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Tübingen

Für alle Menschen

27.04.2017
  • Uta Eser, Tübingen

Eine Grundsatzdebatte über die Grenzen des Wachstums verfehlt die Fakten? Dann führen wir die Debatte doch einmal „sauber entlang der Fakten“: Die Artenvielfalt geht ungebremst zurück. Der entsprechende Indikatorwert ist seit 1970 von 129 auf 59 gesunken. Eigentlich wollte man 2015 wieder bei 100 sein. „Der aktuelle Wert liegt noch weit vom Zielbereich entfernt“, heißt es dazu lapidar in den „Daten zur Natur“, die das Bundesamt für Naturschutz jährlich veröffentlicht.

Weniger als ein Viertel aller Arten, die nach EU-Recht geschützt sind, ist derzeit in einem günstigen Erhaltungszustand. Unser ökologischer Fußabdruck, das heißt die Fläche, die wir zur Aufrechterhaltung unseres Lebensstils benötigen, wächst ungebrochen. 5,1 Hektar pro Person nehmen wir Deutschen derzeit jährlich in Anspruch. Gerade einmal 1,9 Hektar wären tragfähig.

Würden alle Menschen unseren Lebensstil pflegen, würden wir heute schon 2,6 Erden benötigen. Da nicht alle auf so großem Fuß leben, sind es derzeit „nur“ 1,5. Rein rechnerisch reicht uns die verfügbare Fläche gerade mal acht Monate. Danach leben wir auf Kosten zukünftiger Generationen.

Eine nachhaltige Entwicklung will Bildung und Gesundheit nicht nur für uns hier, sondern für alle Menschen weltweit, nicht nur heute, sondern auch in Zukunft. Eine solche Entwicklung bedrohen nicht Vögel, deren Lebensraum mit guten Gründen gesetzlich geschützt ist, sondern Politiker und Journalisten, deren Horizont offenbar nicht über den eigenen Kirchturm hinaus reicht.

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27.04.2017, 01:00 Uhr

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