Bundestags-Kandidatur

Gegen die Klimakrise und für soziale Gerechtigkeit

Sara Haug, angehende Physikerin aus Rottenburg, tritt im Wahlkreis Freudenstadt/Calw für die Grünen an.

09.09.2021

Von Dagmar Stepper

Interview mit der Bundestagskandidatin Sara Haug (Grüne)
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Sara Haug wurde 1996 in Tübingen geboren, ist dort aufgewachsen und zur Schule gegangen. Sie studiert in Tübingen Physik und macht derzeit ihren Master; mit ihrem Freund wohnt sie in Rottenburg, wo sie seit 2019 im Gemeinderat sitzt. Bei der Bundestagswahl 2021 kandidiert sie im Wahlkreis 280 Calw/Freudenstadt für die Grünen.

20:49 min

Sie wohnen ja in Rottenburg, sind in der Region aber nicht so präsent: Bitte stellen Sie sich in wenigen Worten selbst vor … Sie haben 2 Minuten.

Mein Name ist Sara Haug, ich wohne, wie Sie gesagt haben, in Rottenburg, bin dort auch im Gemeinderat. Ich schließe aktuell mein Physikstudium ab, bin in den letzten Zügen des Masters. Da beschäftige ich mich mit organischen Solarzellenmaterialien. Ein großes Thema, das ich politisch verfolgen will, ist die Energiewende, da wir in den letzten Jahren gesehen haben, dass die Bundesregierung den Ausbau erneuerbarer Energien wirklich massiv blockiert hat. Hier gilt es, deutlich stärker auszubauen. Mein zweites großes politisches Thema sind Zufallsbürgerinnen- und -bürgerräte. Das sind beratende Gremien, die komplett zufällig ausgewählt werden, und die dann Empfehlungen an die Politik geben. In diesem Jahr haben zum Beispiel der Zufallsrat zu Deutschlands Rolle in der Welt, also im Prinzip Außenpolitik, und der Klimarat getagt und ihre Ergebnisse vorgelegt.

Was ist für Sie Heimat?

Heimat ist da, wo ich mich wohl fühle. Das ist in meinem Fall die Tübinger Gegend und auch Rottenburg. Ich merke, dass ich mich auch immer wohler in meinem Wahlkreis fühle.

Sie studieren Physik, das ist ja eher ein männerdominiertes Fach. Wie haben Sie sich durchgesetzt?

Das hat bei uns keine so große Rolle gespielt. Ich hab mich dort mit sehr vielen Jungs befreundet. Das war bei uns nie so ein großes Thema. Ich glaube auch, dass das sehr gesund war, dass es keine so große Rolle gespielt hat. Denn wäre das immer so im Fokus gewesen, hätte ich mich auch unwohl gefühlt. Wir waren einfach alle Physiker, die das studiert haben.

Vielen Wähler kritisieren, dass die politischen Parteien ziemlich austauschbar geworden sind. Was unterscheidet die Grünen von den anderen?

Wir möchten die Klimakrise bekämpfen, das ist unser oberstes Ziel, dass unsere Lebensgrundlagen erhalten werden. Und das ist mit der aktuellen Politik nicht der Fall; CDU und SPD stehen für ein „Weiter so“, sie haben Deutschland in den letzten Jahren verwaltet. Wir haben die Vision des klimaneutralen Deutschlands. Als zweiten großen Aspekt möchten wir mehr soziale Gerechtigkeit, darunter eben Entlastung von Geringverdienenden, aber zum Beispiel auch den Mindestlohn, und da gibt es sehr viel zu tun.

Was sagen Sie zu der Kritik von Fridays for Future, dass auch die Grünen nicht genug gegen den Klimawandel unternehmen?

Wir waren in den letzten 16 Jahren leider nicht in der Regierung, konnten daher auf Bundesebene leider nicht mitentscheiden, wie Klimaschutz gemacht wird. Deshalb gibt es da jetzt großen Nachholbedarf. Und meine Auffassung, warum ich mich auch politisch engagiere, ist: Dieses Problem ist so riesig, das muss politisch angegangen werden, und das schafft man nur mit Mehrheiten. Und deswegen stehe ich da voll hinter meiner Partei, zu sagen: Wir haben jetzt ein Angebot an alle Bürgerinnen und Bürger, das ist sehr gut, das ist sozialverträglich und bekämpft die Klimakrise effektiv. Deshalb sehe ich den Vorwurf recht entspannt, aber natürlich ist es auch gut, wenn die Bewegung da immer wieder neue Ideen reinbringt.

Sind Sie im Austausch mit FFF-Aktivisten?

Ich nehme selbst an Demos teil und, klar, ich kenne einige Leute, die da aktiv sind.

Welche 3 Dinge sind typisch für die Landkreise Freudenstadt und Calw?

