familienleben in der alten Heimat und nicht zuletzt die Eröffnung seines eigenen Bistros. Im "Cornelienhof" in Mannheim-Neckarau serviert Gensheimer seinen Kunden seit kurzem kleine Leckereien wie "Carpaccio vom Simmentaler Fleckvieh" oder "Black Seafood-Pasta".

"Wir haben hier einen tollen Ort geschaffen mit einer coolen Atmosphäre", sagt Gensheimer, der das gemütliche Lokal zusammen mit einem Schulfreund betreibt, im Rhein-Neckar Fernsehen. Klein, aber fein ist die Speisekarte. "Da ist nicht so viel drauf, aber dafür gut", erzählt der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft und lächelt.

Gensheimer wirkt rundum zufrieden. Mit dem Start in die Handball-Saison will der Weltklasse-Linksaußen nun auch auf dem Feld voll angreifen. Mehr als drei Jahre, exakt 1176 Tage, nach seinem letzten Spiel für seine Rhein-Neckar Löwen feiert er am Sonntag (16.00 Uhr/Sky) im Derby bei den Eulen Ludwigshafen sein Comeback.

"Ich habe schon große Vorfreude", sagte Gensheimer im Sport1-Interview. Nach drei Jahren beim französischen Spitzenklub Paris St. Germain brenne er sehr auf den (Neu-)Start bei seinem Heimatklub. "Mit ihm kehren ein bisschen die Wurzeln der Löwen zurück. Es fühlt sich an, als sei er nie weggewesen", sagte Löwen-Spielmacher Andy Schmid. Und doch haben sich die Dinge verändert, die Ausgangslage ist eine andere. Die Löwen sind nicht mehr spitze, fielen ohne ihren Anführer zuletzt auf den vierten Platz zurück.

Und auch Gensheimer ist in seiner Zeit in der Millionenmetropole an der Seine gereift. "Für mich war es im persönlichen Bereich eine wichtige und große Erfahrung, mal von zu Hause weg zu sein", sagt Gensheimer rückblickend. Privat ist er nun stolzer Vater seines Sohnes Matti, sportlich setzte er sich in einer mit Stars gespickten Weltauswahl durch – zudem hat das französische "Savoir Vivre" seine Spuren hinterlassen. Er habe gelernt, erzählt Gensheimer, "dass man sich Zeit nimmt, nicht immer so viel Stress hat".

Neue Lockerheit

Diese neue Lockerheit soll nun den Löwen zugute kommen. Mit dem neuen Coach Kristjan Andresson und frischen Stars wie dem Franzosen Romain Lagarde oder dem Dänen Niclas Kirkelökke strebt man in Mannheim wieder nach höherem. "Von der Qualität haben wir in unserem Kader eine Mannschaft zusammen, die in allen Wettbewerben, in denen wir vertreten sind, ganz weit kommen kann", sagt Gensheimer selbstbewusst.

In Pokal und EHF-Cup sei jeweils das Final Four das Ziel. "Dass wir in der Liga um die Meisterschaft mitspielen wollen, steht nach den Erfolgen der Löwen in den letzten Jahren außer Frage." Pünktlich zum Saisonstart liegt Gensheimers Fokus wieder voll auf dem Sportlichen. sid

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Erstellt:
22. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. August 2019, 06:00 Uhr

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