Es ist ein ländlicher Raum, und das Zweite – was bestimmt damit zusammenhängt – ist: Die Leute sind sehr ehrlich, was ich schätze. Das Dritte ist: Hier besteht ein hoher Nachholbedarf zum Beispiel beim ÖPNV, aber auch den Bäuerinnen und Bauern zu helfen und in den Dialog zu gehen, wie man die Landwirtschaft zu mehr Ökologie umbauen kann.

Stichwort ÖPNV: Seit 10 Jahren sind die Grünen in Stuttgart an der Macht. Der ÖPNV im Nordschwarzwald ist allerdings immer noch eine Katastrophe. Wie wollen Sie das verbessern?

Die Landesregierung hat da viel gemacht, zum Beispiel Schienenstrecken reaktiviert und neue Verbindungen gefördert. Aber es stimmt, es gibt immer noch einen riesigen Nachholbedarf. Aktuell bleiben die Kosten vor allem in den Kreisen und beim Land hängen, und ich sehe den Bund in der Pflicht, den ländlichen Raum finanziell zu unterstützen, weil sich hier sonst, wie es immer heißt, ein erweiterter ÖPNV nicht lohnt. Aber ich glaube, man muss erst einmal das Angebot schaffen und den Leuten die Möglichkeit geben, auf Bahn oder Bus umzusteigen.

Sie würden da schon auch ordentlich Geld in die Hand nehmen?

Auf jeden Fall! Das Ziel muss sein, einen kostenlosen ÖPNV zu haben, aber ich sehe es gerade noch nicht, dass man das machen kann. In den Städten wäre das wunderbar, da kann man das machen und die Menschen profitieren davon. Aber wenn wir hier nicht mal Busverbindungen haben, oder sie fahren nur zweimal am Tag, dann bringt es den Leuten wenig, es kostenfrei zu machen. Der erste Schritt wäre also, in häufigere und verlässliche Bus- und Bahnverbindungen zu investieren. Der zweite Schritt wäre, es möglichst kostenfrei zu machen.

Ihr Slogan ist: „Für mehr Grün im Schwarzwald“ Die Landkreise Calw und Freudenstadt sind allerdings sehr konservativ geprägt. Wie wollen Sie die Menschen hier erreichen?

Ich habe in den letzten Wochen alle Gemeinden des Wahlkreises besucht, bin mit den Leuten ins Gespräch gekommen, und der Austausch ist mir total wichtig. Ich bekomme auch viele Mails; darauf antworte ich immer – außer auf beleidigende. Was man aber auch in den Gesprächen raushört, ist diese Unzufriedenheit: Etwas muss anders werden. Die Leute hier merken ja, wie sich der Wald verändert. Die Erkenntnis ist schon einmal da, und jetzt müssen wir zeigen, dass wir auch Politik für den ländlichen Raum können, und dafür stehe ich.

Sie sind 1996 geboren, aus dem Wahlkreis 280 zieht es die jungen Menschen in Scharen weg. Wie wollen Sie diese hier behalten oder zurückgewinnen?

Ich finde es gut, dass es hier Hochschulstandorte gibt, und es ist mir wichtig, die Unternehmen vor Ort zu unterstützen. Ich war beispielsweise bei Börlind in Calw zu Besuch, diese Woche auch bei CCS in Wildberg und habe dort unterschiedliche Unternehmensgrößen kennengelernt. Es hinzubekommen, dass die Unternehmen hier vor Ort bleiben können und nicht ins Ausland gehen, weil es dort billiger ist, das muss unser größtes Ziel sein. Und wenn die Unternehmen im ländlichen Raum sind, kommen die Leute auch her und haben hier Arbeit.

Welche Themen wurden in den Gesprächen noch an Sie herangetragen? Was wünschen sich die Menschen vor Ort von Ihnen?

Die Klimakrise ist natürlich ein starkes Thema. Das betrifft uns jüngere noch stärker, weil wir noch länger auf dieser Welt leben. Möglicherweise werden wir noch eine Erwärmung von zweieinhalb Grad miterleben, unserer Kinder noch deutlich mehr. Auch der ÖPNV ist ein großes Thema, da sind junge Menschen, die noch nicht Auto fahren können, noch mehr betroffen.

Wie stellen Sie sich den ländlichen Raum der Zukunft vor?

Wir werden dezentral leben, gemeinsam in der Natur. Wir werden viele Windkraftanlagen und Solaranlagen auf den Dächern haben. Und ich stelle mir vor, dass sehr viele Kleinbusse sehr regelmäßig fahren – und vielleicht auch irgendwann autonom.

Großes Diskussionsthema ist die Versiegelung der Landschaft – auch beim Wohnbau. Sollten die Menschen eher in Städte ziehen, wenn der Wohnraum da bezahlbarer wird?

Nein, das sehe ich nicht. Es sollte immer möglich sein, auf dem Land zu leben. Aber viele Menschen sagen mir auch: Ich habe jetzt im Alter keine Möglichkeit, in eine altersgerechte Wohnung zu ziehen, die kleiner ist als mein Einfamilienhaus. Die bleiben also länger dort wohnen, als sie es eigentlich möchten. Hier sollten wir deutlich stärker in seniorengerechte Wohnungen investieren, damit die Leute in den Gemeindekern ziehen können und die Einfamilienhäuser für die Familien frei werden.

Aber wie schafft man bezahlbaren Wohnraum?

Uns ist klar, dass das ein großes Thema ist. Wir sind zum Beispiel dafür, die Mietpreisbremse fortzuführen und sie leicht zu verändern. Wir sind auch dafür, dass der Bund und die Kommunen deutlich stärker in den sozialen Wohnungsbau reingehen und Wohnungen vermieten. Das könnte ein Weg sein, und muss man dann eben im Prozess gucken, wie man das hinkriegt. Es geht natürlich auch darum, dass diese riesigen Unternehmen, die jetzt Unmengen an Wohnungen aufkaufen, dass man da schaut, ob die Kommune vielleicht ein Vorkaufsrecht hat.

Vieles ist ja vor allem eine Frage der Finanzierung. Wo würden Sie Prioritäten setzen? Bezahlbarer Wohnraum, Klimaschutz, Schaffung von Arbeitsplätzen ...

Ich glaube, das spielt alles zusammen, und ich würde es ungern gegeneinander ausspielen. Wenn man hier gute Arbeitsplätze hat – und die hat man; man hat hier tolle Unternehmen –, dann sollte es auch die Möglichkeit geben, dass Leute bezahlbar wohnen können, das sollte unser Ziel sein. Und dann wollen wir das möglichst umweltfreundlich haben wollen, aber deshalb müssen Leute nicht auf ihr Einfamilienhaus verzichten.

Was muss die Politik tun, um soziale Gerechtigkeit herzustellen?

Einiges! Wir sehen, dass die Schere zwischen Arm und Reich deutlich auseinandergeht. Hier möchten wir ansetzen und das Einkommen von Geringverdienern weniger besteuern, dafür die Gutverdienenden ab 100000 Euro Jahreseinkommen, das ist schon recht viel, mehr besteuern. Ein weiterer Schritt ist ein Mindestlohn von 12 Euro, den wir dringend brauchen. Aber zu sozialer Gerechtigkeit zählt für mich auch eine bessere Pflegereform. Das Thema hat man in der Corona-Pandemie oft diskutiert, aber so richtig was passiert ist nicht. Jetzt gab es ein Reförmchen noch kurz vor der Sommerpause, aber das große Problem, dass die Pflegerinnen und Pfleger zu schlecht bezahlt sind, das wurde nicht angegangen. Gleichzeitig muss man auch die Pflegeversicherung ändern; aktuell zahlt sie den Grundbeitrag, und die, die Pflege benötigen, zahlen alles, was noch so obendrauf kommt. Das kann dann sehr viel werden, und das möchten wir umdrehen: dass man selbst den Grundbeitrag zahlt, wie bei der Krankenversicherung, und die Pflegeversicherung zahlt alles, was noch dazukommt. Denn bei dem System jetzt, wenn man die Pflegerinnen und Pfleger besser bezahlen möchte, dann wären es die, die Pflege benötigen, die dann noch mehr obendrauf zahlen müssen. Das wollen wir natürlich nicht, wir möchten, dass es ein soziales System ist und dass die Pflegeversicherung die Mehrkosten übernimmt.

Die Grünen haben ja traditionell Militäreinsätze abgelehnt: Nach dem Abzug der Truppen aus Afghanistan ist die Lage dort gerade für die Frauen sehr schwierig. Wie ist Ihre Position zu Bundeswehr und Nato?

Das sind beides wichtige Institutionen, die wir auch in Zukunft brauchen werden. Afghanistan war ein Desaster der Bundesregierung; ich finde es immer noch krass, dass man jetzt gut 300 Menschen gerettet und 10000 bis 40000 Menschen dortgelassen hat. Die Frauen protestieren sogar noch, großen Respekt vor denen, die das tun. Sie werden ja auch brutal unterdrückt. Es war richtig, dieses Einsatz zu beenden, aber es so schnell zu machen, dass die Taliban das Land so schnell übernehmen konnten, und dass man es nicht geschafft hat, die Menschen zu evakuieren, das halte ich für einen riesigen Fehler. Im Juni wurde über einen Antrag der Grünen abgestimmt, die Menschen unmittelbar zu evakuieren, und das hat man damals nicht gemacht. Deshalb werden dort sehr, sehr viele Menschen sterben. Das ist ein Desaster, das darf so nicht wieder passieren. Auf andere Einsätze kann man das natürlich übertragen: Aus Afghanistan hört man seit Jahren Stimmen von Soldatinnen und Soldaten, so, wie wir das grade machen, führt das zu keinem Ziel. Deshalb haben die Grünen im Bundestag in den letzten Jahren immer dagegengestimmt. Es war nämlich klar, dass das, was man in Afghanistan aufbauen wollte, nicht von Dauer sein würde. Das Gleiche gilt für Mali. Das bedeutet, man muss bei den aktuellen Einsätzen schauen, welche Ziele wir da verfolgen. Sind es humanitäre Ziele? Können wir den Menschen vor Ort wirklich helfen? Und wenn das nicht der Fall ist: Wie können wir etwas besser machen, was können wir verändern? Das große Ziel der Bundeswehr sollte natürlich sein, Frieden herzustellen, und das ist in Afghanistan gescheitert.

Blicken wir kurz auf den 26. September, Sie wurden gerade in den Bundestag gewählt. Was ist Ihre vordringlichste Aufgabe für Ihren Wahlkreis?

Die Klimakrise aufhalten; das gilt für ganz Deutschland, nicht nur für den Wahlkreis. Die Energiewende ist, wie gesagt, mein größtes Thema. Ich denke auch, dass wir hier im Wahlkreis mehr Windkraftanlagen brauchen, aber wir möchten zum Beispiel auch eine Solarpflicht und mehr Förderung von Solaranlagen. Und wir brauchen mehr Bürgerinnen- und Bürgeranlagen: Bürgerinnen und Bürger schließen sich zu Genossenschaften zusammen und haben dann eben auch finanziell was davon, wenn vor ihrem Haus eine Windkraftanlage steht.

Welche Koalition wünschen Sie sich?

Die, wo wir am meisten grüne Themen umsetzen können. Mir geht es nur um die Themen. Welche Koalition es am Ende genau sein wird, spielt dafür natürlich eine Rolle. Wir werden schauen, mit welchen Koalitionen wir welche Themen umsetzen können; Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit stehen ganz vorne. Und dann schauen wir, welche Koalition es am Ende werden kann.

Welches Ministeramt würde sie am meisten reizen?

Wir möchten das Umweltministerium zu einem Klimaschutzministerium. Das hätte dann mehr Befugnisse und würde auch zum Beispiel das Thema Energie, das aktuell im Wirtschaftsministerium liegt, beinhalten. Das wäre natürlich spannend. Aber ich finde auch das Verkehrsministerium interessant, da gibt es viele Themen zu bearbeiten in den nächsten Jahren.

In was für einer Welt würden Sie gerne leben?

In einer klimaneutralen Welt, in der alle Menschen genug zu essen haben, in der sich alle Regionen der Welt entwickeln können, wo überall eine Demokratie herrscht – das ist das oberste Ziel.

Kurzfragen

Shakespeare oder Schiller?

Mag ich beides.

Donald Duck oder Mini Maus?

Donald Duck.

Sonnenblume oder Rose?

Sonnenblume.

Wen würden Sie lieber treffen: Marie Curie oder Albert Einstein?

Marie Curie.

Milan oder Windkraft?

Beides. Der Rotmilanbestand ist überhaupt nicht abhängig von der Anzahl der Windkraftanlagen, sondern von der verfügbaren Nahrung.

Was würden Sie lieber durchsetzen: Tempolimit oder Frauenquote?

In beiden Bereichen gibt es wichtigere Punkte. Beim Klimaschutz erneuerbare Energien und ÖPNV, beim Thema Frauenförderung die dauerhafte Finanzierung der Frauenhäuser.

Würden Sie lieber in die Vergangenheit oder die Zukunft reisen? Und warum?

In die Zukunft. Um zu sehen, was wir da Tolles umgesetzt haben.

Mit welchem Politiker wollten Sie auf gar keinen Fall eine Stunde im Fahrstuhl eingesperrt sein?

Mit Alice Weidel.

„Wir können auch Politik für den ländlichen Raum“: Die Grüne-Politikerin Sara Haug im Interview mit der SÜDWEST PRESSE. Bild: Karl-Heinz Kuball

Kurzvita

Sara Haug wurde 1996 in Tübingen geboren, ist dort aufgewachsen und zur Schule gegangen. Sie studiert Physik in Tübingen und macht derzeit ihren Master. Seit 2018 wohnt sie mit ihrem Freund zusammen in Rottenburg. Seit 2019 sitzt Haug für die Grünen im Rottenburger Gemeinderat.

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Erstellt:
9. September 2021, 18:00 Uhr
Aktualisiert:
9. September 2021, 18:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. September 2021, 18:00 Uhr

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